Teilhabechancengesetz macht‘s möglich

Wilde Kippen: TBR planen nun doch mit Mülldetektiven

Unsachgemäß entsorgter Müll ist ein Ärgernis – in Remscheid vielleicht bald ein Fall für Mülldetektive. 
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Unsachgemäß entsorgter Müll ist ein Ärgernis – in Remscheid vielleicht bald ein Fall für Mülldetektive. 

Die CDU bekommt vielleicht doch noch ihre Mülldetektive.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Wie Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe (TBR), im zuständigen Ausschuss berichtete, plane man, im kommenden Jahr Mitarbeiter im Rahmen des Teilhabechancengesetzes zu beschäftigen. Diese könnten dann auch im Kampf gegen illegale Müllentsorgung eingesetzt werden. Zum einen wie von den Christdemokraten gefordert, um die Verursacher zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen. Zum anderen aber auch, um den Unrat zu entsorgen.

Seit rund eineinhalb Jahren fordert die CDU den Einsatz solcher Mülldetektive, bisher vergebens. Stadt und TBR hatten bisher stets davon abgeraten: Die Erfolgsaussichten seien gering, zudem fürchte man einen Verdrängungseffekt. Zurück in die poltische Diskussion war das Thema nun durch eine Meldung aus Wuppertal gekommen. Dort gibt es bereits seit 2019 Mülldetektive, durch deren Arbeit wurden im Jahr 2020 Bußgelder von über 10.000 Euro verhängt. Durchaus ein Erfolg, wie die Remscheider CDU findet.

Diesen Einnahmen stehen allerdings auch erheblich höhere Personalaufwendungen gegenüber, machte Michael Sauer, TBR- Geschäftsbereichsleiter Entsorgung, im Ausschuss deutlich. Zudem sei unklar, ob die verhängten Bußgelder auch wirklich realisiert werden konnten. Deswegen setze man bei den TBR auf eine Förderung nach dem Teilhabechancengesetz, so Zirngiebl. Und nicht nur auf die Ermittlung der Verursacher, sondern auch auf die Beseitigung des Mülls.

Remscheid: Langfristige Lohnkostenzuschüsse und eine enge Betreuung

Mit dem 2019 in Kraft getretenen Teilhabechancengesetz möchte die Bundesregierung 150.000 Langzeitarbeitslose in reguläre Jobs bringen. Dafür gibt es langfristige Lohnkostenzuschüsse und eine enge Betreuung, zudem werden Qualifizierungskosten übernommen. So gewonnene Mitarbeiter werden bereits innerhalb der Stadtverwaltung eingesetzt, unter anderem im Gebäudemanagement und im Sportamt.

Und das mit überwiegend sehr guten Erfahrungen, wie Sozialdezernent Thomas Neuhaus bereits mehrfach berichtete. Deswegen möchten sich nun auch die TBR um solche Kräfte bemühen, wenn das im kommenden Jahr wieder möglich ist.

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