Schreibtisch aus Wellpappe prämiert

Christof Fischer und Thomas Drissen präsentieren den prämierten Schreibtisch aus Pappe fürs Homeoffice. Foto: Roland Keusch
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Christof Fischer und Thomas Drissen präsentieren den prämierten Schreibtisch aus Pappe fürs Homeoffice.

Firma Otto Hampel erhält Innovationspreis

Von Peter Klohs

Lennep Im Foyer der Wellpappenfabrik Otto Hampel GmbH & Co. KG an der Borner Straße steht eine mannshohe Vitrine, die zeigt, welche Preise das bergische Unternehmen im Laufe seines 150-jährigen Wirkens erhalten hat. Vor Kurzem ist der Innovationspreis Wellpappe „Goldene Welle“ hinzugekommen. Diesen Preis vergibt der Verband der Wellpappenindustrie, der in Darmstadt ansässig ist, alle zwei Jahre. „Die Geschichte dazu begann im dritten Quartal 2020“, berichtet Thomas Drissen, Leiter der Verpackungsentwicklung.

„Ein Kunde fragte bei uns einen mobilen Homeoffice-Arbeitsplatz an. Wir wussten, dass ein Unternehmen in Berlin so etwas herstellt, jedoch mit einem erheblichen Aufwand. Wir wollten das hingegen so einfach wie möglich gestalten.“

Drissen fand die Lösung der Anfrage und teilte diese seinem Mitarbeiter Christof Fischer mit, der die Idee sehr kurzfristig umsetzte. „Von der Vision bis zur Umsetzung hat es zwei Tage gedauert“, berichtet das kreative Duo. „Wir sind schon ein starkes Team.“

Basis des mobilen Homeoffice-Arbeitsplatzes ist ein Fefco 0200, im Prinzip ein großer Karton ohne Bodenklappen, der auf eine ganz bestimmte Art und Weise bearbeitet wird, so dass die Nutzer den Wellpappenkarton in kurzer Zeit aufstellen und auch wieder zusammenklappen können.

Der aufgebaute Arbeitsplatz besteht zu 100 Prozent aus Wellpappe und ist extrem stabil. „Der wiegt keine drei Kilo“, weiß Thomas Drissen, „hält aber das Gewicht eines erwachsenen Menschen aus.“ Christof Fischer bestätigt das. Nicht nur einmal hat er sich auf den Arbeitsplatz gesetzt.

Die Begründung der Jury des Innovationspreises spart nicht mit Lob. So wird die außerordentliche Stabilität des mobilen Arbeitsplatzes hervorgehoben. Die „intelligent herausgearbeiteten Verbindungselemente“ überzeugten die Jury ebenso. „Die Bewerbung war in diesem Jahr coronabedingt aufwendig“, erzählt Drissen. „Wir mussten die Bewerbungsfotos und das Video dazu im eigenen Betrieb herstellen, was ansonsten unüblich ist. Aber es scheint ja alles gut funktioniert zu haben.“

Die Kundenanfrage kam zum richtigen Zeitpunkt, die Lösung ebenso. „Dieses Objekt 2019 einzureichen, wäre Unsinn gewesen“, ist Drissen sicher. „Aber jetzt passte es einfach.“

Hampel.de

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