RGA vor Ort

Stefan Grote: „Nahversorgung ist in Remscheid-Süd ein brennendes Thema“

Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD) an der Stelle, an der künftig der Durchstich von der Intzestraße zur Lenneper Straße erfolgt. Foto: Roland Keusch
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Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD) an der Stelle, an der künftig der Durchstich von der Intzestraße zur Lenneper Straße erfolgt.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Von Durchstich über Kitas bis „Blauer Mond“: Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD) gibt Antworten im RGA-Podcast.

Remscheid. Alles in Bewegung – ein Schild mit diesem Schriftzug könnte man derzeit im Süden Remscheids aufstellen. Es tut sich was im kleinsten Stadtteil Remscheids. Das freut auch Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD). Im RGA-Podcast stellt er sich den Fragen der Redaktion. Im Folgenden gehen wir auf einige Themen ein.

Wie ist der aktuelle Stand beim Durchstich Intzestraße?

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„Dort sind wir ein großes Stück weiter“, sagt Stefan Grote und weist damit Aussagen, das Mammutprojekt scheine ins Stocken zu geraten, zurück. „Auch wenn man nichts sieht: Das Projekt läuft weiter.“ Die Änderung des Bebauungsplans, der Antrag auf Fördermittel und die Arbeiten der Verwaltung in puncto Naturschutz – der Nabu hatte sich hier eingeschaltet – liefen. „Ich gehe davon aus, dass ich in meiner Legislaturperiode als Bezirksbürgermeister noch das rote Band zur Eröffnung durchschneiden kann.“ Also bis 2024/2025. Der Durchstich wird parallel zur Bahnlinie erfolgen – die Intzestraße wird zur Lenneper Straße hin verlängert, dafür müssen zwei Immobilien und Bäume weichen. Kosten: circa 4,5 Millionen Euro.

Viele Bürger wünschen sich einen Drogerie- und Frischemarkt. Die Verwaltung sucht aktuell Grundstücke. Wann können die Bürger mit ihren Märkten rechnen?

Die Verwaltung habe mittlerweile bemerkt, dass es entlang der Burger Straße/Bliedinghausen keine geeigneten Grundstücke gibt, sagt Stefan Grote. Daher habe die Bezirksvertretung (BV) in der letzten Sitzung den Antrag gestellt, die Verwaltung möge ausloten, wie die Möglichkeiten sind, am bereits bestehenden Aldi Burger Straße diese Erweiterung durchzuführen. „Die Politik steht komplett dahinter. Es liegt nur noch an der Verwaltung, dies hinzubekommen.“ Dies könne aber nur in Einklang mit dem Einzelhandelskonzept erfolgen – und das sei die Krux. Ein solches Zentrum an der Burger Straße dürfe keine Kaufkraft aus dem Zentrum abziehen. „Da muss man vorsichtig sein.“ Die BV schlägt vor, das Einzelhandelskonzept anpassen zu lassen. Denn mit Sonnenhof, Neubaugebiet Strasmann, Alten- und Wohnheimen sei doch in diesem Bereich durchaus ein Zentrum entstanden.

Wann stellt Aldi den „Blauen Mond“ wieder auf?

Der Eigentümer, also Aldi, habe mit den vorbereitenden Arbeiten zur Wiederaufstellung des „Blauen Mondes“ auf dem Filialparkplatz an der Burger Straße begonnen. Knackpunkt dabei könnten die vollen Auftragsbücher der Handwerker werden. Einen konkreten Termin gibt es noch nicht.

Darf Aldi am Hohenhagen erweitern?

Ja, sagt Grote. „Es ist aber nicht Aldi. Diese Immobilie gehört einem Remscheider Unternehmer, Aldi ist der Mieter. Er möchte dort gern erweitern, weil Aldi sich erweitern möchte.“ Dafür hat die BV in der letzten Sitzung die Bebauungsplanänderung in die Wege geleitet.

Wie geht es nach der Eröffnung der Außengastronomie von Steinbrink auf dem Johann-Vaillant-Platz weiter?

Das Stadtteilparlament habe zuletzt Mittel beschlossen für Pflanzen und Sitzmöglichkeiten. Vaillant unterstützte den Bau von zwei E-Ladesäulen hinten am Trafohäuschen – diese beeinträchtigten aber nicht den Wochenmarkt. „Wenn das gemacht ist, wird der Platz noch mehr gelebt. Es ist jetzt schon richtig was los da oben.“ Zeitplan: noch dieses Jahr.

Wie ist der Stand bei den drei neuen Kitas, die gebaut werden sollen?

Die Kita Burger Straße ist zurückgestellt worden, sagt der Bezirksbürgermeister. Der Investor sei abgesprungen. Die Oststraße sei kurz vor der Fertigstellung, man wolle dort zum neuen Kitajahr starten. An der Sedanstraße liefen die ersten Vorarbeiten: Die Technischen Betriebe Remscheid legten derzeit den Wendehammer an.

Wann startet der Umbau des Freibads Eschbachtal?

Nicht vor Mitte nächsten Jahres, sagt der Bezirksbürgermeister. Eventuell werde auch noch mal eine Saison geöffnet. Denn die Pläne samt Gutachten bräuchten Zeit. Die Verwaltung arbeite mit Hochdruck daran. Jetzt, nach der Flutwasserkatastrophe, müsse der Hochwasserschutz des Freibads noch einmal genauer unter die Lupe genommen werden, meint Grote. „Mein Wunsch ist es, wenn man das Freibad einmal umbaut, den Eschbach auch durch das Freibad offenzulegen.“ Eine solche Renaturierung würde vom Land gefördert. Auch wenn die Schwimmsaison beendet sei, versuche man alles, um das Eschtival am 11. September und das Hundeschwimmen danach zu organisieren.

Worum wollen Sie sich außer den genannten Themen demnächst kümmern?

„Entschärfung der Parkplatzprobleme im Neuenhof“ nennt Grote als Thema. Dazu werde es bald ein Ortstermin geben.

Zur Person

Stefan Grote: Der 59-Jährige ist seit 1997 Mitglied der Bezirksvertretung Süd und seit 2014 Bezirksbürgermeister (SPD). Seit Ende der 90er Jahre ist er zudem Vorsitzender des Fördervereins Freibad Eschbachtal. Grote betreibt ein Elektrotechnik-Unternehmen an der Kipperstraße. Der 58-Jährige lebt mit seiner Frau und seiner Tochter im Südbezirk.

RGA-Podcast: Der Podcast mit Stefan Grote ist ab sofort auf allen gängigen Streamingplattformen zu hören, aber vor allem auf der RGA-Internetseite.

Alle Teile unser RGA-Stadtteilserie finden Sie hier.

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