Politik

WiR schickt Roland Kirchner ins Rennen um das OB-Amt

Roland Kirchner geht bei der Kommunalwahl für die WiR ins Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters. Foto: Frank Michalczak
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Roland Kirchner geht bei der Kommunalwahl für die WiR ins Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters.
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Initiative stellt Weichen für Kommunalwahl am 13. September

Von Frank Michalczak

Seit Montagabend steht fest, dass Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) einen weiteren Herausforderer bei der Kommunalwahl am 13. September erhält: Die Wählergemeinschaft in Remscheid (WiR) schickt Roland Kirchner ins Rennen um das höchste Amt der Stadt, wie die Initiative bei einem Treffen im Leibniz-Gymnasium entschied. Der CDU-Kreisvorstand hatte bereits im Februar Ratsfrau Alexa Bell für die OB-Kandidatur nominiert.

Roland Kirchner verfügt über langjährige kommunalpolitische Erfahrungen. Von 2004 bis 2014 hatte er für die WiR einen Sitz im Stadtrat, aktuell wirkt er unter anderem in der Lenneper Bezirksvertretung mit. Der 58-Jährige setzt darauf, dass ihm möglichst viele Remscheider das Vertrauen schenken. „Denn Vertrauen ist wichtiger als jedes Wahlprogramm. Der persönliche Kontakt ist entscheidend“, erklärt der Kommunalpolitiker. Die WiR habe intensiv darüber diskutiert, ob es sinnvoll sei, einen eigenen OB-Kandidaten zu benennen. „Wir haben uns entschieden, dass dies sinnvoll ist – auch um unsere Unabhängigkeit zu unterstreichen“, begründet Roland Kirchner. Eine Wahlempfehlung für den Kandidaten einer Partei hätte es von der WiR nicht gegeben.

Die Wählerinitiative ist seit ihrer Gründung im Jahr 1999 im Rat vertreten. Vor sechs Jahren gelang ihr allerdings nur mit zwei Sitzen der Wiedereinzug. Seither bilden Waltraud Bodenstedt und Thomas Brützel die WiR-Gruppe, die immer wieder mit der vorherigen Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP zusammenarbeitete und mit ihr eine Mehrheit bildete. Als einen Erfolg wertet es Waltraud Bodenstedt, dass es der WiR gelungen sei, die Erhöhung der Grundsteuer B zeitlich zu befristen. „Ohne uns wäre die Rücknahme nicht möglich gewesen“, blickt sie zurück. Generell müsse es bei der politischen Arbeit um das Ringen um die besten Ideen gehen – losgelöst von Bündnispartnern. „Wir hätten auch gern mehr mit der CDU gemacht. Das hat sich leider nicht ergeben“, fügt Roland Kirchner hinzu.

Er führt auch die Liste der WiR für die Wahlen zum Stadtrat an. Hinter ihm rangieren Waltraud Bodenstedt, Thomas Brützel, Kai Gerber und Nina Garweg auf den weiteren Plätzen. Einige Schwerpunktthemen der WiR sollen unter anderem die Verlängerung der Balkantrasse von Lennep nach Lüttringhausen, eine nachhaltige Innenstadt-Entwicklung und die weitere Digitalisierung im Rathaus sein. „Wir verstehen uns nicht als Brüder und Schwestern der Verwaltung. Wir sind ihr Gegenüber“, beschreibt Roland Kirchner die Grundausrichtung der WiR, die auf konstruktive Kritik setze.

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