Glätte auf den Brücken

Winterdienst sitzt auf 1000 Tonnen Salz

Der Schnee kann kommen. Die TBR-Mitarbeiter Claudia Schmidt und Ulrich Dreesen organisieren den Winterdienst in Remscheid. An Salz mangelt es nicht. Die Lager sind gut gefüllt. Foto: Doro Siewert
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Der Schnee kann kommen. Die TBR-Mitarbeiter Claudia Schmidt und Ulrich Dreesen organisieren den Winterdienst in Remscheid. An Salz mangelt es nicht. Die Lager sind gut gefüllt.

Auf den Brücken wird es rasch glatt und gefährlich. Am Montag rückten die Männer der Technischen Betriebe aus.

Von Axel Richter

Remscheid. 1000 Tonnen Salz haben die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) eingelagert, die Schneepflüge stehen parat, die Streuteller sind gecheckt. Mit anderen Worten: Der Winterdienst der Stadt Remscheid zeigt sich gerüstet für den Kampf gegen Eis und Schnee. Wenn es denn friert beziehungsweise eiskalt vom Himmel fällt.

In den vergangenen Jahren fielen die Winter eher milde aus, worüber sich die Gebührenzahler freuen konnten. Die geringeren Kosten insbesondere für den Personaleinsatz, wirkten sich auf die Rechnung aus, die sie für die Straßenreinigung zu bezahlen haben. Auf einen weiteren Winter, der eher nass und windig denn kalt und schneereich ausfällt, mögen sich Claudia Schmidt und Ulrich Dreesen jedoch nicht verlassen. Die beiden Kollegen bei den TBR haben deshalb vorgesorgt.

„Wir brauchen freie Bahn. Sonst können wir nicht räumen.“
Claudia Schmidt, TBR

Am Montagmorgen ließen sie die Männer auf ihren orangen Räumfahrzeugen erstmals ausrücken. Die Neuenkamper Brücke zählt zu den neuralgischen Stellen im Stadtgebiet. Auch die Fußgängerbrücken am Hauptbahnhof werden rasch glatt. „Da steht der Wind drauf“, erklärt Claudia Schmidt und entsandte deshalb ihre Fußtruppen mit dem Streueimer in der Hand. Andere übten den Einsatz auch mit Blick auf die eigene Sicherheit. Der Unfall vom Februar 2016 ist allen noch in Erinnerung. Damals war ein Kollege mit dem Fuß in einen Streutraktor geraten und schwer verletzt worden.

Remscheid: „Der Winter kann kommen.“

Um 5 Uhr begann für die Männer der Arbeitstag. Die Fahrer der Räum- und Streufahrzeuge rücken im Bedarfsfall eine Stunde früher aus, um die Straßen befahrbar zu halten. 18 Lkw stehen dafür bereit, die mit Streugeräten und Schneepflügen ausgerüstet werden können. Hinzu kommen Traktoren, Kleinstreugeräte und jede Menge Schaufeln. Insgesamt können die TBR bis zu 100 Mitarbeiter auf die Remscheider Straßen entsenden. „Der Winter kann also kommen“, sagt Claudia Schmidt.

Das gilt auch für die Polizei. Die Beamten auf ihren Einsatzfahrzeugen sind schon seit Wochen auf Winterreifen unterwegs. Bei den Ordnungshütern gilt diesbezüglich das alte Motto von O wie Oktober bis O wie Ostern.

Bei den Bussen der Remscheider Stadtwerke wird dagegen schon lange gar kein Reifenwechsel mehr nötig. Die Busse fahren das ganze Jahr über auf Winterreifen. Bei 90 Bussen und rund 600 Reifen war der Wechsel in früheren Jahren ein erheblicher Kostenfaktor. Der entfällt heute.

Damit die Busse rollen statt auf steilen Strecken stehenzubleiben, stehen die Linien und Hauptverkehrsstraßen übrigens ganz oben auf der Liste der Räum- und Streudienste. Erst wenn sie sicher befahren werden können, kommen die Schneepflüge und Salz- und Solestreuer auch in die Anliegerstraßen.

Normalerweise soll das ab 7 Uhr früh der Fall sein. Doch Claudia Schmidt und Ulrich Dreesen bitten um Verständnis: Je nachdem, wie viel Schnee vom Himmel fällt, sei das nicht zu schaffen. Das gelte auch für den Fall, dass die Schneeräumer selbst im Stau stehen oder mit ihren Schneepflügen nicht an parkenden Autos vorbeikommen. „Wir brauchen freie Bahn“, sagt Claudia Schmidt. „Sonst können wir nicht räumen. Und wenn wir noch so gut vorbereitet sind.“

Zwei am Werk

Die Technischen Betrieben sind nicht alleine für den Winterdienst in Remscheid verantwortlich. Auf Teilstücken schiebt und streut auch die Landesbehörde Straßen NRW.

Das gilt unter anderem für die B 229 zwischen Trecknase und Hohenhagen. Für das 2,5 Kilometer lange Teilstück ist Straßen NRW zuständig. Das führt dazu, dass die Straße unter Umständen unterschiedlich gut geräumt ist.

Wieder gibt es Ärger um den Plastikmüll - Technische Betriebe würden die Entsorgung gern selbst übernehmen.

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