Das Wiesenschaumkraut

Schmeckt gut und wirkt antibakteriell

Das Wiesenschaumkraut. Foto: Jörg Liesendahl/Natur-Schule Grund
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Das Wiesenschaumkraut.

Stefanie Barzen, Diplom-Biologin von der Natur-Schule Grund, hat für die RGA-Serie „Was wächst denn da Wegesrand“ das Wiesenschaumkraut ausgewählt.

Das Wiesenschaumkraut, Cardamine pratensis, gehört zu den Kreuzblütlern, den Brassicaceae, und ist verwandt mit Raps, Rettich und Senf. Die Pflanze wird zehn bis sechzig Zentimeter hoch und ist, mit einer Blütezeit von April bis Juni, ein Frühblüher. Ihr Lebensraum sind feuchte Laubwälder, Auwälder, Uferbereiche und feuchte Wiesen, aber auch Rasenflächen. Wo sie sich wohlfühlt, tritt sie zur Blütezeit in Massen auf und bildet luftige, zartlila Teppiche.

Der Blütenstängel ist rund und hohl, ihre Laubblätter sind gefiedert und am Grund deutlich größer als am Stängel. Die etwa einen Zentimeter großen, zartlila Blüten stehen in Form einer Traube zusammen und bestehen aus je vier, von dunkleren Adern durchzogenen Blütenblättern, die in Form eines Kreuzes angeordnet sind. In der Blütenmitte sitzen sechs gelbe Staubblätter. Die Blüten werden von Bienen und Schmetterlingen besucht, Schwebfliegen und Sandbienen naschen nur vom Pollen.

Das Wiesenschaumkraut ist neben der Knoblauchsrauke die Lieblingspflanze des Aurorafalters. Das Weibchen legt ihre Eier an den Blütenstiel, die Raupen ernähren sich von der Pflanze, überwintern hier als sogenannte Gürtelpuppe, das erwachsene Tier bestäubt das Wiesenschaumkraut.

Die Früchte sind Schoten, die durch steigenden Zellsaftdruck in den Schotenwänden zur Zeit der Reife aufspringen und ihre Samen über zwei Meter weit wegschleudern.

Wiesenschaumkraut ist essbar. Junge Blätter passen zu Suppen, Gemüse, Salat. Blütenknospen können in Kräuterbutter, Quark, Pesto verwendet oder einfach aufs Butterbrot gestreut werden. Blüten ergeben eine essbare Deko, die aufgrund der enthaltenen Senfglykoside scharfen Samen können aufs Butterbrot gestreut oder zu Pfefferersatz oder Senf verarbeitet werden. Die Pflanze enthält sehr viel Vitamin C, Mineral- und Bitterstoffe, Eisen, Magnesium, Schwefel und ätherische Öle. Sie wirkt antibakteriell, schleimlösend, blutreinigend, stoffwechselanregend, verdauungsfördernd, krampflösend und wird eingesetzt bei Rheuma, Bronchitis, Diabetes, Blutarmut sowie zur Förderung von Nieren-, Leber- und Gallenaktivität.

Der Name „Wiesenschaumkraut“ bezieht sich auf die Schaumpakete, die man häufig an den Pflanzenstängeln findet. In ihnen wohnen die Larven der Schaumzikaden.

Auch wenn das Wiesenschaumkraut den Beinamen „Muttertagsblume“ trägt, sollte man auf das Pflücken verzichten, da die Blume sehr schnell verliert.

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