Premiere

Theater: Robin Hood kämpft für die gerechte Sache

Dominik Breuer als Robin Hood und Timon Schleheck als Little John halten den Sheriff von Nottingham auf Trab. Das WTT feierte eine tolle Premiere im Teo Otto Theater. Foto: Roland Keusch
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Dominik Breuer als Robin Hood und Timon Schleheck als Little John halten den Sheriff von Nottingham auf Trab. Das WTT feierte eine tolle Premiere im Teo Otto Theater.

Das Westdeutsche Tourneetheater feierte im Teo Otto Theater mit dem Abenteuerstück eine umjubelte Premiere.

Von Sabine Naber

Mit Pfeil und Bogen in der Hand stürmte Robin Hood (Dominik Breuer) am Sonntagnachmittag auf die Bühne im Teo Otto Theater. Das Westdeutsche Tourneetheater (WTT) hatte zum ersten Mal im großen Theater zu einer Premiere eingeladen. Die vielen kleinen und großen Besucher waren ganz begeistert von dieser zauberhaften, lustigen, vor allem aber kindgerechten Inszenierung von Claudia Sowa, der Intendantin des WTT.

Man schreibt das Jahr 1213, in dem sich die Sage um Robin Hood, der die Reichen bestiehlt, um seine Beute an die Armen abzugeben, abgespielt haben soll. Das tat er natürlich nicht alleine, sondern zusammen mit seinen Verbündeten. Zum Beispiel mit Little John (Timon Schleheck), seinem bärenstarken und immer hungrigen Freund.

Robin Hood macht das Teo Otto Theater zu seinem Revier

Pressetermin zum neuen StÃŒck Robin Hood vom WTT
Das WTT präsentiert Robin Hood im Teo Otto Theater © Roland Keusch
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Das WTT präsentiert Robin Hood im Teo Otto Theater © Roland Keusch
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Das WTT präsentiert Robin Hood im Teo Otto Theater © Roland Keusch
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Das WTT präsentiert Robin Hood im Teo Otto Theater © Roland Keusch
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Das WTT präsentiert Robin Hood im Teo Otto Theater © Roland Keusch
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Das WTT präsentiert Robin Hood im Teo Otto Theater © Roland Keusch

Dabei geraten Robin und seine Verbündeten mit dem Gesetz in Konflikt und ins Visier des Sheriffs von Nottingham (großartig besetzt mit Björn Lukas).

Wunderschönes Bühnenbild von Peter Strieder

Der Sommeranfang wird im englischen Sherwood Forest gefeiert. Es wird getanzt und gelacht und die ersten fantasievollen Stockkämpfe finden statt. Man will sich den Namen „Robin Hood und seine muntere Truppe“ geben. Aber da streikt Meggy Lee (Kristina Otten): „Nö, da mache ich nicht mit. Das klingt ja wie ein Karnevalsverein“, beschwert sie sich.

Nach einigem Hin und Her gibt der Rest der Truppe nach und nennt sich fortan „Helden der Gerechtigkeit“. Sie verstecken sich in den uralten Eichen und Buchen, die im Sherwood Forest stehen (das wunderschöne Bühnenbild hat Peter Strieder gebaut, die mittelalterlich anmutenden Kostüme hat Lolita Erlenmaier genäht) und das abenteuerliche Spektakel beginnt.

Den armen alten Mann, den Gaukler – „der ist ein Künstler, die haben ja selbst nichts“ – und die junge Frau rauben sie natürlich nicht aus, sondern werfen ihnen stattdessen ein Säckchen mit Goldstücken vor die Füße. Aber den bösen Prinz John, der sich den Thron von König Richard unter den Nagel reißen und immer mehr Steuern von seinem Volk haben will, der kommt nicht ungeschoren davon.

„Das ist ganz wunderbar und so richtig kindgerecht gemacht.“

Eva-Maria Strack, Zuschauerin

Mit dem Song „Money makes Nottingham great again“ in Anlehnung an einen anderen Gernegroß kommt Prinz John auf die Bühne getrippelt; mit roten Stiefelchen an den Füßen und der goldglitzernden Krone auf dem Kopf. Und Björn Lenz, der ihn auf den Knien spielt, zeigt den kleinen Prinzen, der so gerne ein großer König sein will, aber nicht das Zeug dazu hat, so herrlich überzogen und albern, dass sich die Zuschauer ausschütten vor Lachen.

Der Sheriff von Nottingham entführt die mutige Marian (Kristina Otten), um sie Prinz John zur Frau zu geben. Der aber war überzeugt, dass nur sein eigenes, königliches Popöchen Platz auf dem Thron haben kann. Nach 75 Minuten bester Unterhaltung mit blitzschnellen Kostümwechseln hieß es schließlich Ende gut alles gut: Marian wird von Robin Hood gerettet, Bruder Tuck (Timon Schleheck) traut Marian und Robin mit den Worten: „Schmatz, schmatz, du darfst die Braut jetzt küssen.“ Und ab diesem Tag gab es Süßigkeiten für alle Kinder des Waldes.

Wenn man ein Kinderstück danach beurteilt, wie es bei der Zielgruppe ankommt, dann hat das WTT-Ensemble aber auch gar nichts falsch gemacht. „Ich finde den Anfang so schön. Dass die mit den Stöcken gekämpft haben und immer wieder auf den Rücken geplumpst sind“, diese Szene ist dem beinahe vierjährigen Piet in besonders guter Erinnerung geblieben.

„Das ist so lustig und witzig“, sagt Eric (6). Und seine Oma ergänzt: „Der hat so laut gelacht, dass man es sicher im ganzen Saal gehört hat.“

Aber auch die Erwachsenen sparen nicht mit Lob: „Das ist ganz wunderbar und so richtig kindgerecht gemacht. Und dass diese fünf Schauspieler alle zehn Rollen besetzen, das finde ich unglaublich beeindruckend“, sagt Eva-Marie Strack, die mit ihren beiden Töchtern die Vorstellung im Teo Otto Theater besucht hat. Ganz viel Applaus am Ende der großartigen Vorstellung. 

AUFFÜHRUNGEN

TERMIN Heute Nachmittag (Dienstag), 17 Uhr, wird Robin Hood noch einmal im Teo Otto Theater zu sehen sein. Karten gibt es an der Theaterkasse. Im kommenden Jahr wird das WTT dieses Abenteuerstück für Kinder ab fünf Jahren in den eigenen Spielplan aufnehmen.

KONZERT Im Teo Otto Theater geht es am 26. Dezember um 18 Uhr mit dem Weihnachtskonzert der Bergischen Symphoniker weiter.

BALLETT Am 27. Dezember um 19.30 Uhr wird hier das Moldawische Nationalballett „Schwanensee“ aufführen.

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