Einige wenige Pflanzen blühen schon

Remscheider können bald die Blütenpracht der Wildblumen bestaunen

Wer an der Neuenkamper Straße warten muss, kann das Blütenmeer bestaunen. Foto: Roland Keusch
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Wer an der Neuenkamper Straße warten muss, kann das Blütenmeer bestaunen.

Aufgrund des kalten Frühjahrs brauchen sie nun Wärme.

Von Alexandra Dulinski

Wer die Neuenkamper Straße schon entlanggefahren ist, hat es bestimmt schon gesehen: Das rot-lilafarbene Blumenmeer, dessen Blütenpracht einen bunten Fleck im Straßengrau darstellt.

An rund 100 Einzelflächen können Fußgänger und Autofahrer in wenigen Tagen die Blütenprachten der Wildblumen bestaunen, berichtet Markus Wolff, Geschäftsbereichsleiter im Bereich Grünflächen, Friedhöfe und Forstwirtschaft der Technischen Betriebe Remscheid. Etwa eine Woche Geduld brauchen die Remscheider aber noch. „Aufgrund des nassen Frühjahrs und des kalten Winters, hinken wir etwa zwei Wochen hinterher“, erklärt Wolff. Wärme ist jetzt nötig, damit die Pflanzen wachsen und blühen – Klatschmohn, Ringelblumen, Steinkraut, Kosmeen, Salbei und Kornblumen. Die üblichen Hotspots der vergangenen Jahre seien bepflanzt worden. „Wir haben aber auch um einige Flächen erweitert. Es sind viele Mosaikbausteine dazugekommen“, sagt Wolff. Wie etwa an der Kita Kippdorfstraße und am Schulgebäude Stuttgarter Straße oder der Mittelstreifen auf Höhe der Autobahnzufahrt an der Lenneper Straße.

Schräg gegenüber der Gewag wurden exotische Pflanzen gepflanzt. „Für den trocken-heißen Standort haben wir eine mediterrane Pflanzenmischung gewählt, die eine hervorragende Bienenweide darstellen wird“, sagt Markus Wolff.

Bis zur Saat haben die rund 100 Einzelflächen im Stadtgebiet einen erheblichen Pflegeaufwand benötigt. Die Flächen mussten vorbereitet, gemulcht und mithilfe von Sand abgemagert werden. Dass die Böden oft noch zu fett und nährstoffreich sind, sei das größte Problem, wenn Hobbygärtner im Fachhandel Blumenweiden kaufen würden. „Sie sind dann enttäuscht, dass nichts wächst“, sagt Wolff. Denn zur Auswahl des Samens gehören auch die Wahl des richtigen Standortes und die Vorbereitung des Beetes.

Im Sommer müssen die Flächen gegebenenfalls bewässert werden. „Wir gehen aber mit einem einigermaßen vollen Wassertank in den Sommer“, sagt Wolff. Er hofft auf leichte Regenschauer zwischendurch, damit die Böden nicht austrocknen.

Eine Botschaft möchte das Team rund um Markus Wolff senden: Die Verkehrsinseln sind keine Müllhalden, auf die man Zigarettenstummel werfen kann. „Wir wollen, dass die Fläche wertgeschätzt wird“, sagt Wolff. „Die Wartezeit an der Ampel wird so zum Vergnügen und zaubert ein Lächeln ins Gesicht“, sagt Wolff.

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