Nach der Kommunalwahl

Die SPD will die Ampel fortsetzen

Christine Krupp am Wahlabend. Die SPD-Vorsitzende möchte nun zunächst mit Grünen und FDP sprechen.Foto: RK
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Christine Krupp am Wahlabend. Die SPD-Vorsitzende möchte nun zunächst mit Grünen und FDP sprechen.

Die Remscheider SPD möchte die Zusammenarbeit mit FDP und Grünen im Stadtrat fortsetzen.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des Unterbezirksvorstands am Montagabend. „Wir haben eine Verhandlungskommission eingesetzt“, berichtet die Remscheider SPD-Vorsitzende Christine Krupp. In den kommenden Wochen werde man sich mit den Grünen und den Liberalen treffen.

Seit 2009 kooperieren die drei Parteien regelmäßig im Rat, wobei manche Projekte aber auch in wechselnden Mehrheiten mit anderen Partnern umgesetzt wurden.

Christine Krupp am Wahlabend. Video: Böhnke

Bei der Wahl am Sonntag wurde die SPD erstmals seit 1994 wieder stärkste Kraft im Rat, gleichzeitig konnten die Grünen die Anzahl ihrer Sitze mehr als verdoppeln. Zusammen mit der Stimme des Oberbürgermeisters könnte Rot-Grün nun also auch ohne die FDP regieren – möchte man aber nicht, wie Christine Krupp betont: „Es mag solche Überlegungen gegeben haben, aber nicht von unserer Seite aus.“

Geführt werden die Gespräche aufseiten der SPD von Krupp, OB Burkhard Mast-Weisz, Sven Wolf als Fraktionsvorsitzendem, der Fraktionsgeschäftsführerin Ilona Kunze-Sill und Antonio Scarpino als Geschäftsführer der Remscheider SPD.

Ziel sei aber weniger eine „harte Koalition“, wie Christine Krupp sagt, sondern eine ähnliche Kooperation wie in den zurückliegenden Jahren. Es gehe darum, die Stadt nach vorne zu entwickeln, so die Vorsitzende.

An der Spitze der Fraktion könnte auch in Zukunft Sven Wolf stehen. „Davon ist erstmal auszugehen“, sagt Christine Krupp. Entscheiden müsse dies aber die Fraktion in einer der kommenden Sitzung.

Fest steht hingegen schon, wie es mit Daniel Pilz weitergeht. Der 19-Jährige hatte trotz Listenplatz drei den Einzug in den Rat verpasst – weil die SPD „zu viele“ Direktmandate gewann. „Wir möchten unbedingt, dass er im Rat mitarbeitet“, sagt Krupp. Deswegen werde er nun als sachkundiger Bürger eingesetzt. Und bleibt zudem erster Nachrücker, falls ein SPD-Mitglied sein Ratsmandat aufgeben muss.

Gut geschlafen hat er nicht: Nach dem Wahltriumph zeigt sich Burkhard Mast-Weisz (SPD) demütig. Ein Interview von Axel Richter.

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