Ehrung

Zwei Feuerwehr-Veteranen sind seit 40 Jahren im Einsatz

Dirk Starcke (links) und Hans-Günter Weigand sind seit 40 Jahre im Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Lüttringhausen. Foto: Roland Keusch
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Dirk Starcke (links) und Hans-Günter Weigand sind seit 40 Jahre im Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Lüttringhausen.

Dirk Starcke und Hans-Günter Weigand feiern ein außergewöhnliches Dienstjubiläum

Von Peter Klohs

Remscheid. Innerhalb eines knappen halben Jahres konnten zwei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Lüttringhausen 40-jähriges Dienstjubiläum feiern. Hauptbrandmeister Dirk Starcke trat am 21. September 1980 in die Feuerwehr ein, Hans-Günter Weigand, stellvertretender Löscheinheitsführer, folgte ihm am 15. Februar 1981.

In der heutigen Zeit ist es keine Selbstverständlichkeit, vierzig Jahre ehrenamtlich in einer Organisation tätig zu sein. Hans-Günter Weigand, wie sein Kamerad Dirk Starcke, in Remscheid geboren und lebend, ist durch familiäre Bindungen auf die Feuerwehr aufmerksam geworden.

Nach seiner Ausbildung als Dachdecker stand der Wehrdienst an. Große Lust, diesen bei der Bundeswehr abzuleisten, verspürte er nicht und verpflichtete sich für die damals obligatorischen zehn Jahre für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr. „Außerdem waren einige meiner Freunde schon bei der Feuerwehr tätig“, berichtet Weigand. „Der Schritt bot sich also an.“

Die Laufbahn als Berufsfeuerwehrmann spielte in den Überlegungen des jungen Mannes durchaus eine Rolle. „Aber damals waren extrem viele Bewerbungen im Umlauf“, weiß Weigand. „Zu viele. Ich sah für mich keine Chance.“ Stattdessen bewarb er sich bei der Stadt und war zunächst fünf Jahre als Busfahrer, anschließend 20 Jahre als Verkehrsmeister tätig. Heute ist er Disponent für die Diensteinteilung.

Die Führung der Löscheinheit Lüttringhausen geschieht in enger Absprache zwischen dem Leiter Michael Ptok, Dirk Starcke als Vorsitzender des Fördervereins sowie Hans-Günter Weigand.

Feuerwehr Remscheid: Die Einsätze haben Spuren hinterlassen

Nach diesen langen Jahren der Tätigkeit bei der Feuerwehr haben manche Einsätze ihre Spuren hinterlassen. Weigand erinnert sich deutlich an den Flugzeugabsturz in Remscheid am Ende des Jahres 1988 und an den Mauereinsturz am Neubau der JVA. „Man will einiges vergessen“, verrät Weigand, „aber es geht nicht. Und damals war die Tätigkeit der Seelsorger noch nicht alltäglich wie heutzutage. Aber das Gespräch mit den Kameraden hilft enorm.“

Dirk Starcke nickt wissend. Er ist nicht nur Vorsitzender des Fördervereins für die Freiwillige Feuerwehr, sondern auch Vertrauensperson. Eine Aufgabe, die Starcke seit etwa zweieinhalb Jahren einnimmt.

Als gelernter Schriftsetzer hat er lange im elterlichen Betrieb in Lüttringhausen gearbeitet, seine Ausbildung jedoch in Köln absolviert. Auch er fand die Bindung zur Feuerwehr über familiäre Bindungen und einer zehnjährigen Verpflichtung. Zu seiner großen Freude hat der Löschzug in Lüttringhausen keine Nachwuchssorgen. „Wir sind da richtig gut aufgestellt“, berichtet der Hauptbrandmeister. „Unsere Jugendfeuerwehr wird sehr gut unterstützt, und die jungen Leute sind mit Eifer dabei. Es läuft. Und sogar richtig gut.“ Beide Feuerwehrmänner können sich also beruhigt aus dem aktiven Dienst zurückziehen, was bei Hans-Günter Weigand im November dieses Jahres der Fall sein wird, bei Dirk Starcke im April 2022.

In ihrer Freizeit sind beide Feuerwehrmänner sportlich unterwegs. Weigand läuft und wandert und hat im Zuge einer mehrtägigen Wanderung bereits eine Alpenüberquerung überstanden. Sein kurzes Fazit: „Anstrengend. Aber schön.“ Laufen wird für ihn ab 10 Kilometer interessant. „Für weniger mache ich die Sportsachen nicht dreckig.“ Starcke schwimmt gerne („Das ist im Moment ja nicht möglich“) und fährt Fahrrad. Noch heute berichtet er begeistert von einer mehrtägigen Fahrradtour an die Mosel.

Beide berichten einmütig von den Veränderungen, die ihr Dienst in den 40 Jahren erfahren hat. „Die Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr ist deutlich besser geworden“, erzählen sie. „Und die Anforderungen an die Freiwillige Feuerwehr ist im Laufe der Jahre deutlich gestiegen. Wir rücken zu viel mehr Einsätzen aus als nur zu Bränden.“

Hintergrund

Hans-Günter Weigand und Dirk Starcke haben nach ihrem Eintritt in die Feuerwehr Lüttringhausen den für Feuerwehrmänner optimalen Weg kennengelernt. Mit Gründung des Fördervereins 2005 wurde Dirk Starcke dessen Vorsitzender. Wie Hans-Günter Weigand erläutert, kann man ohne den Beistand des Lebenspartners auf Dauer kein Ehrenamt ausführen. Sein Dank geht an Ehefrau Birgit.

feuerwehr-luettringhausen.de

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