Rundgang

Rudelgucken zur Fußball-EM in Remscheid

Als die DFB-Elf trifft, fällt den Gästen im Rack n Roll auch wieder ein, worum es geht: Die Fußball-EM läuft. Foto: Doro Siewert
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Als die DFB-Elf trifft, fällt den Gästen im Rack n Roll auch wieder ein, worum es geht: Die Fußball-EM läuft.

Die Remscheider fieberten am Samstag beim zweiten EM-Gruppenspiel der DFB-Elf mit.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Lange waren Kneipen und Co. coronabedingt tabu – nun kommen niedrige Inzidenzen, Sonne und Fußball-EM nahezu zeitgleich daher. Da gerät sogar die Europameisterschaft fast zur Nebensache. „Überhaupt raus gehen zu können ist super, gefühlt ist Fußball da gerade auch etwas nebensächlicher“, sagt zum Beispiel Kevin Eßmeyer, der mit Freunden im Rack n Roll zum Rudelgucken ist. Das Billard Cafe ist bei dem Spiel Portugal gegen Deutschland gut besucht. Unter Einhaltung der Coronamaßnahmen versteht sich.

Tatsächlich sind mit Abstandsregeln, Maske und aus-reichender Lüftung durch offene Fenster und einem Luftfilter im Rack n Roll etwa 60 Gäste erlaubt. „Unter normalen Bedingungen wären zwischen 120 bis 200 Leute hier. Wäre das Public Viewing auf dem Rathausplatz, wären wir für die Party danach auch die erste Anlaufstelle“, sagt Inhaber Maximilian Süss. Seit jeher läuft in der Bar Fußball im Pay-TV und jetzt, da endlich wieder geöffnet werden durfte, kam das Rudelgucken wie gerufen, auch wenn sich sowohl Gäste als auch Gastronomen und Personal erstmal wieder an die neuen Freiheiten gewöhnen müssen.

„Beim ersten Spiel gegen Frankreich war es noch recht verhalten, aber das lag auch an dem späten Spiel unter der Woche“, sagt Süss. Doch der Fußball lockt nun auch andere Gäste an und zunächst scheint Fußball wirklich Nebensache zu sein. Beim Rückstand von 0:1 unterhält man sich doch lieber etwas mit den Tischnachbarn. Das ändert sich aber schlagartig, als die DFB-Elf zweimal trifft. Plötzlich merkt man doch, dass es gerade um die Europameisterschaft geht.

Auch bei Diddi im Gartenheim Kremenholl fiebern die Gäste gespannt mit der deutschen Nationalmannschaft, genießen aber gleichzeitig das Gefühl, wieder entspannt beisammen zu sein. Am Kremenholl läuft alles in kleinen Schritten an, auch dort muss man sich langsam wieder einfinden. Dieter „Diddi“ Hemkemeyer hat deswegen derzeit nur am Wochenende geöffnet.

„Die Gäste sind noch vor-sichtig, aber man merkt, dass sie lockerer werden. Unter der Woche lohnt sich die Öffnung aber noch nicht“, erklärt er. Bei ihm haben durch Corona im Innenraum der Gaststätte etwa 25 Personen Platz. Rudelgucken oder Dartsturniere finden aufgrund der Pandemie auch nur mit Anmeldung, Nachverfolgung und reichlich Abstand statt. Nicht wegen Fußball, aber wegen der Gesellschaft ist Szilvia Gyürki-Kiss mit ihrem Freund in der Kneipe. „Man kann ja sonst nix machen“, sagt sie.

Es steckt viel Herzblut in der kleinen Kneipe, die Gäste aller Generationen anzieht. Mit guter Laune schauen sie gebannt auf die Leinwand und scheuchen den Wirt zwischendurch lachend raus. Denn alle Tore sind nur gefallen, wenn Diddi sich im Außenbereich aufgehalten hat. Gelohnt hat es sich aber bei dem Endergebnis 2:4 für Deutschland und das wurde auch ausgiebig gefeiert.

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