Die Woche in Remscheid

Remscheider Ampel muss aufs Tempo drücken

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Was in Berlin bis Freitagmittag nur sondiert wurde, ist in Remscheid längst gelebte Realität: Eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP. Dass sich die Partner in Remscheid gut verstehen, wurde in dieser Woche mal wieder deutlich, findet RGA-Redakteur Frank Michalczak.

Remscheid. Was in Berlin bis Freitagmittag nur sondiert wurde, ist in Remscheid längst gelebte Realität: Eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP übt den Schulterschluss. Allerdings wird diese Zusammenarbeit in Remscheid nicht Ampel, sondern Gestaltungsmehrheit genannt. Und wie gut sich die Partner verstehen, wurde in dieser Woche bei einer Busfahrt deutlich. Die Fraktionsvorsitzenden Sven Wolf (SPD), David Schichel (Bündnis 90/Grüne) und Sven Chudzinski (FDP) waren bei der Premiere des neuen CityExpress (CE) 63 dabei, der künftig über die A 1 die Innenstadt mit Lüttringhausen und dem dortigen Gewerbegebiet Großhülsberg verbindet. Dies beschere Pendlern eine Zeitersparnis von 15 Minuten und sei ein Baustein, den Öffentlichen Personennahverkehr attraktiver zu machen.

Das sollte längst auch durch die Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes geschehen, die aber weiterhin auf sich warten lässt. So war der Beginn der Abrissarbeiten am Betriebsgebäude der Stadtwerke an diesem Montag noch kein Meilenstein, sondern eher ein Meilensteinchen auf dem Weg zu einem modernen Busbahnhof. Dieser, so die aktuelle Prognose von Baudezernent Peter Heinze, soll nun 2025 in neuem Glanz erstrahlen. Aber: Vor dem Start stehen langwierige Ausschreibungen. Erst einmal muss die Stadt Remscheid ein neues Planungsbüro finden, das die millionenschweren Arbeiten fachlich begleitet. Doch dem nicht genug: Danach gilt es, ebenso per Ausschreibung, interessierte Firmen für die Umsetzung des Projekts zu gewinnen. Erst dann können die Bagger anrollen.

Zur Erinnerung: 2014 tauchte der Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes erstmals in dem Revitalisierungsprogramm für die Innenstadt auf. Nun ist 2021 fast Geschichte und lediglich die Stadtwerke haben begonnen, ihre Hausaufgaben zu erledigen. Dass so vieles in der Innenstadt weiterhin auf die Realisierung wartet, kann die Gestaltungsmehrheit nicht zufriedenstellen. Es herrscht angesichts der drängenden Probleme, insbesondere auf der unteren Allee mit all ihren Leerständen, erheblicher Handlungsdruck. Es ist zwar ein Hoffnungsschimmer, dass die Gastwirte unterhalb des Marktes und auf der Alten Bismarckstraße nun ihre Terrassen für die Außengastronomie erhalten. Aber alles andere, was angekündigt wurde, ist bislang Zukunftsmusik geblieben. 2022 muss es zu sichtbaren Veränderungen kommen – vom neuen Lichtkonzept bis zum Abriss von Immobilien, die in den Besitz der Stadt Remscheid gelangt sind oder noch gelangen werden. So wie der CityExpress für Tempo sorgt, sollte auch die Gestaltungsmehrheit für Tempo sorgen – in der Stadtentwicklung.

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