Mein Leben als Papa

Sankt Martin reitet wieder los – und niemand hat die Lampen an

Ein Martinsumzug, wie Hannes ihn sieht. So ein schönes Pferd hat sein Papa noch nie gemalt.
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Ein Martinsumzug, wie Hannes ihn sieht. So ein schönes Pferd hat sein Papa noch nie gemalt.
  • Gunnar Freudenberg
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RGA-Redakteur Gunnar Freudenberg erzählt vom Alltag mit seinen Söhnen Hannes (7) und Michel (4).

An Halloween scheiden sich die Geister. So sehr ich Hannes und Michel verstehe, dass sie der Spuk fasziniert – ich mag diesen Quatsch nicht. Will ich nicht. Gab es früher ja auch nicht, als ich noch klein war. Kinder und Jugendliche, die an Halloween vor der Tür stehen und „Süßes oder Saures“ schreien, müssen bei mir Martinslieder singen, wenn sie Süßigkeiten haben wollen. . .

Das Schöne: Bei Hannes und Michel spielt Halloween in diesem Jahr überhaupt keine Rolle. Sankt Martin steht viel höher im Kurs. Die Jungs malen tolle Bilder – und Hannes hat seiner nicht mal sechs Monate alten Cousine Leni sogar ganz alleine eine hübsche Affen-Laterne gebastelt. Noch dazu ist Sankt Martin im Kindergarten und in der Schule schon länger ein Thema. Ganz schön viele Termine stehen für uns in den nächsten Wochen an.

„Mein Leben als Papa“ gibt es als Buch für 12,90 Euro in den RGA-Geschäftsstellen, im Handel und im Internet:bergisch-bestes.de

Da ist zunächst einmal der Martinsumzug im Kindergarten. Mit den Erzieherinnen hat Michel schon eine Waschbär-Laterne gebastelt. Na ja, eigentlich hat er seiner Mama zugeschaut, wie sie die Laterne bastelt. Er hätte viel lieber draußen im Garten weitergetobt. Dafür mag er die Martinslieder und trällert sie zu Hause bei jeder Gelegenheit – mit leicht abgewandeltem Text: „Im Schnee da saß ein armer Mann, hatt' Kleider nicht, hatt' Lampen an.“ Dass beim Umzug im Kindergarten jemand die Lampe anhat, ist eher unwahrscheinlich. Glühwein gibt es nur ohne Alkohol, hat die Leiterin schon angekündigt.

Bei Hannes in der Schule gibt es keinen klassischen Umzug, sondern einen Martinsmarkt. Jede Klasse hat Weihnachtliches gebastelt und verkauft es an einem eigenen Stand. Federführend beim Basteln dabei: meine begabte Frau. Als generöser Papi werde ich Hannes natürlich trotzdem ganz viel abkaufen, um die Klassenkasse aufzufüllen.

Alle Teile von „Mein Leben als Papa“

Die dritte Veranstaltung führt uns zu Oma und Opa ins kleine Dörfchen an der Wupper. Dort ist der Laternenumzug noch ein echtes Ereignis mit großer Tradition. Erst wird Sankt Martin musikalisch gehuldigt, dann gibt es leckeres Essen bei meiner Schwiegermutter – 2022 allerdings ohne die berühmte Martinsgans. Die würde diesmal nämlich fast doppelt so viel kosten. Gans schön teuer! Pizza tut es ja auch mal. . .

Am eigentlichen Martinstag geht es dann beim Mätensingen in der Stadt von Geschäft zu Geschäft. Beliebte Anlaufstelle von Hannes und Michel: die Metzgerei, die Fleischwurstkringel verteilt. Süßes gibt es ja auch anschließend in der Nachbarschaft genug. Ich bin mir sicher, dass Helga, Zeliha, Luigi & Co. schon Vorräte eingekauft haben. Und dann wird brüderlich geteilt. Wie das zu Sankt Martin eben so üblich ist.

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