RGA vor Ort: Diese Themen und Trends bewegen die Menschen

Sommerserie blickt auf die Stadtteile

Im Einsatz für ihren Stadtteil: Melanie Clemens (v. l.) kennt sich aus mit Verbrechen in Alt-Remscheid. Brigitte Johnen ist Händlerin mit Leib und Seele in Lennep. Stefan Grote sorgt sich um den Südbezirk. Peter Maar freut sich über die Rückkehr des Badepärchens nach Lüttringhausen. Und Siegfried Landau ist einer unserer Gesprächspartner für einen Podcast. Der Pfarrer vom Hasten stellt den Gottesdienst ins Netz.
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Im Einsatz für ihren Stadtteil: Melanie Clemens (v. l.) kennt sich aus mit Verbrechen in Alt-Remscheid. Brigitte Johnen ist Händlerin mit Leib und Seele in Lennep. Stefan Grote sorgt sich um den Südbezirk. Peter Maar freut sich über die Rückkehr des Badepärchens nach Lüttringhausen. Und Siegfried Landau ist einer unserer Gesprächspartner für einen Podcast. Der Pfarrer vom Hasten stellt den Gottesdienst ins Netz.

Der RGA schaut während der Ferien in die Stadtteile und erzählt Geschichte und Geschichten aus Alt-Remscheid, Lennep, Lüttringhausen, Hasten und dem Südbezirk. Dabei geht es auch um Mafiamorde und Badepärchen.

Von Axel Richter

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Remscheid. Im Februar 1980 zog ein Angler den Oberkörper von Luigi Masetti aus der Ennepetalsperre bei Rade. Kopf, Arme und Beine wurden nie gefunden. Der Mord gilt als einer der spektakulärsten Verbrechen der Mafia in Deutschland. Ums Leben gebracht wurde der Italiener im Keller einer Pizzeria in der Gewerbeschulstraße in Alt-Remscheid. „Dal Padrino“ hieß sie bezeichnenderweise. Zum Paten.

Die ganze Geschichte veröffentlicht der RGA in seiner Stadtteilserie 2021. Wie in den vergangenen Sommerferien spürt der RGA ab dem 5. Juli täglich Themen und Geschichten nach, die die Menschen in Alt-Remscheid, Lennep, Hasten, Lüttringhausen und Süd bewegt haben, und die sie heute noch beschäftigen.

RGA-Stadtteilserie: Was die Kremenholler fürchten - und was sie unternehmen

Alt-Remscheid macht den Auftakt. Dabei ist der Mafia-Mord von der Gewerbeschulstraße und die anderen Mordsgeschichten, die die einstige Stadtführerin Melanie Clemens nach eigenen Recherchen zu erzählen weiß, nur ein Serienteil von vielen. Doch in mancher Kriminalgeschichte aus der Vergangenheit spiegeln sich auch die Gegenwartsprobleme der Innenstadt.

In keinem anderen Stadtteil Remscheids leben ähnlich viele Menschen in sozial schwachen Verhältnissen. In keinem anderen Stadtteil leben so viele Nationalitäten in vergleichsweise beengten Wohn- und Lebensverhältnissen. Nicht von ungefähr wurde Alt-Remscheid mit Honsberg, Stachelhausen, Kremenholl in der Corona-Pandemie zum Hotspot, während das Infektionsgeschehen in Lennep und Lüttringhausen deutlich langsamer vonstatten ging.

Es gibt zahlreiche Initiativen, die sich in den Quartieren engagieren. Der Initiativkreis (IK) Kremenholl zählt dazu. In der Krise waren sie zum Nichtstun verdammt. „Wir haben deshalb große Sorgen, dass der Kremenholl wieder im Dornröschenschlaf versinkt“, sagt IK-Vorsitzende Gabriele Leitzbach. In seiner Stadtteilserie zeigt der RGA, wie sich die 90 Mitglieder dagegenstellen: „Wir sind noch da“, sagt Gabi Leitzbach.

Alt-Remscheid: Zwei gute Nachrichten - Escape Room und Frischemarkt

Schließlich gibt es im zweiten Jahr der Krise auch viele positive Nachrichten in Alt-Remscheid, mit denen 2021 nicht unbedingt zu rechnen war. Drei Kottenritter, wie sie sich selbst nennen, eröffneten in der Hindenburgstraße den ersten Escape Room Remscheids. Erst mal hineingegangen, geht es darum, Rätsel zu lösen und damit den Weg hinaus zu finden. Wie’s geht oder auch nicht, zeigt die RGA-Stadtteilreporterin im Selbstversuch.

Und noch etwas hat sich zum Guten gewendet. Mit dem Frischmarkt in der Theodor-Körner-Straße und dem neuen Penny auf der Allee, der am 19. Juli eröffnet, schließen sich für viele Alt-Remscheider eine Versorgungslücke, die sich mit dem Rückzug des Real-Marktes im Allee-Center aufgetan hat. Apropos Allee-Center. Der Lockdown hat die Läden schwer getroffen, Amazon, Zalando und Co. sind dagegen die Gewinnler der Corona-Krise. Welche Zukunft hat das Center? Und wer schließt die Lücke, die Real hinterlassen hat? Der RGA spricht mit Center-Chef Nelson Vlijt.

RGA-Serie zum Hören: Podcasts zum DOC, zu Corona-Chancen, einem Badepärchen und Freibad Eschbachtal

Vom 12. bis 17. Juli steht dann Lennep im Fokus. Wie geht es dort weiter, nachdem das DOC bei Gericht liegt? In Hasten (19. bis 24. Juli) stellt sich unter anderem Pfarrer Siegfried Landau den Fragen des Stadtteilreporters: Er zählte zu den ersten, die in der Pandemie auch Chancen für die Kirche erkannten. In Lüttringhausen (26. bis 31. Juli) spricht der RGA unter anderem mit Peter Maar über die Rückkehr des Badepärchens. Und in Süd (2. bis 7. August) geht es neben vielen anderen Themen um die Zukunft des Freibades im Eschbachtal. Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD), der auch Vorsitzender des Freibad-Fördervereins ist, steht Rede und Antwort.

Die RGA-Stadtteilserie 2021 gibt es gedruckt in der Zeitung und mit zusätzlichen Informationen auf www.rga.de. Im Podcast verraten unsere prominenten Gesprächspartner dazu unter anderem eins: Warum allein ihr Stadtteil der schönste von ganz Remscheid ist. Auf die Antworten sind wir gespannt. Mindestens ebenso sehr wie auf die mörderischen Geschichten aus Alt-Remscheid.

Hintergrund: Das ist die Stadtteilserie

Über sechs Wochen täglich erzählt der RGA Geschichte und Geschichten aus allen Remscheider Stadtteilen. Dazu setzen wir auch auf Sie, liebe Leserinnen und Leser. Gern greift der Tüpitter Ihre Anregungen und Themen auf. Bitte rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. RGA-Lokalchef Axel Richter ist für Sie erreichbar unter Tel. (0 21 91) 909-213 oder per E-Mail unter axel.richter@rga.de

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