World of Tools

Die Welt der Werkzeuge stellt sich im Museum vor

Dr. Andreas Wallbrecht (l.) und Michael Schwerdtfeger (r.) diskutierten mit (v.l.) Dr. Peter Dültken, Dr. Peter Schniering, Dr. Oliver Kempkes und Jan Peter Arnz.
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Dr. Andreas Wallbrecht (l.) und Michael Schwerdtfeger (r.) diskutierten mit (v.l.) Dr. Peter Dültken, Dr. Peter Schniering, Dr. Oliver Kempkes und Jan Peter Arnz.

Bei „World of Tools“ berichten Unternehmer aus ihrem Leben.

Von Peter Klohs

Remscheid. Vier mittelständische Remscheider Unternehmen stellten sich am vergangenen Freitagabend im Deutschen Werkzeugmuseum am Hasten vor. Die Geschäftsführer und Inhaber der Unternehmen berichteten aus ihren Betrieben, aus der teils spannenden Firmenhistorie und gaben Auskunft über Nachhaltigkeit in ihrer Arbeit. Das Thema Nachhaltigkeit wob sich durch den kompletten Abend, der unter dem Titel „World of tools – Welt der Werkzeuge“ vom Leiter des Museums, Dr. Andreas Wallbrecht, und vom 1. Vorsitzenden des Fördervereins des Werkzeugmuseums, Michael Schwerdtfeger, kenntnisreich und mit viel Humor moderiert wurde.

Jan Peter Arnz, Geschäftsführer der Arnz Flott Werkzeugmaschinen GmbH, erzählte freimütig aus der Firmengeschichte und ließ auch die schwere Zeit der Firmeninsolvenz nicht aus. Arnz selbst bezeichnet den Abend als Heimspiel, da zahlreiche der in seinem Unternehmen hergestellten Bohrmaschinen im Museum ausgestellt werden.

Der jetzige Geschäftsführer kam erst im Alter von 50 Jahren im Jahre 2009 zu Flott. Seitdem ist das Unternehmen mit Stammsitz in Vieringhausen breit und erfolgreich aufgestellt. „Nachhaltigkeit ist für uns Standard“, erklärt Arnz. „Unsere Maschinen stehen 50 bis 60 Jahre.“ Der Marktführer im Bereich der anspruchsvollen Bohrmaschinen weiß, dass Flott ein Name mit Strahlkraft ist, den man jedoch „mit Inhalt füllen müsse“.

Dr. Peter Schniering von Schumacher Precision Tools weiß, dass sein Unternehmen nicht zu den Marktführern gehört, sondern eher der David im Teich von Goliath ist. Das Schlagwort „Industrie 4.0“ ist bei Schumacher längst Realität. Die Hochleistungs-Zerspanungswerkzeuge werden mit Hightech im Unternehmen an der Küppelsteiner Straße hergestellt. Seit 2009 ist Dr. Schniering dabei und hat Schumacher schnell geprägt.

Mit Humor berichtete Dr. Oliver Kempkes von der Kuli Hebezeuge GmbH über seinen Betrieb. „Wir sind mittlerweile so weit, dass wir die Bremsenergie eines Krans zur Wärmeerzeugung nutzen können. So können wir mehr als die Hälfte des anfallenden Stroms erzeugen.“ Der gezeigte Kurzfilm zeigte eindrücklich die Größe so mancher Krane, die im Unternehmen mit Sitz an der Bismarckstraße gefertigt und in alle Welt transportiert werden. „Meinen ersten Kontakt mit Kranen hatte ich mit den Märklin-Metallbaukästen“, erinnert er sich.

Last but not least erzählte Dr. Peter Dültken von der Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Wertstoffe (FGW) von seiner Arbeit. „Die Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen ist unser Kernziel“, berichtet der Geschäftsführer des Vereins, der sich mit der Erforschung von Werkzeug beschäftigt.

Deutsches Röntgen-Museum und Deutsches Werkzeugmuseum bieten spannende Kurse für Kinder an.

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