Röntgen-Museum gibt interessante Einblicke in die Welt der Teilchenphysik

Gestern wurde die Ausstellung "Die Weltmaschine" eröffnet, hier ein Atlas-Detektor (v.l.): Karl Heinz Humpert, Prof.Dr.Michael Scheffel, Prof. Dr. Helmut Dosch, Prof. Dr. Robert Harlander, Prof. Peter Mettig, Uwe Busch.
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Gestern wurde die Ausstellung "Die Weltmaschine" eröffnet, hier ein Atlas-Detektor (v.l.): Karl Heinz Humpert, Prof.Dr.Michael Scheffel, Prof. Dr. Helmut Dosch, Prof. Dr. Robert Harlander, Prof. Peter Mettig, Uwe Busch.

Remscheid. Was haben ganz normale Kunststoffbälle, mit denen sonst wohl nur Kinder spielen, mit dem Universum zu tun? Die Antwort darauf gibt die gestern eröffnete Sonderausstellung "Die Weltmaschine" im Deutschen Röntgen-Museum. Das Bällebad ist ein Anschauungsobjekt, um Laien die unheimlich spannenende und zugleich komplexe Welt der Teilchenphysik näherzubringen.

Der Besucher kann sich an einem Teilchenbeschleuniger versuchen

Physiker aus der ganzen Welt versuchen am Forschungszentrum CERN in Genf seit einigen Jahren in einem riesigen Experiment mit einem Teilchenbeschleuniger, dem Large Hadron Collider (LHC), den Urknall zu simulieren. Sie hoffen, dadurch klären zu können, woraus das Universum besteht und woher die Masse kommt. Die Ausstellung mit Erklärtafeln und Exponaten, auch zum Ausprobieren, gibt Einblicke in diese spannende Arbeit - zum Beispiel mit dem Bällebad.

Ein anderes Objekt ist eine Glaskugel mit zuckenden Blitzen in Blau und Pink. Wer die Hand auf die Kugel legt, zieht diese Fäden magisch an. Die Blitze werden durch Spannung, Gas und eine Elektrode erzeugt. An einer anderen Station kann sich der Museumsbesucher an einem Teilchenbeschleuniger versuchen.

Das Röntgen-Museum wolle mit dieser Ausstellung vor allem Nicht-Physiker erreichen - schwerpunktmäßig Schulklassen, erklärt der stellvertretende Leiter, Dr. Uwe Busch. "Man muss sich einfach auf Physik einlassen." Und sich auch Zeit nehmen, um die erklärenden Plakate zu lesen. Hilfestellung geben an bestimmten Tagen auch richtige Experten von der Bergischen Universität. Denn die Sonderausstellung ist eine Kooperation zwischen der Hochschule und dem Museum, das dafür eigentlich kein Budget hat. Busch: "Wir haben das ausschließlich über Spenden finanziert."

Rund um die Ausstellung, die bis zum 28. Oktober in Lennep bleibt und laut Busch "hier nicht mehr so schnell zu sehen sein wird", haben die Verantwortlichen ein Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen und einem Schulwettbewerb gestrickt.

Die erste Aktion ist bereits morgen, 23. Juni. Es gibt einen Vortrag mit Führung jeweils um 14, 15, 16 und 17 Uhr. Das komplette Programm steht im Netz unter www.weltmaschine.de/roentgenmuseum.

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