Röntgen-Museum

Auf Fingerdruck wird der Hähnchenflügel durchleuchtet

RöLab-Leiterin Anna Kätker (l.) erklärt Dr. Britta und Dr. Peter Wurm den Multitouchtisch. Im Hintergrund zu sehen: (v. l.) Dr. Uwe Busch, OB Burkhard Mast-Weisz, Prof. Dr. Ulrich Mödder und Andreas Otto. Foto: Roland Keusch
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RöLab-Leiterin Anna Kätker (l.) erklärt Dr. Britta und Dr. Peter Wurm den Multitouchtisch. Im Hintergrund zu sehen: (v. l.) Dr. Uwe Busch, OB Burkhard Mast-Weisz, Prof. Dr. Ulrich Mödder und Andreas Otto.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Die Wurm-Stiftung finanziert ein interaktives Exponat für das RöLab im Deutschen Röntgen-Museum. Es macht die verschiedenen Lichtbereiche sichtbar.

Remscheid. Wie sieht wohl ein Toaster unter UV-Strahlen, ein Turnschuh unter Röntgenstrahlen oder Hähnchenflügel unter Infrarot aus? Antworten auf diese Frage liefert das neue interaktive Exponat im Röntgen-Labor (RöLab) des Deutschen Röntgen-Museums. Zwei 55-Zoll-Touchscreens mit 4-K-Auflösung machen das elektromagnetische Spektrum ab sofort auf intuitive Weise erfahrbar. Möglich macht das die Britta und Peter Wurm-Stiftung. Das Remscheider Ehepaar förderte das digitale Exponat, das extra aus Amerika eingeflogen wurde, mit 40 000 Euro.

Die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums holte es in Frankfurt ab. „Ich möchte euch beiden danken, das Exponat trägt zur Attraktivität dieses Lern- und Bildungsortes bei“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gestern an Britta und Peter Wurm gewandt. „Und es unterstreicht den Wert der Einrichtung.“ Auch Prof. Dr. Ulrich Mödder, Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde und Förderer, ist begeistert vom interaktiven Objekt. „Es wird für ein Leuchten in den Augen der Kinder sorgen.“ Britta und Peter Wurm sehen das Geld im RöLab gut angelegt. „Das schönste Geschenk nutzt aber nichts, wenn man nicht weiß, wie man damit umzugehen hat. Das hochmotivierte Team wird es den Schülern sicher mit viel Spaß näherbringen“, sagte Dr. Britta Wurm.

Um was für ein Exponat handelt es sich?

An dem neuen Pano-Dual-Multitouchtisch können die Nutzer 20 Objekte betrachten – vom Turnschuh über die Kaffeetasse bis hin zur Milchstraße und der Sonne. Dabei kann der Nutzer das Objekt mit dem Finger über die verschiedenen Lichtbereiche ziehen – von Radiowellen bis zur Gammastrahlung. Und sehen, wie sich das Objekt verwandelt. Dazu gibt es Erklärungen. „Man findet eigentlich immer wieder etwas Neues“, ist RöLab-Leiterin Anna Kätker begeistert vom Exponat. „Es deckt die Themenbereiche im RöLab perfekt ab. Zudem gibt es bislang wenig zu den elektromagnetischen Wellen in unserer Ausstellung.“ Der interaktive Tisch kann darüber hinaus weiter bestückt werden.

Wer kann den Multitouchtisch benutzen?

Die Schüler, die das Röntgen-Labor in der obersten Etage nutzen. „Wir wollen das Schmuckstück aber auch in Führungen einbauen“, sagt Kätker. Das Museumsteam überlegt derzeit, ob der Tisch künftig auch zugänglich für alle gemacht werden könnte.

Darf das RöLab wieder Schüler empfangen?

Ja, allerdings momentan nur Oberstufenschüler. Diese legen im RöLab das „Röntgenpraktikum“ ab. 12 bis 16 Schüler dürfen unter Aufsicht von Anna Kätker forschen.

Wie hat das Museum momentan geöffnet?

Dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr. Ein Besuch muss vorher angemeldet werden: Tel. 16 33 84 oder per E-Mail:

info@roentgenmuseum.de

Und was ist eine elektromagnetische Welle?

Eine elektromagnetische Welle, auch elektromagnetische Strahlung, ist eine Welle aus gekoppelten elektrischen und magnetischen Feldern. Im elektromagnetischen Spektrum werden alle elektromagnetischen Wellen nach der Größe ihrer Wellenlängen eingeordnet und in verschiedene Bereiche unterteilt. Am Anfang stehen die kurzwelligen Gammastrahlen, am Ende die Längstwellen.

Die Stiftung

Die Britta und Peter Wurm-Stiftung wurde vom Remscheider Paar Dr. Peter Wurm (Ingenieur) und Dr. Britta Wurm (Medizinerin) 2018 gegründet, 2019 nahm sie ihre Förderarbeit auf. Die Stiftung finanziert Projekte aus drei Bereichen: Aus- und Weiterbildung in Mint-Berufen, Medizin, Musik. Im RöLab sei das Förderziel gleich mehrfach erfüllt: wurm-stiftung.de

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