Klimaflucht

Zentralbibliothek zeigt die vielen Gesichter des Klimawandels

Sofia Rodriguez Eckwert, Belinda Tillmanns und Daniel Pilz (v. l.) eröffneten die Schau „Klimaflucht“. Foto: Roland Keusch
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Sofia Rodriguez Eckwert, Belinda Tillmanns und Daniel Pilz (v. l.) eröffneten die Schau „Klimaflucht“.

Der Jugendrat und das Kommunale Integrationszentrum holten die Ausstellung nach Remscheid. Führungen sind möglich.

Von Monika Meurs

Remscheid. Sie erzählen von ihren Schicksalen, den Ursachen und Folgen. Und hinterfragen damit die eigene Existenz und die Sichtweise auf das globale Leben – die sieben Figuren, die ab sofort in der Zentralbibliothek als Zeitzeugen zu Wort kommen. Am Wochenende wurde dort die Wanderausstellung „Klimaflucht“ eröffnet. Die Schau der Deutschen KlimaStiftung wird seit 2016 bundesweit verliehen und hat eines zum Ziel: Globale Zusammenhänge in Sachen Klimawandel zu erklären, aufzuzeigen, wie die weltweiten Auswirkungen sich auch direkt vor der eigenen Haustür auswirken können. Das verdeutlichen jetzt in Remscheid die lebensgroßen Figuren, die ihre ganz eigene Geschichte in Audiobeiträgen erzählen.

In Kooperation mit dem Bildungsbüro und dem Kommunalen Integrationszentrum ist es dem Jugendrat gelungen, die Ausstellung nach Remscheid zu holen, erklärt Maria Münstermann von der Geschäftsführung des Jugendrates. „Da mag sich der eine oder andere denken: Was geht mich das auf der anderen Seite der Weltkugel an? Und wir würden an dieser Stelle antworten: Alles!“, sagte Daniel Pilz, Initiator der lokalen Klimaschutzinitiative Bündnis Remscheid. „Das Thema Klimawandel ist allgegenwärtig, dringend sollte dies auch bei uns endlich immer mehr in den Fokus geraten“, ergänzte Maria Münstermann. Eindrucksvoll sei daher das Engagement von jungen Leuten vor Ort, die sensibilisieren und die Augen öffnen wollen für die globale Entwicklung.

Experten sagen Hitze und Fluten für Remscheid voraus

Mit Herzblut und Nachdruck trugen die engagierten Initiatoren und Aktiven des Jugendrates bei der Ausstellungseröffnung ihre Anliegen vor: „Der Klimawandel hat einschneidende Folgen. Ob in China, in Griechenland, im Mekong-Delta – die Auswirkungen scheinen so fern, werden aber auch hier, vor unserer eigenen Haustür, spürbar werden. Das ist absehbar. Wer davor die Augen verschließt, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt“, so der Tenor, den Maria Münstermann im Sinne aller Beteiligten in Worte fasste. „Überschwemmungen, Dürren, Hungersnöte, Plagen, menschliche Schicksale, Hilflosigkeit – davon berichten Medien jeden Tag. Jeder denkt sich: ,Ach ja, das ist so weit weg‘, ist es aber nicht. Man kann das alles nicht rückgängig machen, aber trotzdem aus der Vergangenheit eine bessere Zukunft machen.“ Viele Fragen wurden von den Besuchern gestellt, ein erfrischender Dialog ergab sich.

Die Ausstellung „Klimaflucht“ ist noch bis 29. Oktober im Foyer der Zentralbibliothek, Scharffstraße 4-6, zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen. Gruppenführungen sind buchbar.

jugendrat@remscheid.de

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