Nach der Flut

Wupperverband baut Hochwasserschutz aus

Besserer Hochwasserschutz, damit so etwas nicht wieder passiert: THW muss Domizil des Polizeihundesportvereins abreißen.
+
Besserer Hochwasserschutz, damit so etwas nicht wieder passiert: THW muss Domizil des Polizeihundesportvereins abreißen.

In der Bezirksvertretung Alt-Remscheid wird über mehr Sicherheit im Morsbachtal diskutiert.

Von Andreas Weber

Remscheid. Anhaltender Regen lässt die Bewohner des Morsbachtals unruhig werden. Es könnte sein, dass das sonst so idyllische Fließgewässer wieder zum Monster wird, das über die Ufer tritt und alles mit sich reißt. Seit dem 14. Juli 2021 ist in der Tallage vieles anders. Die Flutkatastrophe hat tiefe Spuren hinterlassen und den Wunsch nach mehr Sicherheit. Auch die Kommunalpolitik ist sensibilisiert, fragt nach. Wie es weitergeht, will die CDU wissen. In der Bezirksvertretung Alt-Remscheid (18. Januar, 17 Uhr, Rathaus) wird Dezernentin Barbara Reul-Nocke einen Zwischenstand verkünden.

In einer Vorlage für die Sitzung teilt sie mit: „Der Wupperverband prüft zurzeit, ob zusätzliche Hochwasserrückhaltebecken an den Nebenläufen zu Wupper und Dhünn – und somit am Morsbach – notwendig und möglich sind. Ein entsprechendes Konzept wird vom Wupperverband mit den Verbandskommunen abgestimmt und in den nächsten Jahren umgesetzt.“ Im Zulauf des Morsbachs sollen durch den Bau weiterer Rückhaltungen am Klausener Bach, am Diepmannsbach und an der Hägener Mühle Verbesserungen im Gewässerabfluss erreicht werden. Der Wupperverband will durch diese Maßnahmen die Niederschlagswasserabflüsse verzögern.

Die Brücke Ulrichskotten, die als Übergang die Becker Aue auf der Wuppertaler Seite mit der Hofschaft Morsbach in Remscheid verbindet, ist momentan durch ein vom THW Remscheid gebautes Provisorium fußläufig überquerbar. Barbara Reul-Nocke kündigt an, dass die neue Brücke „hochwasserangepasst“ geplant werde. „Dies bedeutet, dass diese ein höheres Freibord erhält, so dass der Abfluss eines 100-jährlichen Hochwassers sichergestellt ist.“ Die Vorarbeiten laufen.

Prangerkotten ist wieder mit dem Auto erreichbar

Zum Zeitrahmen teilt die Dezernentin mit: „Auch unter Berücksichtigung der aktuell hohen Anzahl an Gewässerbaumaßnahmen und eventueller Lieferengpässe ist von mindestens einem Jahr bis zum Abschluss der Maßnahme auszugehen.“ Die Sanierung der zerstörten Brücken am Morsbach wird federführend von der Stadt Wuppertal bearbeitet. Dies gilt auch für Ulrichskotten. Die Beantragung der notwendigen Fördermittel müsse daher durch die Nachbarkommune erfolgen, erklärt Barbara Reul-Nocke.

Kontrollen und ein Limit plant das Ordnungsamt im Morsbachtal nicht

Für den Ibach im Bereich der Mündung am Gründerhammer entwickelt ein Fachplaner eine Sanierungsvariante zur Hochwassersituation. Einschränkend verweist Reul-Nocke darauf, dass am Morsbach bereits Gewässerbaumaßnahmen durchgeführt wurden, die unter anderem einen verbesserten Abfluss im Gewässer zum Ziel haben. „Die Wirksamkeit war bei dem Hochwasser im Juli gegeben. In diesen Bereich waren nur geringe Schäden durch die erhöhte Wasserführung festzustellen“, heißt es in der BV-Vorlage weiter.

In der Ortschaft Morsbach selber seien keine weiteren Maßnahmen geplant. Die CDU-Frage, ob im Bereich Morsbach eine Tempokontrolle geplant sei, verneint das Ordnungsamt. Ebenso wenig sei daran gedacht, zwischen Morsbach 70 und der Einmündung Beckeraue Tempo 30 einzuführen.

Bürgermeister Mast-Weisz ist es wichtig, den Hochwasserschutz in Remscheid zu sichern

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Ausflügler ignorieren Absperrungen und begeben sich in Lebensgefahr
Ausflügler ignorieren Absperrungen und begeben sich in Lebensgefahr
Ausflügler ignorieren Absperrungen und begeben sich in Lebensgefahr
Feuerwehr rückt zu Kaminbrand aus
Feuerwehr rückt zu Kaminbrand aus
Feuerwehr rückt zu Kaminbrand aus
Corona: Inzidenz steigt auf 1291,3 - Zweithöchste Inzidenz in NRW
Corona: Inzidenz steigt auf 1291,3 - Zweithöchste Inzidenz in NRW
Corona: Inzidenz steigt auf 1291,3 - Zweithöchste Inzidenz in NRW
Kirmes und Schützenfest sind fest eingeplant
Kirmes und Schützenfest sind fest eingeplant
Kirmes und Schützenfest sind fest eingeplant

Kommentare