Kulturstätte erreicht so mehr Gäste

Röntgen-Museum baut digitale Angebote weiter aus

Die Teilnehmerinnen erforschten, ob Zitronen Strom leiten. Foto: Deutsches Röntgen-Museum
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Die Teilnehmerinnen erforschten, ob Zitronen Strom leiten.

CDU fordert mehr Online-Kurse für Kinder und Jugendliche in der Pandemie.

Von Melissa Wienzek

Mit ihren Überraschungspaketen aus dem Deutschen Röntgen-Museum saßen die 20 Mädchen in ganz Deutschland zu Hause vor ihren Computern und forschten gemeinsam zu Röntgenröhren & Co. Sie besuchten digital die Glasbläserwerkstatt von Anja Reynolds in Eggenstein-Leopoldshafen, bauten daheim eigene Elektromotoren und konnten gruppenweise herausfinden, ob durch Zitronen eigentlich Strom fließt. Der bundesweite „Girls’ Day“ lief dieses Mal erstmalig als digitaler Workshop via Zoom – ein voller Erfolg, wie die stellvertretende Museumsleiterin Birgit Dömling sagt. 96 Prozent der Mädchen gaben im Anschluss an den Online-Kurs an, das Format auf jeden Fall noch einmal zu buchen. „Eine Mutter schrieb uns, der digitale Workshop sei eine echte Bereicherung in der Pandemie gewesen“, freut sich Dömling. Vorab hatte das Team Experimentierpakete unter anderem mit UV-Licht, Polarisationsfilter und Haribo verschickt. „Das hat uns einiges gekostet, aber der Aufwand hat sich gelohnt.“

Das Lenneper Museum möchte die digitalen Angebote nicht nur beibehalten, sondern ausbauen. „Wir erreichen so Zielgruppen, die wir sonst nicht erreichen“, betont Dömling. So auch bei den digitalen Führungen durchs Museum. Nun könne sich jeder auf der ganzen Welt zuschalten und in Pandemiezeiten das Haus erkunden – was auch bei Mitgliedern der Deutschen Röntgengesellschaft zuletzt gefragt war, sagt Direktor Dr. Uwe Busch.

Aktuell arbeitet das Team an einem digitalen Konzept für den Internationalen Museumstag am 15. Mai. Zudem werden bald die nächsten Termine für digitale Führungen bekanntgegeben. Und auch der „Tag der Physik“ im September soll als Hybridveranstaltung laufen.

Die CDU lobt die digitalen Angebote des Röntgen-Museums – und fordert gleichzeitig weitere Online-Angebote für Remscheider Kinder und Jugendliche in Pandemiezeiten. Die Stadt möge prüfen, was aktuell machbar sei. „Kulturelle Online-Formate sind eine schöne Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen ein wenig Normalität zu verschaffen, sie zu bilden, zu unterhalten, abzulenken und zu erfreuen“, heißt es in dem Antrag der Christdemokraten für den Kulturausschuss am 18. Mai. Die CDU-Fraktion könnte sich beispielsweise ein Online-Jugendtheater, Vorlesetage in der Bücherei, Online-Kinderkonzerte und vieles mehr vorstellen.

roentgenmuseum.de

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