Welle

Zumba findet weiter statt – aber online

Die Welle hat im vergangenen Jahr Schmetterlinge entsendet. Im nächsten Jahr werden dann vielleicht recycelte Masken zu sehen sein. Foto: Die Welle
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Die Welle hat im vergangenen Jahr Schmetterlinge entsendet. Im nächsten Jahr werden dann vielleicht recycelte Masken zu sehen sein.

Die Tanzgruppe der Welle ist traurig, dass dieses Jahr kein Rosenmontagsumzug stattfinden kann.

Von Katharina Birkenbeul

Remscheid. Eigentlich würden die Kostüme bereits fertig sein, die Choreographie stehen und jetzt die letzten Proben für den Rosenmontagszug anstehen. Doch da dieser wie alles wegen der Corona-Pandemie ausfallen muss, haben auch die Zumbagruppen der Die Welle gGmbH die Vorbereitungen in diesem Jahr ausfallen lassen. „Das ist schon traurig. Normalerweise sind wir jetzt alle im Karnevalsfieber, in diesem Jahr ist aber gar nicht so präsent, dass schon in wenigen Wochen Karneval ist“, sagt Stephanie Dobke, die die unterschiedlichen Gruppen in Lennep unterrichtet.

„Normalerweise sind wir jetzt alle im Karnevalfieber, in diesem Jahr ist das gar nicht so präsent.“
Stephanie Dobke, bei Die Welle für den Jugendbereich zuständig

Im vergangenen Jahr haben die Teilnehmer der Welle und auch Menschen von der Lebenshílfe – wo Dobke ebenfalls Zumbakurse gibt – als blau-lila Schmetterlinge hinter einem der karnevalistischen Wagen getanzt. Vor ein paar Jahren waren etwa 80 Minions unterwegs. Auch als Pfaue waren Stephanie Dobke und ihre Tänzerinnen aller Altersstufen schon verkleidet. Die Karnevals-Choreographie werde immer schon kurz nach den Sommerferien einstudiert, damit sie am Tag des Zuges sitzt.

„Aber nach den letzten Sommerferien wurde der Rosenmontagszug in Lennep schon abgesagt“, erklärte Dobke, dass es für die Session 2020/2021 zunächst keine Überlegungen gegeben hat, vielleicht doch Zumba tanzen zu können. „Aber so freuen wir uns auf nächstes Jahr umso mehr“, ist Dobke zuversichtlich. Und ganz nehmen, lassen sich die Zumba Mädels den Karneval trotzdem nicht: „Wir haben jetzt ausgemacht, dass wir Altweiber eine Karneval- Zumba-Stunde online machen. Alle im Kostüm und mit Liedern von den Karnevalszügen“, freut sich Stephanie Dobke.

Kinder haben beim Online-Meeting großen Redebedarf

Weil wegen des Coronavirus keiner ins Haus darf, finden die Zumbakurse und auch andere Angebote wie das Sorgentelefon oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Choreographien trotzdem weiter statt – allerdings online. „Damit sich alle auch zu Hause bewegen“, sagt die Trainerin.

Mit den digitalen Möglichkeiten wollen die Verantwortlichen der Welle zeigen, dass sie da sind. „Denn es ist besonders für die Kinder schwer, dass sie nicht zu uns kommen können“, sagt Dobke. Aber auch, wenn sie es schade findet, nicht in persönlichen Kontakt mit den Menschen zu kommen, kann sie die Maßnahmen verstehen. Über Whatsapp und anderen Sozialen Medien steht Dobke in regelmäßigem Kontakt zu den Teilnehmern.

Und auch die Online-Kurse finden großen Andrang. „Es sind alle dankbar und glücklich. Alle machen regelmäßig mit. Und selbst das ist besser als gar nichts. Jede Zumbastunde feiern wir unsere eigene Party, haben Spaß – das geht auch online.“ Dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene zumindest so zusammenkommen, sei wichtig, da die einzelnen Gruppen auch zu einem Team zusammengewachsen seien.

Wer Redebedarf habe, könne sich auch eine halbe Stunde vor oder nach den Tanzstunden über Zoom mit Stephanie und ihrem Mann Tonino Dobke austauschen. Das sei dann schon manchmal eine Herausforderung für die beiden Trainer, weil alle gleichzeitig von ihren Sorgen, Wünschen und Träumen berichten wollten.

Jetzt hoffen Dobke und die Teilnehmer der Zumba-Kurse darauf, bald wieder persönlich mit allen tanzen zu können. „Und im nächsten Jahr bestehen unsere Karnevalskostüme dann vielleicht aus Masken, die wir dann hoffentlich nicht mehr als Schutz gegen das Virus brauchen.“

Weitere Angebote

Experimente, Fitnessübungen oder Backrezepte – das und vieles mehr veröffentlicht Die Welle in der Lockdown-Zeit auf ihren Social-Media-Kanälen – auf Instagram, Facebook und Youtube. Dort kündigen die Mitarbeiter beispielsweise auch gemeinsame Online-Spielerunden an. Außerdem werden dort die Wochenpläne veröffentlicht, auf denen jeder sehen kann, was das Jugendzentrum zu welchem Zeitpunkt anbietet.

https://www.instagram.com/die_welle_remscheid/

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