12.500 Besucher

Röntgen-Museum könnte mehr Besucher gar nicht bewältigen

Hat jegliche Werbung gestoppt: Dr. Uwe Busch. Foto: Michael Sieber
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Hat jegliche Werbung gestoppt: Dr. Uwe Busch.
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Zahlen müssen auf hohem Niveau stagnieren, weil Personal knapp ist.

Von Thomas Wintgen

Im vergangenen Jahr haben rund 12.500 Menschen das Röntgen-Museum besucht – so viele wie 2016. Es gab fast 350 Führungen getreu der Erfahrung, dass das Gros der Besucher in Gruppen kommt und eine Betreuung in Anspruch nehmen möchte. Das sagte Dr. Uwe Busch, Direktor des Museums, im Kulturausschuss auf Nachfrage von Beatrice Schlieper (Grüne).

Busch hatte im Bericht über das vergangene Geschäftsjahr bedauert, dass „auch 2017 leider zahlreiche Führungs-Wünsche aufgrund fehlenden Fachpersonals nicht durchgeführt werden konnten“. Erfreulich sei hingegen weiterhin die Annahme des neuen Schülerröntgenlabors (Rölab). 2017 haben 86 Schulklassen mit 1237 Schülern die Angebote genutzt – gegenüber 49 Klassen mit 1016 Schülern im Jahr zuvor.

Konsequenz der Knappheit bei Führungen sei, dass „wir zurzeit keine Werbung machen“ – zumal die personellen Ressourcen natürlich für das Rölab knapp seien. Ausschussvorsitzender Karl-Heinz Humpert (CDU) erinnerte Busch daran, dass seine Stelle – er war zu Zeiten von Museumsdirektor Uwe Hennig (bis 2015) dessen Stellvertreter – bei seinem Wechsel auf den Chefposten eingespart worden war. Der Personalbestand im Museum ist seither stabil wenig: Es gibt zwei Vollzeitstellen (Leitung und Technik), zwei Teilzeitstellen (Verwaltung, Archiv) und eine Volontariatsstelle.

„Die generelle Personalsituation bei den geringfügig beschäftigten Mitarbeitern sei gekennzeichnet von einer großen Fluktuation. Busch: „Eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Angebote und Leistungen ist damit nicht zu realisieren.“

Außerschulisches Lernen und zwei Jubiläen in 2020

Und doch ist das Museum gerade bestrebt, sich zu einem Zentrum für außerschulisches Lernen zu entwickeln. Mit dem Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) entwickelt man bis zu den Sommerferien ein E-Learning-Programm. Dabei bereiten Gruppen oder Klassen ein Projekt in der Schule vor, kommen ins Museum, führen Versuchsreihen durch und werten diese abschließend wieder in der Schule aus. „Damit wollen wir viele weitere Schulen ansprechen und sehen eine Marktlücke“, sagte Busch.

Im Übrigen stehen im Jahr 2020 gleich zwei Jubiläen auf dem Programm: Am 27. März feiert man den 175. Geburtstag von Wilhelm Conrad Röntgen; am 8. November vor 125 Jahren hat er die Röntgen-Strahlen entdeckt.

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