Räume sind kaum wiederzuerkennen

Sanierung von Schloss Burg geht in die heiße Phase

Alle historischen Ausstellungsstücke müssen raus: Mehr als 700 Kisten haben die Mitarbeiter des Schlossbauvereins um Museumsdirektor Gregor Ahlmann in dieser Woche gepackt. Foto: Tim Oelbermann
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Alle historischen Ausstellungsstücke müssen raus: Mehr als 700 Kisten haben die Mitarbeiter des Schlossbauvereins um Museumsdirektor Gregor Ahlmann in dieser Woche gepackt.

In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt.

Von Manuel Böhnke

Burg. Geöffnet hat Schloss Burg derzeit nicht. Von Ruhe kann auf dem Gelände dennoch keine Rede sein – im Gegenteil. In dieser Woche hat die entscheidende Phase der Sanierung des historischen Gemäuers begonnen. In den kommenden Jahren wird der Palas, also das Hauptgebäude mit Rittersaal, Kemenate und Burgkapelle, auf Vordermann gebracht.

Die Arbeiten an der Fassade haben bereits begonnen. Auch im Inneren soll es zeitnah losgehen. Um dafür die Voraussetzungen zu schaffen, hieß es für zwei Fachfirmen und die knapp 20 Mitarbeiter des Schlossbauvereins in dieser Woche: Kisten packen und Möbel schleppen. „Wir haben mehr als 700 Kartons gepackt“, erzählt Museumsdirektor Gregor Ahlmann.

„Wir haben mehr als 700 Kartons gepackt.“

Gregor Ahlmann, Museumsdirektor

Die Räume sind kaum wiederzuerkennen: Die Vitrinen haben die Helfer ebenso abgebaut wie die lange Tafel in der Kemenate. Wo früher mittelalterliche Gemächer nachgestellt waren, herrscht inzwischen das große Nichts. Der Palas muss leer sein, wenn die Arbeiten beginnen. Unter anderem erneuert werden die Böden, die Elektronik und die Heizungsanlage. Auch spielen eine bessere Einbruchsicherung und ein neues Kamerasystem eine Rolle. „Außerdem überarbeiten wir unser Museum vollständig“, erklärt Ahlmann. Gestaltung, Design und Inhalte für die Neuausrichtung stehen bereits fest, erklärt der Direktor. Was fehle, sei der Feinschliff. Dazu zählen unter anderem die Recherche und das Schreiben der Texte.

25 Millionen Euro sind für den gestarteten Bauabschnitt veranschlagt

Dafür bleibt den Mitarbeitern des Schlossbauvereins noch etwas Zeit. Drei Jahre nimmt die Sanierung mindestens in Anspruch. Spätestens 2025 sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein. 25 Millionen Euro sind Ahlmann zufolge für den nun gestarteten Bauabschnitt veranschlagt. Darin enthalten sind auch die Arbeiten im Außenbereich: Unter anderem schwindet die Mauer, die den Burg- vom Brunnenhof trennt. „Damit haben wir nach dem Umbau wieder einen großen Innenhof mit dem Bergfried in der Mitte“, erläutert Ahlmann.

Schloss Burg wird weiter saniert

Schloß Burg wird saniert
In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
Schloß Burg wird saniert
In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
Schloß Burg wird saniert
In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
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In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
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In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
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In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
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In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
Schloß Burg wird saniert
In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
Schloß Burg wird saniert
In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
Schloß Burg wird saniert
In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
Schloß Burg wird saniert
In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
Schloß Burg wird saniert
In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
Schloß Burg wird saniert
In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
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In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
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In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
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In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
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In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
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In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann
Schloß Burg wird saniert
In dieser Woche wurde das Hauptgebäude von Schloss Burg leer geräumt. © Tim Oelbermann

Trotz der umfangreichen Bauarbeiten möchte der Schlossbauverein bald wieder Besucher begrüßen. Denn während vor allem große Möbel bis zum Ende der Sanierung eingelagert und aufbereitet werden, finden einige Vitrinen und Exponate einen vorübergehenden Platz im bereits sanierten Grabentorhaus. Dort soll in den kommenden Wochen eine „temporäre Dauerausstellung entstehen. „Von unserem Kunsthandwerk, den Rüstungen und Waffen ist dort gut die Hälfte zu sehen“, überschlägt Gregor Ahlmann.

Der Schlossherr hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass zumindest die für August geplanten Veranstaltungen trotz der Corona-Pandemie stattfinden können. Vorgesehen sind unter anderem ein Märchen- und Sagenfest für Kinder und ein nostalgischer Jahrmarkt. Beide Veranstaltungen sollen wegen der Umbaumaßnahmen in und rund um Schloss Burg auf dem Sportplatz an der Talsperrenstraße stattfinden. Zudem sind während der Sanierung Events auf dem Parkplatz unmittelbar am Eingang von Schloss Burg angedacht. Ahlmann betont: „Die Events sind eine wesentliche Säule der Finanzierung des Schlossbauvereins.“

Kosten

Rund 32,5 Millionen Euro kostet die Sanierung von Schloss Burg insgesamt. Der größte Anteil stammt aus Fördertöpfen von Land und Bund. Als Bauherr bei der Maßnahme tritt die Stadt Solingen auf.

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