Sanierung

RTV macht Immobilie fit für die Zukunft

Vor der Judohalle im Souterrain der RTV-Halle: (v.l.) Lutz Pflugrad, Thomas Bieler und Daniela Gradante in der Baustelle.
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Vor der Judohalle im Souterrain der RTV-Halle: (v.l.) Lutz Pflugrad, Thomas Bieler und Daniela Gradante in der Baustelle.
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Sportverein saniert und renoviert sein Eigentum mit Hilfe des Landesprogramms „Moderne Sportstätte“.

Von Andreas Weber

Remscheid. Der RTV bringt sein Vereinseigentum gründlich auf Vordermann. In drei Schritten wird die Immobilie an der Theodor-Körner-Straße fit für die kommenden ein, zwei Jahrzehnte gemacht. Das Landesprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ macht es möglich. 1,5 Millionen Euro erhielten die hiesigen Vereine mit Immobilienbesitz, insgesamt 300 000 Euro kann der Großverein für sein Innenstadt-Domizil in drei Jahren abrufen.

Den größten Batzen setzte der Turnverein 2021 mit insgesamt 170 000 Euro ein. Investiert wurde in die Sanierung der beiden Sporthallen (27 x 20 und 20 x 10 Meter) mit neuen Böden, Prallschutz und neuen Heizkörpern. 50 000 Euro steuerte der Club aus eigenen Mitteln bei, die Förderung betrug 85 Prozent für den sportlichen Bereich, 65 Prozent für die Gebäudeinfrastruktur. Momentan ist der Vereinskomplex zwischen Hindenburg- und Carl-Friederichs-Straße wieder eine Baustelle.

Tranche 2 wurde in den Ferien weitestgehend abgeschlossen. 98 000 Euro waren beantragt unter anderem für eine Investition in die Judo-Halle im Erdgeschoss. Diese benötigt insbesondere eine vernünftige Lüftung. Allein die Fenster auf Kipp zu stellen, reicht nicht aus. Zwei Kompaktgeräte, unter der Decke angebracht, sollen angenehmen Luftaustausch garantieren. „Damit es bei den Kampfsportlern nach einem schweißtreibenden Training nicht mehr so riecht wie im Pumakäfig“, meint Sportkoordinatorin Daniela Gradante.

RTV: Umkleidebänke haben Lieferverzögerungen - die alten müssen weiter herhalten

Die Teile, die mit Installation um die 30 000 Euro kosten, sollen im November geliefert werden. Verschönert werden zurzeit Flure, Treppenhäuser, WCs und Umkleiden. In allen Etagen wird zudem ein einheitlicher Designboden (PVC-Planken) in gemaserter Holzoptik verlegt. Die Außenfassade, vor allem an der Wetterseite zur Theodor-Körner-Straße, wird ebenso angepackt. Zu spüren bekommt der RTV die Materialknappheit. Bei der Lieferzeit für die Umkleidebänke tritt eine erhebliche Verzögerung ein. Vorsichtshalber wurden die alten erst einmal behalten.

Erst im Mai kam der Zuwendungsbescheid. Der altersmäßig gut durchmischte Vorstand um den Vorsitzenden Thomas Bieler und Gebäudemanager Lutz Pflugrad hatte zuvor auf heißen Kohlen gesessen. In der Kürze der Zeit, Handwerker organisieren zu müssen, erwies sich als sportliche Aufgabe. Über den Odenthaler Generalunternehmer Vopro gelang es, die Arbeiten am 11. Juli zu starten. Die Zeit drängte. Und der Plan wurde eingehalten. Alle drei Hallen sind wieder offen, nur die neuen Böden im Haus sind noch nicht verlegt. Seit Schuljahresbeginn kann der unmittelbare Nachbar, das Gertrud-Bäumer-Gymnasium, das einen direkten Zugang in die Theodor-Körner-Straße 6 hat, täglich wochentags bis 15 Uhr Sport beim RTV treiben.

Neben Pächter Maximilian Süß im „Löf“, dem Vereinsheim, fließen durch den Schulsport über die Stadt willkommene Mieteinnahmen in die Kasse. Obwohl die Eigenanteile bei Sanierung und Renovierung Löcher reißen, ist die Finanzlage des RTV erfreulich stabil. Und sie würde es erlauben, in Bauabschnitt Nr. 3 nächstes Jahr in energetische Sanierung zu investieren. So ist die Warmwasseraufbereitung funktionstüchtig, aber überdimensioniert. Überlegt wird, Photovoltaik oder Solarthermie auf dem Dach zu installieren.

1550 Mitglieder zählt der neben der LTG und RSV größte Sportverein in Remscheid. In 20 Abteilungen wird Sport betrieben. Erweiterungen sind gewünscht. 2021 kam zum Beispiel Basketball hinzu. Immer wieder werden neue Kurse ausgepackt. Nach den Ferien beginnt Daniela Aydin mit „Fit für die Schule“ und arbeitet bei 4- bis 7-Jährigen Bewegungsdefizite auf, Diana Czpakowski bringt „Babys in Bewegung“ mit zwei Angeboten für 3 bis 7 Monate und 7 bis 12 Monate alte Kleinkinder.

Für 140 Euro Beitrag im Jahr sind die Möglichkeiten vielfältig. „Theoretisch können Eltern ihre Kinder montags bis sonntags zu uns schicken“, sagt Gradante.

Abgänge wurden alle kompensiert

300 Abmeldungen verzeichnete der RTV in zwei Jahren Corona. „Was im Rahmen liegt. Normalerweise haben wir jährlich 100 bis 150 Abgänge, nur während der Pandemie konnten wir dies nicht kompensieren. Der Gegenpol mit den Neuanmeldungen fehlte, die in der Regel ähnlich hoch sind“, meint Daniela Gradante. Seit der Sportbetrieb wieder normal läuft, stieg die Mitgliederzahl auf das gewohnte Niveau.

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