Werkzeugmuseum

So schön werden die Ferien im Museum

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Im Deutschen Röntgen-Museum erfahren Kinder alles über den menschlichen Körper.

Deutsches Röntgen-Museum und Deutsches Werkzeugmuseum bieten spannende Kurse für Kinder an.

Von Jennifer Preuß

Remscheid. Was haben eine Damenstrumpfhose, eine Packung Kekse und ein Glas Orangensaft gemeinsam? Alle drei Gegenstände sind Teil eines spaßigen Experimentes, bei dem Kinder während des Herbstferienprogramms im Deutschen Röntgen-Museum viel über den menschlichen Körper lernen können.

Im Deutschen Röntgen-Museum erfahren Kinder alles über den menschlichen Körper.

„Wir basteln daraus einen Darm“, erklärt Birgit Dömling, stellvertretende Museumsleiterin. Wird die Mischung aus Keksen und Saft in die Strumpfhose gefüllt und dann gepresst, könnten die Kinder anschaulich sehen, wie die Verdauung funktioniert: Die Flüssigkeit entweicht. Natürlich ist dieser Versuchsaufbau mit klebrigen Händen und einem matschigen Endergebnis verbunden, er ist aber immerhin ein Riesenspaß für die Kinder. Und bei ihnen will man im Deutschen Röntgen-Museum schließlich das Interesse für Naturwissenschaften wecken.

Darauf zielen zwei Ferienworkshops ab, die Abwechslung in die Herbstferien bringen sollen. An Jungen und Mädchen von acht bis zehn Jahren richtet sich der Kurs „Blick ins Innere“, der vom 12. bis 16. Oktober, jeweils von 9 bis 12 Uhr, stattfindet.

Um das handwerkliche Arbeiten dreht sich ein Kurs im Deutschen Werkzeugmuseum.

Hier kommt der besagte Darm zum Einsatz. Gebastelt und experimentiert wird aber auch mit anderen Materialien. So werden die Kinder Skelette aus Alltagsdingen wie Sand, Stöcken, Knete und Nudeln bauen. „Sie können sich aussuchen, ob sie Modelle des Fußes, der Hand oder der Wirbelsäule erstellen wollen“, berichtet sie. Natürlich wird auch besprochen, welches Körperteil oder Organ für was gut ist. Besonders spannend wird es, wenn Dömling richtige Organe präsentiert. Denn kein noch so anschauliches Modell kann an das Original herankommen. „Ich kaufe für den Workshop beim Metzger tierische Organe wie Herzen und Leber“, kündigt sie an. „Die Kinder werden merken, dass sich ein Herz als Muskel anders anfühlt als die Leber.“ Die Erfahrungen aus vorangegangenen Kursen hat gezeigt, dass bei den Kindern die Neugierde über etwaigen Ekel siegt. Eine Mutprobe ist also inklusive.

Nicht minder spannend ist der zweite Kurs „Xperimente- Kits“ vom 19. bis 23. Oktober, jeweils von 9 bis 12 Uhr. Fünft- bis Siebtklässler entdecken bei spannenden Experimenten Magnetismus, Elektrostatik, Vakuum und Schwingungen neu. Es darf mitgemacht und selbst experimentiert werden. „Wir wollen die Kinder begeistern für die Dinge, die es zu entdecken gibt“, sagt Dömling.

Im Werkzeugmuseum entstehen Linoleumdrucke

Auch im Deutschen Werkzeugmuseum kommen Kinder auf ihre Kosten. Der Ferienworkshop, der vom 13. bis 14. Oktober, jeweils von 10 bis 13 Uhr, stattfinden wird, trägt den plakativen Titel: „Druck dir dein eigenes Geld“. Markus Heip zeigt den Kindern, wie man Linoleumdrucke herstellt. Als Vorbild dient dabei der Remscheider Künstler Gerd Arntz, dessen Werke sich die Kinder ganz genau anschauen dürfen.

Dann geht es im nächsten Schritt an das Handwerkliche. „Wir schnitzen unsere eigenen Geldscheine in Linoleum. Dabei muss man sich gut konzentrieren, damit das Messer nicht abrutscht“, erklärt Heip, dem es weniger um das Endergebnis als viel mehr um den handwerklichen Prozess geht. Der Kreativität sind bei der Gestaltung der Geldscheine natürlich keine Grenzen gesetzt. Statt eines Tores im Barock-Stil kann auf dem 100-Euro-Schein also auch gut und gerne das eigene Wohnhaus dargestellt sein. Dabei gilt es natürlich zu beachten, dass das geschnitzte Modell das Negativ ist. Mitmachen können Kinder ab acht Jahren. „Wenn sich viele anmelden sollten, werden wir einen zweiten Termin anbieten“, kündigt Heip an.

In beiden Museen gilt die Maskenpflicht. Während des Bastelns darf die Maske aber abgenommen werden.

Anmeldung

Die Workshops im Deutschen Röntgen-Museum kosten 50 Euro pro Kind. Rabatte für Kinder aus benachteiligten Familien sind möglich. Anmeldung per E-Mail.

birgit.doemling@remscheid.de

Für das Ferienprogramm im Deutschen Werkzeugmuseum wird ein kleiner Obolus in Höhe der Materialkosten fällig. Nähere Infos dazu gibt es bei der Anmeldung im Museum telefonisch unter Tel. (0 21 91) 16 25 19.

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