Röntgen-Buch führt zu 50 Erlebnisorten

Dr. Uwe Busch ist Direktor des Röntgen-Museums – und Autor einiger Publikationen. Foto: Roland Keusch
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Dr. Uwe Busch ist Direktor des Röntgen-Museums – und Autor einiger Publikationen. Foto: Roland Keusch

Mitherausgeber ist Dr. Uwe Busch

Von Melissa Wienzek

In Wilhelm Conrad Röntgens Schuhen wandern – das kann ab sofort jeder. Das neue Buch „Wilhelm Conrad Röntgen – den X-Strahlen auf der Spur“ von Museumsdirektor Dr. Uwe Busch und Wilfried Rosendahl führt an 50 Orte, an denen der gebürtige Lenneper und erste Physiknobelpreisträger gelebt, geliebt und gewirkt hat. Es gibt Stätten zu entdecken, Geschichtliches und Erstaunliches zu erfahren – nämlich, wo und wie die alles verändernden Strahlen, die Röntgen vor 125 Jahren entdeckte, in Deutschland und den Nachbarländern eingesetzt werden. Oder wie der berühmte Wissenschaftler in der Kunst abgebildet wird. Ziehen Sie die Wanderschuhe an begeben Sie sich mit auf Röntgen-Tour.

Lennep: Natürlich darf die Geburtsstadt Wilhelm Conrad Röntgens nicht fehlen. Am Gänsemarkt erblickte er vor 175 Jahren das Licht der Welt. Hier steht sein Geburtshaus, das die Eigentümerin, die Deutsche Röntgengesellschaft, aufwendig sanieren ließ. Wie sich das besondere Haus im Laufe der Zeit gewandelt hat, erfahren die Leser. Ebenso, was es mit dem Röntgen-Denkmal auf sich hat. Wussten Sie eigentlich, wie die Statue heißt?

Apeldoorn: Als Röntgen drei Jahre alt war, zog die Familie zu Verwandten nach Apeldoorn in die Niederlande. Das „Röntgenhuis“ in der Dorpstraat 171 (ab 1917 Hoofdstraat) ist heute durch zahlreiche Umbauten nicht mehr in seiner ursprünglichen Architektur zu erkennen. Wer dort hinreist, kann aber in einem gastronomischen Betrieb Platz nehmen.

Zürich: Eine Begegnung fürs Leben hatte der junge Student Röntgen in Zürich in der Schweiz. Hier machte er nicht nur seine ersten erfolgreichen Schritte in der Wissenschaft, sondern in der „Wirtschaft zum Grünen Glas“ begegnete er seiner späteren Frau Anna Bertha. Beim Schlittschuhlaufen soll der Funke dann übergesprungen sein. . . 1977 kaufte die Zunft Riesbach die Liegenschaften. Es hat einen schönen Altstadtgarten.

Gießen: Drei Umzüge in sechs Jahren: Röntgen lebte ein bewegtes Leben in Gießen. Zum Sommersemester 1879 wurde der damals 34-Jährige als ordentlicher Professor der Physik an der Universität Gießen angestellt. Das Gehalt: 5000 Mark. 1879 zogen übrigens auch Röntgens Eltern nach Gießen. Hier befindet sich auch das Familiengrab.

Würzburg: In seinem Labor am Physikalischen Institut der Universität Würzburg gelang dem 50-Jährigen am Abend des 8. November 1895 der Coup: Er machte das Unsichtbare sichtbar. Per Zufall stieß er auf die Strahlen, die später nach ihm benannt wurden. In Würzburg gibt es eine Gedächtnisstätte.

Routentipps: Im März 1900 entschlossen sich die Röntgens, vor ihrem Umzug nach München die Umgebung von Würzburg per Kutsche zu erkunden. Marcel Michels stellt die Abschiedstour vor: Mit dem Fahrrad schafft man es in einem Tag. So gibt es übrigens auch einen Reisetipp für die Route Appenzeller Land, Vorarlberg, Vinschgau und Engadin. Oder wie wäre es mit einer anspruchsvollen Wandertour von Pontresina nach Muottas Muragl? Hier fühlte sich der passionierte Wanderer Röntgen zu Hause. Das beweisen auch seine vielen Fotografien. – schön zu sehen im Deutschen Röntgen-Museum in Lennep.

Das Buch

Dr. Uwe Busch und Wilfried Rosendahl, „Wilhelm Conrad Röntgen – den X-Strahlen auf der Spur“, 136 Seiten, Nünnerich-Asmus Verlag, ISBN 978-3-96176-137-1; 18 Euro

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