Schützenplatz

Rumpelstil bindet Familien ein: Konzerterlebnis mit Ohrwürmern

Musiktheater auf dem Schützenplatz: Sängerin Blanche Elliz und ihre Bandkollegen banden die Besucher mit ein. Fotos: Doro Siewert
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Musiktheater auf dem Schützenplatz: Sängerin Blanche Elliz und ihre Bandkollegen banden die Besucher mit ein.

Open-air-Festival fortgesetzt - Musiktheater-Konzept hätte mehr Besucher verdient gehabt.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Gerade hatte es noch in Strömen geregnet, dennoch stapften Freitagabend kleine und große Musikfans zum Schützenplatz. In Gummistiefeln und Regencapes, mit Schirmen und mit Taschenlampen besuchten sie ein Konzert, das deutlich mehr Gäste verdient gehabt hätte. Lediglich 70 Eltern waren mit ihren Kindern zum Taschenlampenkonzert mit der Band Rumpelstil gekommen.

Seit 2001 spielen die Musiker aus Berlin zusammen und haben sich der Unterhaltung von Familien verschrieben - mit Lichtshow, Nebelmaschine und allem drum und dran. Manchmal präsentieren Rumpelstil bekannte Kinderlieder mit neuen Texten, teils sind es eigene Lieder, mit viel Witz, Klatsch- und Ohrwurmpotenzial. Alles ist darauf ausgelegt, dass auch die Kinder von Anfang an mitsingen und mit ihren Taschenlampen den Konzertsaal ausleuchten können.

Die Besucher hatten sichtlich Spaß.

Das feine Musiktheater auf dem Schützenplatz war Teil der Konzertreihe „Liebe & Musik“. Die Kinder ließen sich nicht lange bitten. Anfangs ein wenig zurückhaltend, änderte sich spätestens nach dem Rumpelstil-Klassiker, dem „Badewannenlied“, dass die Kinder mit einem gekonnten Schrei unterstützen durften, wenn das Krokodil reinkommt.

„Wir finden das Konzept toll und es ist amüsant.“

Martina Pohl, Besucherin

Auch die sechs Jahre alte Lavinja Vladic war zusammen mit Mama Nina dabei. „Ich mag den Hund am meisten“, meinte sie. Der Hund trägt den Namen Mambuso und ist fester Bestandteil der Rumpelstils. Stolz zeigte sie auch die beiden Taschenlampen, die Mama in der Tasche hatte. Lavinja macht selber Musik, berichtete ihre Mutter. „Mit ihrem Vater übt sie zuhause Keyboard und Ukulele zu spielen.“ Kurz nachdem der Hund Mambuso über die Bühne getanzt war, war es dunkel genug, um die Taschenlampen rauszuholen.

Blanche Elliz und Max Vonthien sangen den Kindern mehrfach das Lied vor und zeigten die Bewegungen, die mit den Leuchtmitteln gemacht werden, passend zum Text. Den Dreh hatte der Chor schnell raus, der Gesang klang gut und die Choreografie saß perfekt. „Okay, dann singen wir im Kanon weiter“, animierte Blanche mit einem Zwinkern und übernahm eine Gruppe, während Kollege Max die andere dirigierte. Die Remscheider Spatzen und Remscheider Nachtigalle gaben alles und zum Schluss sangen wieder alle zusammen.

Immer wieder wurden die Familien eingebunden und es wurde fleißig mit Taschenlampen geleuchtet. Auch Martina Pohl war mit ihrem Ehemann dabei. Sie fand die Idee interessant, wollte mehr erfahren und wurde nicht enttäuscht. „Wir haben keine Kinder, aber wir finden das Konzept trotzdem toll und es ist amüsant“, urteilte sie. Pohl findet es gut, dass eine Show nur für Kinder angeboten wird. Davon dürfe es in Zukunft durchaus mehr sein.

„Ich finde es auch gut, dass Remscheid endlich den Schützenplatz als richtigen Veranstaltungsort entdeckt hat“, fügte Martina Pohl hinzu mit Blick auf die kommenden Tage des Open Airs, das bis zum ausverkauften Finale am 8. September acht weitere Konzerte im Angebot hat.

Weitere Konzerte

Die Band Rumpelstil tourt mit dem Taschenlampenkonzert durch Deutschland und wird in NRW in Mönchengladbch (18.9.) zu sehen sein.

Tickets für „Liebe & Musik“ sind weiter unter www.remscheid-live.de erhältlich.

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