Stadtoberhäupter schreiben an Konzernchef

Wegen Kündigungen: Oberbürgermeister erhöhen den Druck auf Sana

Das Sana-Klinikum wurde Thema in der Politik. Foto: Roland Keusch
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Das Sana-Klinikum wurde Thema in der Politik.

Am morgigen Dienstag kommt der Aufsichtsrat der Sana-Klinikum Remscheid GmbH zu einer Sondersitzung zusammen.

Remscheid. Der Klinik-Konzern soll die angekündigten Kündigungen im Servicebereich erklären. Wie berichtet, sind bundesweit 1000 Mitarbeiter betroffen.

Remscheid: OB Mast-Weisz fordert Rücknahme der Kündigungen

Vor der Sitzung erhöhen die betroffenen Städte den Druck. Gemeinsam mit seinen Duisburger Amtskollegen Sören Link fordert Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, die Kündigungen zurückzunehmen. Neben Remscheid, wo nach Betriebsratsangaben zwischen 60 und 100 Beschäftigte ihren Job verlieren sollen, sind auch Duisburg und Düsseldorf betroffen. Mast-Weisz sucht deshalb den Schulterschluss.

Während aus Düsseldorf eine Antwort ausblieb, schrieben Mast-Weisz und Link (beide SPD) einen Brief an Sana-Chef Thomas Lemke. Er soll die Pläne zurücknehmen. Dazu wollen die Stadtoberhäupter wissen, wer die Arbeit der Mitarbeiter übernehmen soll. Schließlich bleiben die Aufgaben der Patientenbegleitung, des Hol- und Bringdiensts oder an der Information bestehen. Zudem wollen die Städte wissen, ob die Mitarbeiter in anderen Konzerntöchtern weiterbeschäftigt werden können. Kritik üben die Oberbürgermeister zudem an der Informationspolitik des Klinikkonzerns. „Wir erwarten eine frühzeitige Information über solche Schritte“, sagt Mast-Weisz. Er hatte von den Plänen per Zufall im Rathaus-Treppenhaus erfahren. -ric-

Artikel vom 7.5.2021

Sana: Remscheids Politiker setzen Zeichen gegen Kündigungen

Einige Mitarbeiter verlieren nach über 40 Jahren ihren Arbeitsplatz.

Remscheid. Ohne Gegenstimme verabschiedete der Haupt- und Finanzausschuss den Antrag eines breiten Parteienbündnisses, in dem die Ortspolitiker ihre Solidarität mit allen Beschäftigten am Sana-Klinikum bekunden – unabhängig davon, ob sie unmittelbar im Sana-Klinikum Remscheid oder einer externen Gesellschaft beschäftigt sind.

Der Antrag bezieht sich auf die „Diskussion, die uns auf sehr unangenehme Weise“ erreicht hat, wie OB Burkhard Mast-Weisz (SPD) erklärte.

„Ich bleibe dabei, das ist zynisch.“

OB Burkhard Mast-Weisz

„Es geht hier um die Kündigung von 60 bis 80 Leuten, und das in der dramatischen Situation einer Pandemie. Ich bleibe dabei, das ist zynisch.“

Das Parteienbündnis fordert die Geschäftsführung auf, zu den geplanten Veränderungen in den politischen Gremien der Stadt Stellung zu nehmen. Das hat Konzernbetriebsratsvorsitzende Gudrun Hedler bereits im Hauptausschuss am Donnerstagabend getan. Sie bedankte sich ausdrücklich dafür, „dass uns die Politik zur Seite steht“. Und sie verwies darauf, dass viele betroffene Kollegen schon vor Jahrzehnten bei den städtischen Krankenanstalten beschäftigt gewesen seien: „Manche verlieren nach über 40 Jahren ihren Arbeitsplatz.“ zak

Unsere bisherige Berichterstattung auf einen Blick: Kündigungen im Sana-Klinikum: Betriebsrat sammelt Unterschriften

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