Freiwilliges Ökologisches Jahr

Wer will sich um Huhn und Garten kümmern?

Der aktuelle FÖJler Sebastian Nebe (20) sorgt für Ordnung auf dem Gelände der Natur-Schule Grund.
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Der aktuelle FÖJler Sebastian Nebe (20) sorgt für Ordnung auf dem Gelände der Natur-Schule Grund.

Die Natur-Schule Grund sucht Bewerber für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr.

Von Lucas Hackenberg

Remscheid. Ein erster Schritt in den Bereich der „grünen Berufe“, eine Orientierungsphase nach der Schule, eine Überbrückung bis der richtige Ausbildungs– oder Studienplatz zur Verfügung steht – das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) kann vieles sein. Eventuell sogar das alles gleichzeitig. Die Natur-Schule Grund bietet ab Februar erneut einen solchen FÖJ-Platz an. Gesucht werden junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren, die sich für Natur und Umwelt interessieren. Und die etwas Sinnvolles tun wollen.

„Wir laden alle ein, die nach der Schule eine berufliche Orientierung in ökologischen Berufsfeldern suchen, sich für das FÖJ in der Natur-Schule zu bewerben“, sagt Jörg Liesendahl, Diplom-Biologe und pädagogischer Leiter der Einrichtung. Das Angebot richte sich an Bewerber mit oder ohne Schulabschluss. Voraussetzung sei aber, dass bisher noch keine berufliche Ausbildung abgeschlossen wurde.

Aktuell leistet Sebastian Nebe sein FÖJ in der Natur-Schule ab, der 20-Jährige mache das gut, sagt Liesendahl, doch alleine sei die Arbeit auf Dauer kaum zu bewältigen. So gelte es, die Bepflanzung bestimmter Flächen zu planen und umzusetzen und diese später auch zu pflegen. Außerdem kümmern sich die FÖJler um die vielen Hühner der Naturschule und halten Ordnung auf dem Gelände der Bildungseinrichtung. Eine schnelle Auffassungsgabe sei von Vorteil, sagt Jörg Liesendahl. Außerdem Zuverlässigkeit und Durchhaltevermögen. Denn zu tun gibt es immer etwas – unabhängig vom Wetter.

„Wer gerade frisch aus der Schule kommt, kriegt natürlich bei uns Eingewöhnungszeit.“

Jörg Liesendahl, Natur-Schule

Die Arbeit allein mache das FÖJ aber nicht aus, betont der Biologe. Schließlich gehe es darum, junge Menschen für das Berufsfeld zu begeistern und nachhaltig an die Arbeit in und mit der Natur zu binden. Deshalb ist zum Beispiel die Teilnahme an mehrtägigen Seminaren fest im Plan verankert. Der LVR biete dazu verschiedene Veranstaltungen an. Zudem bestehe die Möglichkeit, eigene Projekte zu verwirklichen, so Liesendahl.

Mitte der 1990er-Jahre wurde die Natur-Schule in einem ehemaligen Schulgebäude in der Ortschaft Grund ins Leben gerufen, heute finden sich auf dem etwa 3000 Quadratmeter großen Außengelände unter anderem ein Feuchtbiotop, ein Hühnerstall, ein Bauern- und Apothekergarten sowie Hecken und Wildwiesen. Ziel der Einrichtung ist es zum Beispiel, positive Naturbezüge zu schaffen und die Sensibilität für Natur und Umwelt zu fördern. Zu den Zielgruppen gehören Schulklassen und Kindergartengruppen genauso wie Seniorengruppen und auch Privatpersonen. Angeboten werden unter anderem spezielle Programme in den Schulferien und Wanderungen in der Umgebung.

Dass so ein Umfeld für viele Neuland sei, kalkuliere man ein, sagt Jörg Liesendahl: „Wer gerade frisch aus der Schule kommt, kriegt natürlich bei uns Eingewöhnungszeit.“ Die Natur-Schule sei ja auch eine pädagogische Einrichtung, nicht nur für ihre Besucher. Im Idealfall solle das FÖJ für eine persönliche Weiterentwicklung über die Aufgabenfelder in der Natur-Schule hinaus sorgen.

Ein besonderes Ausbildungsangebot

Mehr als 200 junge Menschen entscheiden sich in 80 Einsatzstellen des Landschaftsverbandes Rheinland jährlich für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Die Natur-Schule Grund in Remscheid ist eine dieser Einsatzstellen, in denen die Verbundenheit zur Natur im Vordergrund steht. Die Einrichtung möchte jungen Menschen den Übergang von der Schule in ein ökologisches Berufsfeld durch ein FÖJ erleichtern.

Mitmachen: Wer will Tier- und Pflanzenarten aufspüren?

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