Absagen

Rögy: Corona erlaubt keine Geselligkeit

Sie müssen coronabedingt einige Termine am Rögy absagen (v. l.): Katja Gendera (Mittelstufenkoordinatorin), Corinna Thünchen (Erprobungsstufenkoordinatorin), Stefanie Pirags (Oberstufenkoordinatorin) und Thomas Benkert (kommissarischer Schulleiter) in der Aula. Foto: Roland Keusch
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Sie müssen coronabedingt einige Termine am Rögy absagen (v. l.): Katja Gendera (Mittelstufenkoordinatorin), Corinna Thünchen (Erprobungsstufenkoordinatorin), Stefanie Pirags (Oberstufenkoordinatorin) und Thomas Benkert (kommissarischer Schulleiter) in der Aula.
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Lenneper Gymnasium muss schweren Herzens den Adventsbasar Ende November absagen.

Von Andreas Weber

Remscheid. Der Schulbetrieb läuft, aber beim Drumherum gibt es Einschränkungen. Durch Corona muss so manche liebgewonnene Tradition ausfallen. Auch das Röntgen-Gymnasium (Rögy) macht diese Erfahrung. „Alles, was geselligen Charakter besitzt, müssen wir absagen“, bedauert Thomas Benkert, der kommissarische Schulleiter. So hat das Kollegium im Terminkalender den Rotstift ansetzen müssen. Der Ausfall des Adventsbasars schmerzt besonders.

Die ganze Schule ist normalerweise an dem Wochenende vor dem 1. Advent involviert. An dem Samstag Ende November werden Plätzchen gebacken, es wird gebastelt, Weihnachtsdeko verkauft. Es gibt Spiele, eine Tombola und eine Cafeteria. Seit fast drei Jahrzehnten wird das Lenneper Gymnasium dann zu einem Treffpunkt – auch für Ehemalige, Lehrer wie Schüler. Extra wird für Letztere sogar ein Raum eingerichtet, in dem sie in Ruhe plaudern können. „Für die Lenneper ist unser Basar auch ein Zeichen, dass die Vorweihnachtszeit beginnt“, meint Benkert. Das Aufstellen der Weihnachtstanne am Brunnen am Tag davor läutet sie ein.

Projektwoche zu jüdischem Leben in Deutschland wird verschoben

Auch das Turmblasen am letzten Schultag des Jahres vor den Feiertagen steht auf der Kippe. Dabei ist nicht der musikalische Part auf dem Balkon das Problem, sondern die Ansammlung von Zuhörern in der Röntgenstraße, die bis in den vierstelligen Bereich gehen kann. Das Rögy zählt allein momentan 783 Schüler. Obendrein mit Eltern und Lennepern, die sich an der besinnlichen Einlage erfreuen, wären Abstandsregeln vor dem Hauptportal nicht einzuhalten. „Noch steht das Turmblasen im Kalender, aber es spricht vieles dafür, dass wir es in der gewohnten Form nicht durchführen“, erklärt Benkert. Für Oberstufenkoordinatorin Stefanie Pirags, die sich um den Israel-Austausch verdient macht, der Ostern 2020 mit dem Besuch der Israeli im Bergischen hätte beginnen sollen, ist bitter, dass die Projektwoche zum Thema „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ verschoben werden muss.

Für Anfang Januar 2021 war sie geplant, aber an eine Durchführung ist nicht zu denken. Vor allem, weil gemischte, jahrgangsübergreifende Lerngruppen, von denen die Projektarbeit lebt, aufgrund der Einschränkungen in Schulen nicht erlaubt sind. „Auch der Besuch von außerschulischen Einrichtungen wie der Wuppertaler Synagoge, das Einladen von Gästen oder das Angebot eines Kollegen zum Kochen von koscheren Gerichten wäre zumindest schwierig geworden“, fügt Pirags hinzu. Abgeschrieben ist die Projektwoche deshalb nicht. „Sie wird nicht ausfallen, nur später 2021 stattfinden“, stellt Thomas Benkert fest.

Laut Bestimmungen aus Düsseldorf sind Auslandsreisen bis zu den Herbstferien untersagt. Die Großbritannien-Busreise nach Ashington, die für den Herbst terminiert war, wurde deshalb ins kommende Jahr verlegt. In der ersten März-Woche sollen nun 24 Jugendliche aus der Stufe 7 in die Jugendherberge Alnwick in Northumberland fahren. „Der Vorteil ist, dass sie sehr klein ist und wir die Herberge für uns alleine haben werden“, meint Stefanie Pirags. Ob die Remscheider, wenn die Studienreise stattfinden wird, Kontakt mit der örtlichen Schule haben werden, ist noch offen.

Corinna Thünchen, die die Erprobungsstufe (5/6) koordiniert, musste die Klassenfahrt zu Beginn der 6. Stufe nach Nettersheim auf das Ende des Schuljahres vor die Sommerferien 2021 verlegen.

Nicht alles fällt im Rögy aus. Der Tag der offenen Tür am 9. Januar ist gesetzt und die Info-Veranstaltung für Grundschüler am 16. November ebenso. Auch die Beratung der Bildungslandschaft Lennep (BILL) für Grundschullehrer bleibt für den 4. November im Kalender, ebenso die BILL-Beratung im Januar für Eltern, die unschlüssig sind, welche Schulform für ihre Kinder die richtige ist.

Rögy bislang von Corona verschont

Im Rögy gibt es ein von allen abgesegnetes Masken-Gebot. „Dass auch mit überzeugenden Argumenten der Schüler zustande kam“, meint Thomas Benkert. Die große Mehrheit hält sich dran. Corona-Fälle gab es keinen. Nur zwei Schüler, die außerhalb des Rögy Kontakt zu positiv Getesteten hatten, aber selbst negativ waren.

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