Hasten

Heimatverein will Vorstand erweitern

Wollen den 2014 gegründeten Verein „Hasten für Hasten“ in die Zukunft führen: der dreiköpfige Vorstand mit (v.l.) Marcel Büddicker, Andrea Jakob-Pannier und Brigitte Dehnke.
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Wollen den 2014 gegründeten Verein „Hasten für Hasten“ in die Zukunft führen: der dreiköpfige Vorstand mit (v.l.) Marcel Büddicker, Andrea Jakob-Pannier und Brigitte Dehnke.
  • Andreas Weber
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„Hasten für Hasten“ möchte Schwerpunkte auf mehr Schultern verteilen - Andrea Jakob-Pannier stellt sich zur Wahl.

Remscheid. Veränderungen kündigen sich bei „Hasten für Hasten“ an. Nach Richard O. Bremicker und W. Jürgen Ackermann wird Andrea Jakob-Pannier die erste Frau an der Spitze des Heimatvereins werden. Nachdem Ackermann sein Amt Ende 2021 aus Altersgründen niedergelegt hatte, soll die 50-jährige Hastenerin in Zukunft Regie führen. Gewählt ist sie noch nicht. Eine Mitgliederversammlung kam aufgrund der Corona-Bedingungen bislang nicht zustande, wird aber für Ende März oder im April angestrebt.

Um entsprechend große Räumlichkeiten zu haben, die genug Abstand ermöglichen, wird diese nicht bei der Freiwilligen Feuerwehr, sondern im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde stattfinden. Unterstützt würde die bisherige 2. Vorsitzende von Kassierer Marcel Büddicker und Schriftführerin Brigitte Dehnke.

„Es ist einfach schön, in der eigenen Heimat etwas zu bewegen.“

Andrea Jakob-Pannier

Als eine ihrer wichtigsten Aufgaben sieht es Jakob-Pannier an, die Führungsstrukturen in ein breiteres Fundament zu betten. Ein Beirat soll geschaffen werden. Ziel ist es, dass Schwerpunkte der Vereinsaktivitäten auf einzelne Personen federführend verteilt werden. „Dafür soll es eigene Budgets geben über die die Beiratsmitglieder selbstständig verfügen.“ Große Summen sind nicht im Topf. Die Mittel von „Hasten für Hasten“ rekrutieren sich weitestgehend aus den Jahresbeiträgen der 60 Mitglieder, die im Jahr um die 3500 Euro in die Kasse bringen.

Aufgrund der Pandemie verzichtete der Verein 2021 auf die Einnahme von Beiträgen. „Hasten für Hasten“ will sich in der Heimat- und Denkmalpflege um einen weiteren historischen Rundgang, den dritten, in der Ortschaft Platz verdient machen. Es soll eine Wanderkarte entstehen, aufgelegt als Flyer, in dem sowohl die Büchel- wie auch die Platz-Rundgänge Eingang finden.

In der Jugend- und Altenhilfe will der Verein das Kinderfest am Spielplatz Bremen nach zwei Jahren Corona-Pause Ende Mai zum sechsten Mal ausrichten. In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr sollen desweiteren wieder in der Feuerwache Führungen für Kinder stattfinden. Fest steht, dass der Verein die Dachbegrünung des erweiterten und komplett modernisierten Senioren- und Pflegeheims „Haus am Park“ sponsern wird.

Insgesamt denkt das Führungs-Trio daran, Jüngere zu begeistern, neben aktiver Mitgliederwerbung seine Netzpolitik zu forcieren. Auf Anregung von Beatrice Schlieper (Grüne) war das Netzwerk Hasten angestoßen worden, aber aufgrund von Covid-19 in den Anfängen hängengeblieben.“

Andrea Jakob-Pannier kam 2005 mit ihrem Mann René nach Remscheid. Bei der Immobiliensuche verliebte sich das Ehepaar direkt in das Haus Büchelstraße 19. Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus aus 1773, das mal der Unternehmerfamilie Reh (Sägen & Werkzeugfabrik Carl Eduard Dominicus) gehörte, wurde später mit einem Schild am Eingang zur Historie Teil des Büchel-Rundgangs.

Andrea Jakob-Pannier findet es 16 Jahre später „einfach schön, in der eigenen Heimat etwas zu bewegen“. Der Verein ist nicht ihr einziges Ehrenamt. Die gebürtige Essenerin ist diplomierte Sozialpädagogin und hat eine psycho-onkologische Zusatzausbildung bei der Deutschen Krebsgesellschaft über zwei Jahre absolviert. Seit 2004 engagiert sie sich im Beirat der in Essen beheimateten Selbsthilfegruppe für Patienten und Angehörige vor und nach einer Stammzellentransplantation. „Berg und Tal e.V.“ ist neben „Hasten für Hasten“ ihre zweite Herzensangelegenheit.

Hintergrund

Der Verein „Hasten für Hasten“ setzt seine Schwerpunkte in Denkmal- und Heimatpflege, Kunst und Kultur, in der Jugend- und Altenhilfe, Förderung von Bildung, der Hilfe für Flüchtlinge und dem Aufbau des Netzwerkes Hasten. Der Jahresbeitrag beträgt 50 Euro.

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