Historisches Foto

Wo ist diese über 100 Jahre alte Erholungsstätte zu finden?

Wo ist diese über 100 Jahre alte Erholungsstätte zu finden?
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Wo ist diese über 100 Jahre alte Erholungsstätte zu finden?
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Unser Rätselfoto der vergangenen Woche zeigte die Hauptgeschäftsstraße im Dorf – Die ehemalige Geschäftsfrau Karin Burghoff lebt hier seit 55 Jahren „mit ganzem Herzen“.

Remscheid. Ein dickes Dankeschön schickte Karin Burghoff an die Redaktion: „Seit 55 Jahren wohne ich in unserem Dorf und das mit ganzem Herzen“, schreibt die RGA-Leserin und erfreut sich an „ihrer geliebten Gertenbachstraße“ – in der sie auch lebt. 40 Jahre habe sie mit ihrem Mann die Obst- und Gemüsekisten vor ihr Geschäft gestellt. „Es war ein buntes Treiben mit pulsierendem Leben in der Gertenbachstraße.“ Den Marketingrat und die Interessengemeinschaft Einzelhandel Lüttringhausen (IGEL) hätten beide mitgegründet.

Karin Burghoff war einmal Vorsitzende von IGEL. Es sei damals „em Dorp watt loos“ gewesen, meint Karin Burghoff wehmütig und folgert: „Es war eine schöne Zeit. Heute ist es still geworden.“ Die Burghoffs finden Erwähnung in der Zuschrift von Annemarie Turck: „Vorn links auf dem Rätselfoto war früher das Obst- und Gemüse- und Lebensmittelgeschäft Burghoff. Das Seniorenehepaar Burghoff war mir sehr vertraut, später der Sohn mit Gattin. Frau Burghoff ‘junior’ lebt wohl noch in Lüttringhausen und war meines Wissens in den letzten Jahren noch sehr aktiv beim Bauernmarkt und anderen Events.“

Früher war dies die Hauptschlagader in Lüttringhausen: die geschäftige Gertenbachstraße.

Auch Helmut Schucht erkannte richtig, dass unser Suchbild im Herzen von Lüttringhausen entstanden ist. Benannt wurde sie nach Bürgermeister Richard Gertenbach, der von 1890 bis 1925 in Lüttringhausen die Fäden zog. Gertenbach lebte von 1857 bis 1929 und war zuvor Volontär und Sekretär bei den Bürgermeisterämtern Dorp und Solingen gewesen. „Er gab der Straße zwischen Eisernstein und der evangelischen Kirche seinen Namen“, teilt Schucht mit und führt weiter aus: „Die Gertenbachstraße ist jedes Jahr Anziehungspunkt für festliche Aktivitäten, wenn es heißt, Bühne frei für den Weihnachtsmarkt und Bauernmarkt, nicht zu vergessen die Lüttringhauser Heimatspiele.“

Annemarie Turck lobt „herrliche Torten“ der Konditorei Borgmann

Kurt Ravenschlag findet: „Schade, dass sich die Straße zum Nachteil der Lütterkuser verändert hat.“ Früher sei sie tatsächlich geschäftig gewesen und das habe sich in der unteren Richthofenstraße fortgesetzt. Auf zwei Geschäfte verweist Ravenschlag: „Am linken Bildrand ist das Lebensmittelgeschäft Kotthaus und etwas höher das Schild der ehemaligen Gaststätte Tillmanns zu erkennen.“ Das sind Namen, die auch bei Lothar Förder fallen, der noch die Drogerie Kadereit erwähnt. Gegenüber der Gastwirtschaft Tillmanns sei ein Tanzsaal gewesen. „Meine Erinnerung ist, dass ich dort als Kind in der Nähe gewohnt habe und fast täglich vorbeigekommen bin.“ Lutz Kramer erwähnt die Bäckerei König.

Heute ist längst nicht mehr so viel los wie vor Jahrzehnten. Und das ist nicht nur eine Folge von Corona.

Annemarie Turck (Jahrgang 1951), die als Tochter des früheren evangelischen Pfarrers in Lüttringhausen aufwuchs, schreibt: „Unser Pfarrhaus im Wiedenhof lag nicht weit von der Gertenbachstraße. Die evangelische Kirche befindet sich unterhalb des Fotos, früher war ihr gegenüber das Heimatspielhaus mit Bühne dahinter. Heute steht dort das Gemeindehaus.“

Die Gertenbachstraße sei damals eine Hauptgeschäftsstraße für die Dorfbewohner gewesen. Auch heute noch sei die gesuchte Straße ein „beliebter Publikumsmagnet bei Märkten, besonders dem Weihnachtsmarkt“, stellt Annemarie Turck fest. Sie geht auch auf die rechte Straßenseite ein, die sich auf dem Foto nicht wiederfindet: „Ich möchte da zwei Geschäfte erwähnen, in denen ich als Kind oft eingekauft habe. Auf der Höhe von Bäckerei König die Buchhandlung Schleu und etwas oberhalb, nahe zur Tannenbergstraße, die quer zur Gertenbachstraße verläuft und auch rechts vor dem Haus zu sehen ist, das Café bzw. die Konditorei Borgmann. Dort gab es herrliche Torten.“

Richtige Antworten sandten auch Brigitte Hugenbruch und Konrad Oßmann.

Das neue Rätselbild

Ja, das waren noch Zeiten, als die Remscheider im Sommer nicht in den Flieger gen Süden stiegen, sondern zu Hause die Sonne genossen. Wo ist diese über 100 Jahre alte Erholungsstätte zu finden? Schicken Sie die Lösung bis 1. April per E-Mail oder Post, mit persönlichen Anekdoten, an RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid; redaktion@rga-online.de

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