Wunsch der Anwohner

Einigkeit beim Gipfeltreffen: Beckeraue wird umgemeindet

Einigkeit in Beckeraue: Burkhard Mast-Weisz (l.), Uwe Schneidewind (r.) sowie die Bezirksbürgermeisterinnen Ilka Brehmer (Stellvertreterin Alt-Remscheid) und Miriam Scherff (Cronenberg; 2. v. r.). Foto: Michael Schütz
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Einigkeit in Beckeraue: Burkhard Mast-Weisz (l.), Uwe Schneidewind (r.) sowie die Bezirksbürgermeisterinnen Ilka Brehmer (Stellvertreterin Alt-Remscheid) und Miriam Scherff (Cronenberg; 2. v. r.).

Verwaltungen wollen den Wunsch der Anwohner entsprechen: Die Ortschaft im Morsbachtal soll zu Remscheid gehören.

Von Andreas Weber

Remscheid. Die Ortschaft Beckeraue im Morsbachtal steht vor der Umgemeindung nach Remscheid. Bei einem Gipfeltreffen am Freitagnachmittag vor Ort bekräftigten die Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (Remscheid) und Professor Dr. Uwe Schneidewind (Wuppertal), dass beide Städte gewillt sind, dem großen Wunsch der Mehrheit unter den 30 Bewohnern zu erfüllen.

„Herzlich willkommen“, rief Mast-Weisz den Anwesenden beim Ortstermin zu. Auch Schneidewind ließ keinen Zweifel: „Wir sichern ihnen hohes Entgegenkommen zu.“ Wuppertals OB versprach, die Umgemeindung „engagiert voranzutreiben“. Er geht von gut einem Jahr aus, bis der Stadtwechsel vollzogen ist. Zunächst müssen die Bezirksvertretungen Cronenberg und Alt-Remscheid zustimmen, dann beide Stadträte und schließlich muss die Bezirksregierung den Gebietsänderungsvertrag absegnen. Dazwischen ist viel Planungsarbeit angesagt.

Der südliche Außenposten Wuppertals, verkehrstechnisch deutlich besser über Remscheid angebunden, fühlt sich seit langem von Wuppertal vernachlässigt. „Wir kommen uns vor wie die Hinterwäldler am Bach“, drückte es Silvia Wucherpfennig aus. In ihrem Urteil bestärkt wurden die Anwohner nach der Flutkatastrophe am 14. Juli vergangenen Jahres. „Die Ereignisse wirkten wie ein Katalysator“, meint Schneidewind. Erste Hilfe aus Wuppertal fand nicht statt. Schneidewind räumte gestern ein, dass Beyenburg und die Kohlfurth im Fokus gestanden hätten. Die Opfer in Beckeraue waren vergessen worden. Danach reifte der von einer Remscheiderin auf der anderen Seite des Bachs in der Hofschaft Morsbach koordinierte Entschluss, zu wechseln. Beide Oberbürgermeister dankten gestern Silke Maczewski für ihren Einsatz. Sie wird weiterhin erste Ansprechpartner für die beiden Kommunen sein. Momentan noch mehr beschäftigt die Anwohner die fehlende zweite Brücke Ulrichskotten. Nachdem diese von der Flut weggerissen worden war, hatte das THW Remscheid einen Behelf errichtet, den aber nur Fußgänger und Radfahrer nutzen können.

Planungen für den Brückenneubau haben noch nicht begonnen, weil ein Rechtsstreit mit einem Anwohner auf Remscheider Seite läuft, der dort keinen Grenzverkehr mehr auf seinem Grund dulden will. „Die Klage ist zwar im Eilverfahren zu unseren Gunsten entschieden worden, aber das Hauptverfahren läuft noch“, erklärte Mast-Weisz. Einig sind sich beide Stadtverwaltungen, dass später Remscheid den Hut bei der Brückenplanung aufhaben wird. Für den Neubau sollen Landesmittel beantragt werden.

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