Respiratorisches Synzytial-Virus

RS-Virus: So ist die Situation in der Kinderklinik in Remscheid

Dr. Felix Knirsch ist leitender Oberarzt der Kinderklinik.
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Dr. Felix Knirsch ist leitender Oberarzt der Kinderklinik.
  • Axel Richter
    VonAxel Richter
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Täglich kommen zwei bis drei kleine Patienten mit dem RS-Virus ins Krankenhaus in Remscheid. Hinzu kommen weitere saisonale Erreger bei den Kindern.

Remscheid. Die gute Nachricht: „Die Welle hat ihren Zenit überschritten“, schätzt Dr. Felix Knirsch, leitender Oberarzt an der Kinderklinik des Sana-Klinikums. Der viel zitierte Erreger mit dem Bombastnamen Respiratorisches Synzytial-Virus, kurz RSV, der bei Kindern bis zu drei Jahren zu schweren Krankheitsverläufen führen kann, habe an Tempo eingebüßt. Dennoch, und das ist die weniger gute Nachricht: Aktuell nimmt das Krankenhaus an der Burger Straße täglich zwei bis drei Kinder mit RSV stationär auf.

Es ist also voll auf der kleinen Station des Sana-Klinikums. Und auf der Notfallambulanz nicht minder. Denn neben dem RS-Virus sorgen auch Parainfluenzaviren, Rhinoviren und andere Erreger für Husten, Halsweh und Schnupfen, oft haben die Kinder auch Fieber. Dennoch beruhigen die Ärzte: Von den 28 Betten, die die Kinderklinik vorhält, seien längst nicht alle belegt. Während andere Kliniken im Land Alarm schlagen, zeigen sich die Ärzte in Remscheid deshalb entspannt.

Das Masketragen, die Schließung von Kindergärten und Schulen und alle weiteren Maßnahmen zur Verringerung des Infektionsrisikos mit Sars-CoV-2 sieht der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin als eine mögliche Ursache für die aktuelle Welle grippaler Infekte. „Die Schutzmaßnahmen haben das Immunsystem weniger gefordert und trainiert“, sagt Knirsch. Einerseits.

Andererseits „bekommen wir es im Winter regelmäßig mit vielen Erkrankungen der oberen Atemwege zu tun“, erklärt der Kinderarzt. Alle zwei Jahre wachse die Erkältungswelle besonders an. Insbesondere das bekannte RS-Virus verbreite sich dann besonders schnell. Doch, hält Knirsch fest und beruhigt: Sana sei darauf eingestellt und die Kinderklinik weiterhin aufnahmefähig.

Was Eltern tun können, um ihre Kinder zu schützen? Sie viel frische Luft tanken lassen. „Meine Kinder schlafen nach wie vor bei geöffnetem Fenster“, sagt Knirsch. Zudem sollten sie viel trinken, um die Schleimhäute feucht zu halten. Der Kontakt zu anderen stärke das Immunsystem. Wenn das Kind es dann doch erwischt habe, helfen Medikamente. Doch nicht jede Erkältung brauche einen Arzt, um auskuriert zu werden. Es lohne sich, auf die Selbstheilungskräfte zu vertrauen, sagt Dr. Knirsch. Dabei helfen kalte Wickel. „Und dazu Luft, Liebe und Geduld.“

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