Häuser hoffen auf den September

Rotary-Club gibt Kulturstätten Rückenwind für den Neustart

Rotary-Präsident Dr. Roman Diederichs mit Claudia Sowa (WTT), Alexander Schmidt (Rotationstheater), Andrea Preker und Wolfgang Moritz (beide Klosterkirche, v. l.) trafen sich gestern in Lennep. Foto: Michael Schütz
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Rotary-Präsident Dr. Roman Diederichs mit Claudia Sowa (WTT), Alexander Schmidt (Rotationstheater), Andrea Preker und Wolfgang Moritz (beide Klosterkirche, v. l.) trafen sich am Freitag in Lennep.

Serviceclub schüttet insgesamt 20 000 Euro an Klosterkirche, Rotationstheater und WTT aus.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Für das Westdeutsche Tourneetheater (WTT) ist die Corona-Pandemie die größte Krise in seiner 70-jährigen Geschichte. „Und wir haben schon einige gemeistert“, sagt Intendantin Claudia Sowa. 71 000 Euro beträgt das Defizit für 2020, bei der Klosterkirche sind es sogar 80 000 Euro. Rund 40 000 Euro Verlust hat das Rotationstheater zu verkraften. Und dennoch arbeiten die Kulturschaffenden auch hinter verschlossenen Türen weiter und geben nicht auf, um das facettenreiche Kulturangebot Remscheids aufrechtzuerhalten. Sie alle hoffen nun auf den Neustart mit der neuen Spielzeit im September.

Rückenwind dafür gibt es vom Rotary-Club Remscheid-Lennep. Dieser unterstützt die drei Kulturstätten mit insgesamt 20 000 Euro. 10 000 gehen an die Klosterkirche, jeweils 5000 Euro an WTT und Rotationstheater. „Wir bedanken uns bei Ihnen und freuen uns noch mehr, dass Sie nicht nur bedauern oder aus Fenstern klatschen, sondern dies auch in anderer Form würdigen“, sagte Wolfgang Moritz, Vorsitzender des Klosterkirchen-Trägervereins, an den Rotary-Präsidenten Dr. Roman Diederichs gewandt und sprach damit auch für Claudia Sowa und David Schmidt. Das WTT möchte das Geld in den neuen Leseclub und in ein Demokratie-Projekt mit der Nelson-Mandela-Schule investieren.

Rotary-Präsident Dr. Roman Diederichs, gerade mal seit Donnerstag im Amt, unterstrich beim Treffen in der Klosterschänke die Bedeutung der Kulturstätten, die er künftig auch selbst regelmäßig mit seinen Clubfreunden besuchen möchte. Denn sein Thema laute „nachhaltige Freundschaft“.

Die Rotarier setzten sich seit jeher auch für die Kultur ein. In Coronazeiten sei es dem Serviceclub aber ein besonderes Anliegen. „Wir haben geschaut, was durch Corona in eine Notlage geraten ist und wo wir helfen können. Daher haben wir ein ganzes Bündel an Maßnahmen beschlossen – und sehen einen großen Punkt in der Kultur“, erklärte Diederichs. Denn vor allem in diesem Bereich gebe es seit einem Jahr existenzielle Nöte. Was die Kulturmacher nur bestätigen konnten. Alle drei haben auch Mittel aus dem „Notfallfonds Kultur“ 2020 der Stadt erhalten.

Nun hoffen WTT, Klosterkirche und Rotationstheater auf einen guten Neustart, auch wenn die Zahl der zulässigen Besucher auch dann vermutlich noch beschränkt sein wird. „Wir müssen den Menschen die Ängste nehmen, sie begeistern. Das ist eine Mammutaufgabe, aber ich bin optimistisch, dass wir es schaffen“, sagte David Schmidt, wenngleich die aktuelle Zeit sehr herausfordernd sei. Wie sich das Publikum verhalten werde, sei schwer einzuschätzen, sagte Claudia Sowa. „Es gibt durchaus viele, die kulturhungrig sind, aber viele sind auch ängstlich geworden.“ Alle Kulturmacher versicherten: Gäste sind bei ihnen sicher. Dafür haben die Häuser die spielfreie Zeit genutzt und kräftig investiert. Die Klosterkirche hat unter anderem eine neue Lichtanlage, das Rotationstheater eine Belüftungsanlage mit Frischluft. „Alles ist vorbereitet für den Neustart Kultur“, sagte Moritz.

Michael Birker sprach auf einer virtuellen Pressekonferenz erstmals über den Digitalisierungspreis der Rotarier für Schulen.

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