Hitzige Diskussion entbrennt

Kulturkreis im Heimatbund Lüttringhausen hatte OB-Kandidaten zum „Tötterabend“ eingeladen

Thorsten Greuling (stehend) leitete die „Tötterabend“ mit den OB-Kandidaten im CVJM-Saal. Foto: Michael Schütz
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Thorsten Greuling (stehend) leitete die „Tötterabend“ mit den OB-Kandidaten im CVJM-Saal.

Knapp 70 Gäste folgten der Einladung in den CVJM-Saal zum „Tötternabend“, bei dem sich die Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt vorgestellten.

Von Elisabeth Erbe

Remscheid. Der „Kulturkreis.jetzt“ im Heimatbund Lüttringhausen hatte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD), die OB-Kandidaten Alexa Bell (CDU), Roland Kirchner (WiR), Fritz Beiersdorf (Linke), Bettina Stamm (Echt Remscheid) sowie die Spitzenkandidaten für den Stadtrat Ilka Brehmer (Grüne) und Sven Chudzinski (FDP) eingeladen.

Moderator Thorsten Greuling gab die Themen vor, allen voran die Situation der Stadt in der Corona-Krise. Burkhard Mast-Weisz und Alexa Bell lobten die Disziplin der Remscheider. Fritz Beinersdorf vergab der Stadt die Note 2 für das, „was von der Verwaltung geleistet worden ist“. Er forderte allerdings weniger Bürokratie, um Kulturschaffenden zu helfen. „Es stehen 200 000 Euro zur Verfügung“, sagte er. Roland Kirchner (WIR) wünschte sich einen Kassensturz, um jedes Projekt „auf Herz und Nieren zu prüfen“ und möchte das Vorhaben am Friedrich-Ebert-Platz verschieben. „Wir möchten die Bürger mit ins Boot holen“, sagte Bettina Stamm (Echt Remscheid) über geplante Projekte.

Kommunalwahl

Die Digitalisierung in den Schulen: Burkhard Mast-Weisz erörterte die Pläne der Stadt. „Kein Kind darf von dem digitalen Unterricht ausgeschlossen werden“, sagte er. Alexa Bell versprach eine schnelle Verteilung digitaler Geräte an „Familien, die nicht so gut betucht sind“. Um die Bildung breiter aufzustellen, forderte Ilka Brehmer einen besseren Ausbau der offenen Ganztagsschule. „Ich glaube, wir sollten außerschulische Lernorte unterstützen“, sagte sie und nannte die Natur-Schule Grund.

Öffentlicher Personennahverkehr: Roland Kirchner und Fritz Beinersdorf wünschten sich kostenlose Fahrten, um so den Kfz-Verkehr zu verringern. „Das würde 20 Millionen kosten“, entgegnete Alexa Bell und schlugt E-Bike-Verleih und mehr Ladestationen vor. Sven Chudzinski (FDP) lehnte kostenlose Busfahrten ab. „Das ist nicht zu bezahlen“, sagte er kurz und knapp.

Leerstände in Lennep und Lüttringhausen: Die Grünen lehnen die Bebauung an der Knusthöhe ab. „Wir haben 8 % Leerstände. Die müssen neu renoviert, energetisch und zukunftsfähig gemacht werden“, sagte Ilka Bremer. Fritz Beinersdorf beklagte Entwicklungsideen. Sven Chudzinski konterte scharf: „Ich hab noch nie ein Antrag von Stamm und Beinersdorf zum Thema Leerstand gesehen“. Alexa Bell erinnerte an die Planungen in Zeiten von Fred Schulz. „Da warst du noch nicht hier“, sagte Bell zu Chudzinski. „Muss ich auch nicht wissen, ich schau in die Zukunft“, entgegnete der FDP-Politiker.

Abschließend konnten die Zuhörer Fragen stellen. Bernd Koch meldete sich zu Wort. „Ab welchem Alter stellen Sie persönlich politische Ämter in Frage“, fragte er in Anlehnung auf einen Artikel, „es geht doch um Qualität nicht um das Alter“. Gunther Brockmann wünscht sich, dass Firmen in Remscheid bleiben oder sich ansiedeln. „Aber es bringt nichts, die Grünflächen zuzuknallen“, sagte er. Es entstand eine konstruktive Diskussion über die Minderung der Gewerbesteuer, Ausgaben für das Freibad, antizyklische Investitionen und das DOC. Zum Abschluss entbrannte eine hitzige Diskussion über den geplanten Kreisverkehr Eisernstein.

Die Debatte

Insgesamt verlief die politische Debatte respektvoll und ruhig. Auffällig ruhig waren die Grünen und die FDP. Echt Remscheid, die Linken sowie WiR kritisierten meist, während SPD und CDU souverän und konstruktiv Rede und Antwort standen.

Achter Teil der Wahlprüfsteine: Das fordern die Parteien für eine bessere Freizeitgestaltung in Remscheid.

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