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Remscheider suchen nach Urlaubsalternativen

Volker Maier und Claudia Heckmann-Maier führen das Reisebüro Heckmann am Hasten. Foto: Roland Keusch
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Volker Maier und Claudia Heckmann-Maier führen das Reisebüro Heckmann am Hasten.

Deutsche Reiseziele stehen in der Corona-Krise hoch im Kurs – Interessenten sollten keine Zeit verlieren.

Von Manuel Böhnke

Remscheid. Knapp fünf Wochen sind es noch bis zum Start der Sommerferien. Nicht wenige Urlaubspläne dürfte die Corona-Pandemie über den Haufen geworfen haben. Viele Remscheider suchen deshalb nach Alternativen, bestätigt Lisa Schulte. „Wir merken, dass die Zahl der Anfragen deutlich zugenommen hat“, sagt die Teamleitung Touristik des Reisebüros Merkana mit Sitz in Lennep. Dabei gelte häufig das Motto: „Hauptsache weg.“

Dabei ist die aktuelle Situation noch von viel Unsicherheit geprägt. Mindestens bis zum 14. Juni gilt die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Deshalb rücken Reisen innerhalb Deutschlands in den Fokus. Im Laufe des Mais lockern die Bundesländer ihre Beschränkungen für den Tourismus. Besonders Regionen mit Bademöglichkeiten – etwa Nord- und Ostsee oder die Mecklenburgische Seenplatte – sind Schulte zufolge gefragt. „Wenn man sich in den nächsten ein bis zwei Wochen darum kümmert, hat man aber noch Chancen. Viel Zeit sollte man nicht verstreichen lassen.“

Zwei Sorten von Urlaubern hat Lisa Schulte ausgemacht. Da sind die einen, die einfach nur raus möchten. „Manche wollten sogar in Kauf nehmen, nach einem längeren Holland-Aufenthalt in Quarantäne zu müssen“, berichtet die Expertin. Diese Regel hat die NRW-Landesregierung jedoch am vergangenen Donnerstag gekippt. Auf der anderen Seite gebe es Kunden, die sehr vorsichtig seien.

Expertin rät von voreiliger Stornierung ab

Das hat auch Claudia Heckmann-Maier festgestellt. Sie ist Büroleiterin des Reisebüros Heckmann, das seit 36 Jahren seinen Sitz am Hasten hat. „Wir bemerken bei unseren Kunden viel Zurückhaltung.“

Mit Urlaub am Palmenstrand werde es in diesem Jahr eng. Deutlich realistischer seien Reisen an die Nord- oder Ostsee, Wanderurlaub oder Städtetrips. „Wenn die Menschen überhaupt noch Urlaubstage übrig haben, warten sie erst einmal ab“, erklärt Heckmann-Maier. Zu groß sei die Sorge, dass es am Urlaubsort Einschränkungen wie beispielsweise geschlossene Restaurants gibt. Für einige sei es bereits schwer vorstellbar, im Flugzeug eine Maske tragen zu müssen. Stimmt die Atmosphäre nicht, untergrabe das den Sinn von Urlaub.

Reisen im Zeitraum bis zum 14. Juni haben die Veranstalter kostenlos storniert. Doch was ist, wenn der Urlaub zu einem späteren Zeitpunkt beginnen soll? „Ich würde abwarten und nicht voreilig stornieren“, sagt Heckmann-Maier. Die Expertin geht davon aus, dass das Auswärtige Amt seine Reisewarnung verlängert, sollte die Situation etwa in Spanien und Italien weiter angespannt bleiben. Das wiederum würde kostenloses Stornieren ermöglichen.

So oder so sehnen sich Claudia Heckmann-Maier und ihr Team nach etwas Normalität auch auf dem Reisemarkt. „Nur Stornos zu bearbeiten, ist auf Dauer frustrierend.“

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