Weltklassik am Klavier

Pianist bedankt sich mit zwei Zugaben beim Publikum

Pianist Timur Gasratov begeisterte die rund 80 Besucher in der Lenneper Klosterkirche mit seinen Chopin-Interpretationen. Foto: Doro Siewert
+
Pianist Timur Gasratov begeisterte die rund 80 Besucher in der Lenneper Klosterkirche mit seinen Chopin-Interpretationen.

Weltklassik am Klavier. Timur Gasratov begeisterte mit seinem Programm „Chopin pur“.

Von Stephanie Arens-Licciardi

Remscheid. Pathetisch, voller Emotionen, tiefe Gedanken und Geschichten – in Frédéric Chopins (1810 bis 1849) musikalischem Erbe steckt ein klangvoller Gefühlskosmos. Mit Auszügen aus Chopins Werken gastierte der ukrainische Pianist Timur Gasratov mit seinem Programm „Chopin pur – Etudes, Préludes und die Polonaise Héroïque“ im Rahmen der Weltklassik-am-Klavier-Reihe im Kulturzentrum Klosterkirche.

Mit im musikalischen Gepäck hatte Gasratov in dem rund 90-minütigen Konzert Chopins Préludes sowie die Polonaise As-Dur op. 53 und die Études Buch II op. 25. „Sein Klavier war das zweite Ich für Chopin“, erzählte Andrea Lugg vom Weltklassik-am-Klavier-Team eingangs. Besonders erfreut zeigte sich Andrea Lugg über die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher, immerhin 80 Personen. „Chopin hat Sie gerufen und Sie sind gefolgt. Dieser Abend hat seit langer Zeit wieder ein Stück Normalität in Corona-Zeiten.“

Im gedimmten Licht des Minoriten-Saals nahm Gastpianist Timur Gasratov sein Publikum mit auf eine voller Fantasien, Träumereien und Sehnsüchten steckende Klangreise ins 19. Jahrhundert. Der französische Komponist war, ähnlich wie seine Zeitgenossen Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy und Franz Liszt, ein Anhänger der romantischen Strömung des 19. Jahrhunderts.

Chopins Préludes (dt. Fantasie) melancholisch und mit Tendenz ins Fröhliche und Dynamische, luden zum Hörgenuss auf Weltniveau ein oder – um es im modernen Sprachjargon auszudrücken – zum gedanklichen Abschalten.

Und Schumann, der seinerzeit das „Präludieren“ seines französischen Komponistenkollegen als „Krankes und Fieberndes“ bezeichnete, mag sich geirrt haben. Im zweiten Konzertteil präsentierte Gasratov Auszüge aus dem Études Buch II op. 25. Lugg: „Die Études hat Chopin salonfähig durch ihre harmonischen Tonfolgen gemacht.“

Zum Abschluss des Konzerts ließ es Gasratov sich nicht nehmen, sich mit gleich zwei Zugaben bei seinem begeisterten Publikum zu bedanken. Die nächsten Weltklassik-am-Klavier-Konzerte 2021 finden am Sonntag, 21. November, „Fantasie und Poesie – Schumanns Variationen über Beethovens 7. Symphonie“ mit Mikhail Dantschenko sowie am Sonntag, 19. Dezember, „Des Dichters Herz“ mit Sofja Gülbadamova statt. Los geht es jeweils um 17 Uhr.

www.weltklassik.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Verdacht auf illegales Rennen: Polizei kassiert Führerscheine von jungen Remscheidern
Verdacht auf illegales Rennen: Polizei kassiert Führerscheine von jungen Remscheidern
Verdacht auf illegales Rennen: Polizei kassiert Führerscheine von jungen Remscheidern
Impfbetrüger legen falsche Dokumente vor - Polizei ermittelt wegen Urkundenfälschung
Impfbetrüger legen falsche Dokumente vor - Polizei ermittelt wegen Urkundenfälschung
Impfbetrüger legen falsche Dokumente vor - Polizei ermittelt wegen Urkundenfälschung
Ansturm auf Termine in der Impfstelle im Zentrum Süd
Ansturm auf Termine in der Impfstelle im Zentrum Süd
Ansturm auf Termine in der Impfstelle im Zentrum Süd
Corona: Höchste Inzidenz in NRW im Oberbergischen - Termine für neue Impfstelle ab heute
Corona: Höchste Inzidenz in NRW im Oberbergischen - Termine für neue Impfstelle ab heute
Corona: Höchste Inzidenz in NRW im Oberbergischen - Termine für neue Impfstelle ab heute

Kommentare