Pandemie

Schnee und Eis halten 120 Senioren nicht vom Impftermin ab

Rudi Greinacher (81) erhielt als einer der Ersten die Corona-Schutzimpfung von Ärztin Kira Decius im Impfzentrum. Foto: Viola Juric
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Rudi Greinacher (81) erhielt als einer der Ersten die Corona-Schutzimpfung von Ärztin Kira Decius im Impfzentrum.
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Stadt zieht positives Fazit vom Auftakt in der Sporthalle West

Von Axel Richter

Remscheid. 120 Dosen waren bestellt, 126 Dosen sind verimpft worden, denn auch das zusätzliche Sicherheitsfläschchen mit dem Serum von Biontech/Pfizer konnte aufbereitet und injiziert worden. Die Stadt Remscheid zieht ein positives Fazit zum Start des Impfzentrums am Montag. Alle Über-80-Jährigen, denen es gelungen war, einen Termin zu ergattern, waren erschienen. Kein Termin wurde abgesagt – trotz der widrigen Wetterverhältnisse.

„Wir freuen uns unheimlich“, sagt Viola Juric, Sprecherin des Corona-Krisenstabes. Der Auftakt der Impfkampagne sei reibungslos verlaufen. Lediglich einen Besucher habe der Sicherheitsdienst abweisen müssen. Der 57-Jährige, der vergebens Einlass begehrte, wird sich wie die meisten Remscheiderinnen und Remscheider seines Alters zu einem späteren Zeitpunkt vermutlich von seinem Hausarzt impfen lassen müssen.

Die meisten Remscheider werden das Impfzentrum, das die Stadt in der Sporthalle West in Reinshagen eingerichtet hat, nicht von innen zu sehen bekommen. Zunächst bleibt der Zutritt den über 80-Jährigen vorbehalten, danach den Über-70-Jährigen. Doch schon die Altersgruppe 80 plus zählt annähernd 8000 Bürgerinnen und Bürger.

Die ersten 126, die die Ärzte am Montag impfen konnten, zeigten sich nicht nur dankbar. „Man merkte schon auch, dass das Erscheinen zum Termin für sie auch eine Frage der Ehre war“, erzählt Viola Juric. Im Anmeldechaos vor zwei Wochen hatten sie das Glück gehabt, durchzukommen und einen Impftermin zu vereinbaren. Nun ließen sie sich auch nicht von Schnee und Eis von der Fahrt ins Impfzentrum abhalten. Danach gab es Lob für die Organisation der Stadt: „Das war tip top organisiert“, fand ein Anrufer am Telefon des RGA.

Kein Fläschchen musste verworfen werden

Glück hatten die Ärzte derweil mit dem gelieferten Impfstoff. Weil sich einzelne Fläschchen als unbrauchbar erweisen, war ihnen ein Fläschchen zur Sicherheit zusätzlich geliefert worden. Weil kein Fläschen verworfen werden musste, konnten das Team daraus sechs zusätzliche Dosen gewinnen. So konnten sechs weitere Personen der Impfkategorie 1 geimpft werden, die bei den Besuchen der Impfteams in den Altenheimen zuvor nicht zum Zuge gekommen waren. Weitere Impfdosen erwartet die Stadt für heute. Dann sind die nächsten Über-80-Jährigen an der Reihe.

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