Neubaugebiet Am Schützenplatz

Wer ein Baugrundstück in Remscheid haben will, braucht vor allem Losglück

Die Erschließung des Neubaugebiets Am Schützenplatz soll noch in diesem Jahr beginnen. Foto: Roland Keusch
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Die Erschließung des Neubaugebiets Am Schützenplatz soll noch in diesem Jahr beginnen.

Die Nachfrage für das Neubaugebiet in Lüttringhausen übersteigt das Angebot deutlich.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Der Bedarf an Baugrundstücken für Einfamilienhäuser ist weiterhin hoch in Remscheid. Das zeigt auch das geplante Neubaugebiet Am Schützenplatz in Lüttringhausen. Wenn im Sommer entschieden werde, wer einen der Bauplätze auf dem ehemaligen Gelände der Grundschule Eisernstein bekomme, werde man das wohl auslosen müssen, berichtet Frank Schulz vom städtischen Liegenschaftsamt, das die Grundstücke vermarktet. Einfach weil die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt.

Neben zwei Mehrfamilienhäusern sollen in der neuen Siedlung 17 Einfamilienhäuser entstehen, drei frei stehende und 14 Doppelhaushälften. Die Interessentenliste, die das Liegenschaftsamt führt, ist allerdings ungleich länger, knapp 150 Personen stehen da drauf. Bevor die alle in die Verlosung kämen, frage man das Interesse noch mal ab, erklärt Schulz. „Vielleicht sind einige ja schon woanders zum Zug gekommen.“ Doch dass am Ende mehr als 17 in der Lostrommel landen, gilt als sicher. „Der Markt ist so stark nachgefragt, dass es den Leuten fast egal ist, wo sie ein Grundstück bekommen.“

So geht Wohnen nachhaltig

Trotzdem werde man die Interessenten noch einmal eindrücklich auf die Besonderheiten des Neubaugebiets hinweisen, betont Frank Schulz. Die Grundstücke werden nicht verkauft, sondern in Erbbaurecht vergeben. Und der Bebauungsplan enthält zahlreiche Vorschriften, vor allem, um die Siedlung besonders nachhaltig zu gestalten, darunter begrünte Dächer und ein Verbot von Steingärten. Versiegelt werden dürfen nur 40 Prozent der Grundstücksfläche plus 20 Prozent für Garagen, Einfahrten und Ähnliches. Und Flachdächer sind verboten. „Wir möchten, dass jeder weiß, worauf er sich da einlässt“, sagt Schulz. Deswegen erstelle die Verwaltung gerade ein Handbuch, das Informationen zum Erbbaurecht, zu den baulichen Vorschriften und dem Losverfahren enthält. Und das jeder Interessent vor der Verlosung erhält.

Dabei steht der Erbbauzins, also der Betrag, den die Bauherren für ihre Grundstücke zu zahlen haben, noch gar nicht fest. Zum einen, weil noch nicht alle Erschließungskosten bekannt seien, wie Frank Schulz erklärt. Vor allem aber, weil dazu gerade neue Richtlinien in der Mache sind. Eine entsprechende Vorlage wurde im Dezember in die politische Diskussion eingebracht, auch weil die bisher zugrunde gelegten Zinssätze nicht mehr zeitgemäß sind.

„Wenn das beschlossen ist, wissen wir, was die Grundstücke kosten werden“, erklärt Baudezernent Peter Heinze, der hofft, dass die Entscheidung früh genug für die geplante Vergabe der Lüttringhauser Grundstücke fällt. „Aber die Signale, die wir aus der Politik erhalten, deuten darauf hin.“

Die Verlosung der Grundstücke wird dann übrigens öffentlich stattfinden, erklärt Frank Schulz, so könne sich jeder überzeugen, dass dabei alles mit rechten Dingen zugehe: „Das ist ein bisschen wie in der Champions League.“ Der genaue Termin steht noch nicht fest. Vorerst können sich aber weitere Interessenten dafür vormerken lassen. Eine E-Mail genügt: liegenschaften@remscheid.de

Auch interessant: Lüttringhausens Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser spricht im Interview über das vergangene Corona-Jahr, fertige Projekte und neue Themen für 2022, wie der Umzug der Bücherei und über das neue Wohngebiet am Schützenplatz.

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