Spender finanzieren Tony-Cragg-Skulptur

Lennep: So soll der Munsterplatz sauber bleiben

Der Munsterplatz soll neu gestaltet werden, die BV stimmte den ersten Entwürfen bereits zu. Foto: TBR
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Der Munsterplatz soll neu gestaltet werden, die BV stimmte den ersten Entwürfen bereits zu.

An der Tony-Cragg-Skulptur soll kein „Spontangrün“ wuchern. Bezirksvertretung Lennep stimmt Munsterplatz-Planungen zu.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Die Tony-Cragg-Skulptur auf dem Munsterplatz in Lennep darf aufgestellt werden, einstimmig erteilte die zuständige Bezirksvertretung (BV) die notwendige Genehmigung. Gleichzeitig deutete sich aber um die damit einhergehende Neugestaltung des Platzes und vor allem um dessen Pflege eine Diskussion an.

So regte insbesondere Jürgen Kucharczyk, Sprecher der SPD in der BV Lennep, an, den Platz und damit die Skulptur nachts zu beleuchten. Zudem sollen Schilder auf das touristische Highlight hinweisen. Und der stellvertretende Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) schlug vor, eine Plakette anzubringen, die auf die Spender Dr. Ingrid und Gerd-Hermann Lullic hinweist – falls diese das wollen.

Die einen nennen es Unkraut, die anderen „Spontangrün“

Zudem machten die Politiker deutlich, dass der neu gestaltete Platz samt Kunstwerk besonders gepflegt werden soll. „Da darf es nicht aussehen wie sonst überall“, formulierte es Kötter – auch mit Blick auf den Alten Markt, wo vor allem Unkraut, im Amtsdeutsch Spontangrün genannt, regelmäßig für Ärger sorgt. Und Kucharczyk sagte: „Wenn wir schon so ein Highlight in der Altstadt haben, muss auch gewährleistet sein, dass es drumherum ordentlich aussieht.“
Dazu auch: Tony-Cragg-Kunst kommt nach Lennep

Dabei fiel einigen Mitgliedern der BV insbesondere der vergleichsweise geringe Betrag von 650 Euro pro Jahr ins Auge, der in der Vorlage der Verwaltung als Unterhaltskosten angesetzt ist. Das sei „sehr human“, befand zum Beispiel Roland Kirchner (W.i.R): „Wenn man das zu dem Preis vernünftig hinbekommt, zahl ich das zukünftig für den Alten Markt.“ Falls nicht, brauche es für den Munsterplatz wohl auch mehr.

So soll der Munsterplatz künftig aussehen

Die bisherigen Planungen sehen vor, dass der Platz rund um die Skulptur, die das Ehepaar Lullic den Pilgerfreunden Lennep schenken will, komplett neu gestaltet wird. Vorgesehen sind Pflanzbeete, Bäume und Sitzmöglichkeiten. Auch die von vielen als störend empfundene Trafostation soll mit Pflanzen verdeckt werden.

Die derzeit dort vorhandenen Parkplätze sollen übrigens erhalten bleiben. Vorgesehen sind Baukosten von 446.250 Euro und 75.000 Planungskosten, der Baubeginn soll im kommenden Jahr erfolgen.

Das letzte Wort dazu spricht der Stadtrat, voraussichtlich am 9. Dezember. Die Bezirksvertretung Lennep gab in ihrer Vorberatung schon mal grünes Licht zu der bisherigen Planung, ergänzt um die Anregungen der Mitglieder. Und das einstimmig.

Damit stimmte auch Colin Cyrus (Linke) zu, der betonte, dass er sich auch ganz persönlich auf das Kunstwerk freue. Der aber auch auf die Umbaukosten hinwies: „Es verwundert schon, wie das Geld aus dem Hut gezaubert wird.“ Das gehe bei anderen Themen nicht so leicht. „Wenn wir Vorschläge im sozialen Bereich machen, wird immer auf die angespannte Haushaltslage der Stadt hingewiesen.“
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