Finanzen

Wichtige Kulturprojekte sind im Haushalt erfasst

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Auch Mittel für den dritten Bauabschnitt im Röntgen-Museum sind eingestellt worden. Dabei handelt es sich unter anderem um den Umbau der Medizintechnik-Ausstellung.

Geld für Umbau des Röntgen-Museums, Haus Cleff oder Aufzug im Theater – Zudem soll es einen zweiten Hilfsfonds geben.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Auch wenn es derzeit im Lockdown nicht danach aussieht, weil alles geschlossen ist: 2021 bringt Hoffnung für die Kulturlandschaft. Denn wichtige Kulturprojekte sind nun in den Doppelhaushalt 2021/2022 eingestellt worden. Zudem soll es eine Neuauflage des „Remscheider Notfallfonds Kultur“ geben. Das erklärt der Kulturausschussvorsitzende Karl Heinz Humpert (CDU). Wir geben einen Überblick.

Hilfsfonds: Bereits vergangenes Jahr gab es den „Remscheider Notfallfonds Kultur“, mit dem Stätten und Künstler mit 200 000 Euro unterstützt wurden. „Er wurde sehr gut angenommen, war sogar überzeichnet“, sagt Humpert. Jetzt geht es um die Frage: Wie könnte die Hilfe weitergehen? Denn die Probleme sind im erneuten Lockdown noch größer geworden. „Wir müssen nun überlegen, was mir machen können. Ich kann mich noch nicht auf Zahlen festlegen, aber auf einen zweiten Fonds wird es hinauslaufen müssen“, betont der Kulturausschussvorsitzende.

Die RFID-Technik in der Stadtbibliothek ist störanfällig und veraltet.  Für ihre Erneuerung sind 250 000 Euro eingeplant.

Eventuell könnten erneut die eingesparten Gelder aus dem Theater für einen zweiten Kultur-Hilfsfonds genutzt werden. „Denn ich sehe sehr wohl Einsparungen, wenn wir das Theater zwei oder drei Monate lang nicht bespielen können.“ Auch andere Quellen sollen akquiriert werden. „Es muss am Ende ein Betrag zusammenkommen, der auch etwas bringt“, sagt Humpert. An der Grundeinstellung der Remscheider Politiker, die Kulturlandschaft zu erhalten und der Szene zu helfen, habe sich freilich nichts geändert. Viel diskutiert werden müsse nicht. Nur über die Höhe und die Geldgeber. „Denn wenn wir jetzt die Hände in den Schoß legen, ist die Konsequenz, dass der erste Hilfsfonds verpufft. Es wird zu Existenznöten führen, insbesondere bei den freien Kulturschaffenden.“

Die Diskussion müsse nun innerhalb der Fraktionen stattfinden. Und dann sei schließlich die Kämmerei gefragt. Sven Wiertz (SPD) und sein Team müssen zunächst die Höhe der Einsparungen auf den Tisch legen – und am Ende grünes Licht geben. Liegen die Zahlen vor, können erst der Kulturausschuss, dann der Hauptausschuss und schließlich der Rat beraten. Humpert rechnet mit Zahlen im Februar.

Haushalt: Eine ganze Reihe von Positionen sind laut Humpert in den Haushalt der Stadt eingestellt worden. „Wenn Ausschuss und Rat dem folgen, können wir als Kulturbereich wirklich zufrieden sein.“ Erst einmal alles unter Vorbehalt, denn niemand wisse derzeit, wie sich Corona am Ende auf den Stadtsäckel auswirke. Eingestellt wurden Mittel für:

Auch für das Haus Cleff soll Geld locker gemacht werden.

Deutsches Röntgen-Museum: Konkret geht es um den dritten Bauabschnitt. Dabei handelt es sich unter anderem um den Umbau der Ausstellung der modernen medizinischen Bildgebung im Untergeschoss (hier waren Mittel übertragen worden) und um eine energetische Fassadensanierung des hinteren Gebäudetraktes, der zum Parkplatz hin zeigt. In puncto Ausstellung sei man gerade dabei, inhaltlich alles zusammenzutragen, sagt Museumsdirektor Dr. Uwe Busch. „Wir hoffen, zum November fertig zu werden.“ Haus Oelbermann steht indes auf einem anderen Blatt. Die Sanierung des alten Gebäudetrakts soll dieses Jahr abgeschlossen werden.

Stadtteilbibliothek: Erste Mittel für den Umbau seien für 2022 erfasst, sagt Humpert. Darüber hinaus seien 250 000 Euro für die neue RFID-Software im Haushalt 2020/21 eingesetzt worden. Die Technik ist anfällig und muss dringend erneuert werden.

Haus Cleff: Auch das Haus Cleff, das gerade saniert wird, ist im neuen Haushaltsplan enthalten – mit über 7 Millionen Euro, dann ab 2024/2025 und die Folgejahre auch mit Mitteln für den medialen, inhaltlichen Ausbau sowie für die Innenausstattung.

Theater: Im Haushalt sind Mittel für den geplanten Aufzug sowie für sechs neue Damentoiletten eingestellt.

Denkmal: Auch der Ehrenhain Reinshagen soll bedacht werden. 800 000 Euro sind für die Sanierung veranschlagt.

Ausschüsse

Beraten wird zunächst im zuständigen Fachausschuss – dem Kulturausschuss. Er tagt kommenden Dienstag, 19. Januar, 17 Uhr, im Großen Sitzungssaal des Rathauses. Dann gehen die Themen in den Hauptausschuss und schließlich in den Rat. Dieser tagt am 25. Februar wieder. Wer sich für die Tagesordnungen und Themen interessiert, kann einen Blick ins Ratsinformationssystem werfen:

ratsinfo.remscheid.de/sessionnet/bi/infobi.php

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