Lüttringhausen

Schlechte Ernte: Remscheider pressen weniger Äpfel zu Saft

Frank Ringel und Xenia Schötz vor der großen Saftpresse, in der das Obst auch zerkleinert und pasteurisiert wird. Foto: Michael Schütz
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Frank Ringel und Xenia Schötz vor der großen Saftpresse, in der das Obst auch zerkleinert und pasteurisiert wird.

Saftmobil machte Station in Lüttringhausen

Von Elisabeth Erbe

Remscheid. Sie sind seit neun Jahren in ganz Nordrhein-Westfalen unterwegs und machen aus Äpfeln und Birnen haltbaren Saft: Maritha Müllender-Rapp und Udo Rapp von der Mettmanner Mosterei sind auch in diesem Jahr wieder in ihrer Mission unterwegs – unter anderem auch mit einem Halt in Remscheid. Ihr Saftmobil stand am Sonntag auf dem Parkplatz der Stiftung Tannenhof in Lüttringhausen.

Jedes Jahr lädt der Arbeitskreis Obstwiesen Bergisches Städtedreieck das Saftmobil in die Stadt ein – normalerweise als Teil des Apfelfestes. Doch das musste in diesem Jahr wegen der Corona-Auflagen ausfallen.

Dennoch nutzten einige Bürger das Angebot und brachten ihre selbstgepflückten Äpfel und Birnen mit. Xenia Schötz beispielsweise kam extra aus Leichlingen nach Remscheid zum Parkplatz am Tannenhof, um 200 kg Äpfel und Birnen pressen zu lassen. „Die Blüte war schlecht in diesem Jahr. Wir haben sonst doppelt so viel Obst“, berichtet sie.

Auch Magdolna Broder wusste von einer schlechten Ernte zu berichten. Die Remscheiderin pflückte in dieser Saison 70 Kilogramm Äpfel und 40 Kilogramm Quitten. „Man kann ja nicht nur Apfelkuchen backen. Und weil in diesem Jahr viele Würmer in den Äpfeln waren, können wir das Obst nicht so gut lagern. Daraus wird jetzt Apfelsaft. Aber der ist nicht vegetarisch“, sagte Broder und schmunzelte.

Remscheid: 1,2 Tonnen Obst wurden auf dem Parkplatz zu Saft verarbeitet

Insgesamt wurden von Maritha Müllender-Rapp und Udo Rapp am Sonntag 1,2 Tonnen Obst zerkleinert, gepresst pasteurisiert und abgefüllt. Eine Kiste mit 5,5 Litern Saft kostet 5 Euro. „Eigentlich hab ich Zahntechniker gelernt. Jetzt bin ich in Rente und mit meiner Frau überall unterwegs“, sagte er. Die Nutzung des Saftmobils sei besonders für Privatpersonen von Vorteil.

„Die Qualität des Saftes ist so gut wie die Qualität der eigenen mitgebrachten Äpfel“, weiß der Arbeitskreis Obstwiesen, dessen Mitglieder mitgeholfen haben, die Äpfel in die große Presse zu füllen.

Wer den Termin verpasst hat, kann am Sonntag, 17. Oktober, nach Solingen in die Gesenkschmiede Henrichs fahren. Dort findet ein Apfelfest statt, an dem sich auch das Saftmobil von 11 bis 17 Uhr beteiligt. Weitere Informationen dazu gibt es im Internet.

www.bsmw.de.

www.mettmanner-mosterei.de

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