Lennep Offensiv

Zukunftsmanager David R. Froessler stellt sich vor

Am Lennep-Stammtisch: Willi Oberlis, Zukunftsmanager David R. Froessler, Thomas Schmittkamp und Markus Kötter (v. r.).
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Am Lennep-Stammtisch: Willi Oberlis, Zukunftsmanager David R. Froessler, Thomas Schmittkamp und Markus Kötter (v. r.).
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Mehr als 50 Interessierte kamen zu „Lennep Offensiv“ und lernten David R. Froessler kennen.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Das Röntgen-Museum entpuppte sich als Treffpunkt für über 50 Interessierte, die am Stammtisch des Vereins Lennep Offensiv Platz nahmen. Sie lernten am Donnerstagabend den neuen Zukunftsmanager für den Ort kennen: David R. Froessler vom Düsseldorfer Fachbüro Urbano soll dazu beitragen, Leerstände in der Altstadt und an der Kölner Straße zu beseitigen, indem er Hauseigentümer auf Förderprogramme aufmerksam macht und ihnen Existenzgründer vermittelt. Auch beim Marketing für Lennep will er Akzente setzen. Viel Zeit hat er dafür allerdings nicht. Bis Ende 2023 ist sein Engagement für die Stadt Remscheid befristet, das aus einem Sonderprogramm von Land und Bund finanziert werde. „Es besteht schon ein Riesendruck, möglichst schnell möglichst viel zu erreichen“, erklärte er seinen Zuhörern.

Froessler tritt sein Amt in einer Zeit an, in der Lennep nach dem Aus für das Großprojekt Designer Outlet Center auf der Suche nach neuen Perspektiven ist. Er selber befinde sich dabei in einer Phase des Kennenlernens. „Was ist Lennep? Wer macht hier mit?“, nannte er seine Fragestellungen – und traf beim Stammtisch im Museum diverse Persönlichkeiten, die sich für den Ort engagieren.

Darunter auch Thomas Schnittkamp, Vorsitzender von Lennep Offensiv, der den Abend moderierte. Er bezeichnete es als „positives Signal“ der Stadt Remscheid, den Zukunftsmanager mit Lennep zu betrauen. „Obwohl die Vorstellung dann doch etwas überraschend kam“, blickte Schmittkamp auf einen Medientermin Ende September zurück, als die Rathaus-Spitze den Raumplaner als neuen Ansprechpartner für den Ort präsentierte.

Hausbesitzer sollen Chancen nutzen

Froessler will aktiv auf Hausbesitzer zugehen, um sie zu ermutigen, ihr Ladenlokal zu vermieten. Wer sich in den nächsten Monaten entscheidet, einem Neumieter für ein Jahr 30 Prozent Nachlass zu gewähren, kann auf staatliche Unterstützung hoffen – zum Beispiel bei der Fassadensanierung oder bei Umbauarbeiten, die für Barrierefreiheit sorgen. Es gelte, Frequenzbringer für Altstadt und Kölner Straße zu finden. Das müsse nicht der klassische Einzelhandel sein. „Dafür kommt auch ein Kinderlogopäde infrage“, nannte Froessler ein Beispiel. Zuweilen müsse er dabei „dicke Bretter bohren“. Denn so mancher Eigentümer verdiene mit Wohnungen oberhalb der verwaisten Geschäfte genug – und will sich nicht mit Investitionen belasten. Es gebe aber Hoffnungsschimmer: Ihm liege die Anfrage einer interessierten Geschäftsfrau vor, die er Immobilienbesitzern vorstellen will.

„Die Ansätze sind gut. Ihre Arbeit kommt aber zu spät“, bewertete Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) die eigenen Versuche der Stadtverwaltung, mit dem Förderprogramm für Belebung in Lennep zu sorgen. Die Erfolge seien „ausbaufähig“ gewesen. Auch beim Stadtmarketing reklamierte Kötter Handlungsbedarf. Dies sei auf die Lenneper Vereine „abgewälzt“ worden, die zusätzlich immer mehr bürokratische Hürden nehmen müssten, wenn sie Feste feiern oder Konzerte veranstalten. Er werde ganz sicher nicht der Erzieher der Stadtverwaltung sein, erwiderte Froessler. Stattdessen sehe er sich eher in der Vermittlerrolle und forderte die Zuhörer auf, mit ihm in einem halben Jahr Zwischenbilanz zu ziehen, was ihm geglückt sei – und wo Erwartungen enttäuscht wurden.

Ideen

Diese Ideen wurden bei Lennep Offensiv von den Teilnehmenden vorgeschlagen:

  • Den Begriff Hansestadt für Lennep betonen.
  • Neue Flyer mit Gastronomie-Hinweisen, die zum Beispiel in den Hotels ausgelegt werden.
  • Altstadt soll Kindern Attraktionen bieten.
  • Veränderte Verkehrsführung in den historischen Stadtkern, wobei es eine Kontroverse gab, ob sie künftig zur Fußgängerzone werden soll.

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