Russland-Ukraine Krieg

Wetog sorgt für stabiles Netz in die Ukraine

Seit zweieinhalb Wochen baut er in seiner polnischen Heimat technische Strukturen für die Ukraine-Hilfe auf: Sebastian Zimnol. Foto: Roland Keusch
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Seit zweieinhalb Wochen baut er in seiner polnischen Heimat technische Strukturen für die Ukraine-Hilfe auf: Sebastian Zimnol.

Remscheider Unternehmer bringt in Polen sein Know-how bei der Datenkommunikation ein.

Von Andreas Weber

Remscheid. In seinem Geburtsland Polen hilft der Remscheider Firmengründer Sebastian Zimnol rund um die Uhr. Seit Ausbruch des Krieges bringt er bei der Koordination der Hilfsgüter, Unterbringung der Flüchtlinge und deren Kommunikation mit der Heimat seine berufliche Expertise ein.

Als der Chef der Wetog, einem rasant wachsenden Start-up, das für schnelle und sichere Datenkommunikation steht, am 24. Februar nach Danzig flog, galt sein Augenmerk den geschäftlichen Aktivitäten seiner Tochterfirma Wetog PL Sp.zp.o in der Universitätsstadt. Doch mit der russischen Invasion überschlugen sich die Ereignisse. Schnell band die humanitäre Hilfe alle Kräfte. „Denn wir haben bei uns im Unternehmen auch Mitarbeiter aus der Ukraine, deren Angehörige wir aus dem Land rausgeholt und in Sicherheit gebracht haben.“

Zimnol war selber zweimal in Lwiw. Mittlerweile unterstützen die Wetog-Angestellten befreundete Unternehmen bei ihren Bemühungen, Menschen aus der Ukraine zu retten. Dies aber ist ein Geduldspiel mit Wirrungen. Denn an der polnisch-ukrainischen Grenze herrscht Chaos. „2,2 Millionen sind schon geflüchtet und die meisten sind in Polen gelandet. In den nächsten Wochen sollen es zehn Millionen werden. In Polen sind die Menschen willkommen, aber das Land muss diese Flut auch gestemmt bekommen“, erklärt Zimnol.

Remscheider organisieren private Hilfstransporte in die Ukraine.

Seinen Aufenthalt in Polen will er mindestens bis zum 15. März ausdehnen. Mit seiner Stiftung, der Quantum Cyber Security Hub Europe Foundation, unterstützt Zimnol Help.NGO, eine amerikanische Nichtregierungsorganisation, die bei Katastrophen und Krisen tätig wird. In Danzig hat Help.NGO ihr erstes europäisches Büro eröffnet und ist bei der zentralen logistischen Versorgung der Güter und Flüchtlinge mit 18 Angestellten und 1000 Freiwilligen unterwegs.

Mitarbeiter investieren viel Manpower in zwei Plattformen

Die Wetog hat aber auch in Windeseile zwei eigene Projekten aus der Taufe gehoben, in die die Mitarbeiter auch am Standort Remscheid viel Manpower investiert haben. Mit der digitalen Plattform „helpukraine.cloud“, die eng mit Help.NGO vernetzt ist, wird die vielfältige Ukraine-Hilfe strukturiert. Wichtig war Zimnol zudem der Aufbau eines stabilen Netzes, welches ermöglicht, dass die Geflüchteten mit der Heimat in Kontakt bleiben. „Denn in den letzten Tagen sind die Netze teilweise zusammengebrochen“, erklärt Zimnol. Per Handy und Browser soll über „ConnectUKR.com“ ein Videochat möglich sein – mit maximaler Verfügbarkeit, Schutz der persönlichen Daten inklusive des Standortes und der Verbindungszeit.

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