„Kall nit -talk“

Roboter wie „Pepper“ werden für Furore im Seniorenstift sorgen

Sorgten für Kurzweil: Jörg Heynkes und Horst Kläuser, Edelgard und Hans-Günter Liedke, Klaus Stöcker und „Pepper“. Foto: Roland Keusch
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Sorgten für Kurzweil: Jörg Heynkes und Horst Kläuser, Edelgard und Hans-Günter Liedke, Klaus Stöcker und „Pepper“.

Talkshow: Horst Kläuser lenkte den Blick zurück und in die Zukunft.

Von Sabine Naber

Einmal mehr war es in Horst Kläusers Kultprogramm „Kall nit -talk“ die Mischung, die den Abend auf der Bühne des Teo Otto Theaters so spannend und unterhaltsam machte. Auf seinem Sofa saßen Klaus Stöcker, der in Wermelskirchen eine Straußenfarm unterhält, das Ehepaar Edelgard und Hans-Günter Liedke, das über 50 Jahre lang eine Tanzschule in Remscheid leitete und der Wuppertaler Unternehmer Jörg Heynkes, der seinen Roboter Pepper mitbrachte.

„Roboter markieren den Beginn einer neuen Epoche in der Menschengeschichte“, hielt Heynkes fest. Pepper könne zwar keinen Kasten Bier aus dem Keller holen, aber er sei ja auch erst ein Jahr alt. Später werde er die Spülmaschine ausräumen, waschen, bügeln und damit hätten in wenigen Jahren alle Menschen das, was früher nur in Remscheider Fabrikantenfamilien üblich war, nämlich Hausangestellte.

Heynkes ist davon überzeugt, dass Roboter schon bald zum Alltag der Menschen gehören werden. Für bestimmte Aufgaben sei er ideal. „Stellen Sie sich ein Seniorenstift vor“, erklärte Heynkes, Geschäftsführer der Villa Media in Wuppertal. „Pepper spielt stundenlang mit den Leuten. Und die werden begeistert sein, denn so viel Zeit hat sonst niemand für sie.“

Wieber oder Liedke – das war wie evangelisch oder katholisch

Zeit muss sich auch Klaus Stöcker für seine 230 Strauße nehmen. „Warum in aller Welt Strauße?“, wollte Kläuser wissen. „Wenn schon Landwirt, dann auch mit Tieren, die ein bisschen Spaß machen“, gab Stöcker zurück. Das ist freilich nicht der einzige Grund. Das Fleisch der Tiere gilt als sehr gesund. Und längst ist die Straußenfarm in Emminghausen ein Besuchermagnet.

Herrlich unterhaltsam waren dann die Erinnerungen des Ehepaares Liedke. „Ich sollte Anfang der 60er-Jahre beim Tanzclub nur für meinen Chef einspringen, aber nach der zweiten Stunde wollten die ihn nicht mehr“, erzählte Hans-Günter Liedke von seinen beruflichen Anfängen.

Kall nit - Talk! im Teo Otto Theater

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Talkrunde im Teo Otto Theater © Roland Keusch
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Talkrunde im Teo Otto Theater © Roland Keusch
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Talkrunde im Teo Otto Theater © Roland Keusch
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Talkrunde im Teo Otto Theater © Roland Keusch
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Talkrunde im Teo Otto Theater © Roland Keusch
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Talkrunde im Teo Otto Theater © Roland Keusch

„Tanzschule Wieber oder Liedke – das war damals wie evangelisch oder katholisch“, erzählte Horst Kläuser. Liedke vermittelte auch Benimm-Regeln. „Jungs, ihr macht einen Diener und ihr Mädchen strahlt ihn an, habe ich immer gesagt.“

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