Helfer

Remscheider begrüßen neues THW-Gesetz

Christoph Rühl ist THW-Ortsbeauftragter. Foto: Elias El Ghorchi/THW
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Christoph Rühl ist THW-Ortsbeauftragter.

Bund stärkt ehrenamtliche Helfer – Kommunen erhalten finanzielle Entlastung.

Von Manuel Böhnke

Remscheid. Neue Regeln bei der Kostenübernahme und der Freistellung der Ehrenamtler – mit einer Gesetzesänderung möchte der Bund die Position des Technischen Hilfswerks (THW) stärken. In Remscheid kommen die Maßnahmen gut an. „Die Kommunen erhalten Unterstützung und auch für uns sind die neuen Regeln eine Erleichterung“, erklärt Christoph Rühl. Er ist der hiesige THW-Ortsbeauftragte.

Seit 1952 gibt es den Ortsverband. Die 110 Mitglieder helfen in Katastrophen- und besonderen Gefahrenlagen. Sie alle sind ehrenamtlich aktiv. Bereits vor der Gesetzesänderung waren Arbeitgeber verpflichtet, THW-Helfer für Einsätze und Ausbildungszwecke freizustellen. Den fortzuzahlenden Lohn kriegen sie für diese Zeit erstattet. Diese Regelung wurde nun auf unaufschiebbare THW-Dienste wie etwa die Nachbereitung von Einsätzen ausgeweitet.

„Das eröffnet uns etwas mehr Spielraum“, erklärt Rühl. Der Ortsbeauftragte, der diese Position seit viereinhalb Jahren innehat, betont jedoch, dass auch in Zukunft bei den Freistellungen Augenmaß gefragt sei. „Einsätze dauern teilweise mehrere Tage, was natürlich Arbeitgeber vor Herausforderungen stellt.“

Die zweite wesentliche Neuerung bezieht sich auf die Kostenerstattung für THW-Einsätze. Bislang sah der Gesetzgeber vor, dass die Kommunen für Kosten, die dem THW bei Einsätzen entstanden sind, aufkommen. Zukünftig ist es so, dass das THW bei geleisteter Amtshilfe auf die Erstattung von Kosten verzichtet. Voraussetzung: Der Einsatz dient dem überwiegenden öffentlichen Interesse. Die Kosten trägt der Bund.

Seit 2016 hat das THW die Feuerwehr in 30 Fällen unterstützt

Christoph Rühl bewertet diese Entscheidung als positives Signal für die Kommune. Gleichzeitig sind mit der Gesetzesänderung Hoffnungen verbunden, dass THW-Einsatzkräfte zukünftig häufiger zum Einsatz gerufen werden. Damit rechnet Rühl nur bedingt. „Die Feuerwehr weiß sehr genau, in welchen Situationen sie uns zum Schutz der Bürger anfordern muss. Ich glaube nicht, dass da in der Vergangenheit im Ernstfall gespart wurde“, erklärt er.

Das bestätigt Remscheids Feuerwehr-Chef Guido Eul-Jordan. Er freue sich zwar über die finanzielle Entlastung für die Stadt, betont allerdings: „Wir haben eine Alarmierung des Technischen Hilfswerks nie von den Kosten, sondern immer ausschließlich von der Gefahrenlage abhängig gemacht.“ Er geht nicht davon aus, dass das THW in Remscheid in Zukunft wesentlich öfter zum Einsatz kommt.

Seit 2016 hat das THW die Feuerwehr Remscheid Eul-Jordan zufolge in 30 Fällen unterstützt. Neben Einsätzen bei Sturm und Schnee halfen die Ehrenamtler etwa im vergangenen Juli, den einsturzgefährdeten Dachstuhl eines Hauses an der Kölner Straße zu stützen. Eines der Spezialgebiete der Remscheider Einheit, die auch viele Einsätze außerhalb der Stadtgrenzen hat. „Es ist ein gutes Gefühl, mit dem THW einen verlässlichen und kompetenten Partner vor Ort zu haben“, betont Eul-Jordan.

Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn andere mit ihrem Latein am Ende sind: die Spezialisten vom Technischen Hilfswerk (THW). Sie sind die Helfer für die kniffligen Fälle.

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