Historisches Foto

Um welche Straße handelt es sich hier?

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Welche Straße suchen wir heute?

Das Rätselfoto der vergangenen Woche zeigte die Kippdorfer Straße – für viele Leser ein Ausflug in die eigene Jugend

Von Sven Schlickowey

Vielleicht war es zu einfach, vielleicht aber auch nur besonders interessant – zu unserem Rätselfoto der vergangenen Woche gab es nicht nur besonders viele Zuschriften, sondern auch von Lesern, die zum ersten Mal teilgenommen haben.

Leser Klaus Fabian erkannte zum Beispiel wie die meisten anderen, dass das Bild die Kippdorfstraße zeigt. „Das Foto ist wahrscheinlich in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden“, schreibt er. Und liegt damit völlig richtig, es stammt aus dem Jahr 1967.

Viel verändert hast sich nicht zwischen 1967 und heute. Foto/Repro: Roland Keusch

Auch Gottfried H. Meyer hatte die Lösung schnell parat, ohne lange zu überlegen, wie es uns schreibt. Dabei habe er zum Zeitpunkt der Aufnahme noch in einer anderen Stadt gelebt: „Remscheid kannte ich damals noch nicht.“ Trotzdem kann er den Standort des Fotografen sehr genau bestimmen: „Auf der Kippdorfstraße etwa in Höhe Abzweig Maxstraße. Der Blick geht gegen das Stadtzentrum.“

Vielleicht haben deswegen so viele Leser die Lösung gewusst.

Viele Einsender erinnern sich auch noch an die Geschäfte, die zum Teil auf dem Bild zu sehen sind, es heute aber nicht mehr gibt. „Nur der Briefkasten hat die Zeit überlebt“, schreibt zum Beispiel Gudrun Franken. Die Metzgerei, der Bäcker und der Milchladen seien hingegen längst Geschichte. Lothar Scherber weiß zu berichten, dass es dort in einem Kiosk „viele süße Sachen“ zu kaufen gab. Auch Cornelia Schmidt kann noch alle Einzelhändler aufzählen, der Kremenholl habe damals eine gute Infrastruktur gehabt: „Eigentlich brauchte man gar nicht in die Stadt, um einzukaufen.“

Neben den Geschäften gibt es vor allem zwei markante Punkte, die viele Leser erkannten. Das Alexanderwerk und die heutige Denkerschmette, die auf dem Bild aber nicht zu sehen ist. Und die damals noch das „berühmte Café Mimm“ war, das aber eigentlich Café Kotthaus hieß, wie uns Heike Gehrmann schreibt: „Sonntags musste ich meistens mit einer Glasschale dort geschlagene Sahne für den Sonntagskuchen holen.“

Ein kurzer Ausflug in die eigene Jugend war das Bild diesmal auch für Martina Nitzge, die schreibt: „Das Kind auf dem Foto könnte ich sein.“ Ihre Oma habe im Haus Nummer 30 gewohnt, erinnert sie sich. „Ich habe sie dort oft besucht.“

Lothar Mesenhöller, inzwischen in Hückeswagen zu Hause, hat eine ganz andere Erinnerung an die Ecke, nämlich das der „Knick über die Brücke“ die Sicht für Verkehrsteilnehmer einschränkte: „Das war für Autofahrer eine gefährliche Ecke.“

Sowohl Heinz Jürgen Schmitz als auch Roland Benscheid wissen Interessantes zu der Firma im Hintergrund zu berichten: „1885 gründete Alexander von der Nahmen die Eisen- und Tempergießerei mit Verarbeitungsbetrieben“, schreibt Benscheid. „Mit der Herstellung von Haushalts- und Küchenmaschinen sowie Fleischmaschinen für Fleischfabriken gelangte das Alexanderwerk, welches im Juli 1899 in eine AG umgewandelt wurde, schon bald zu Weltruhm“, ergänzt Schmitz, der zudem erwähnt, dass das Werk 1943 bei einem Luftangriff fast vollständig zerstört wurde.

Weitere richtige Lösungen gab es unter anderem von Frank Secchi, Tim Bergmann, Klaus Jäger, Thomas Groß, Brigitte Herbertz und Helmut Schucht.

Das neue Rätselbild

Und wieder ein Bild aus dem Jahr 1967, diesmal aber eine andere Straße. Vielleicht sind die Schilder an den Häusern ja ein Hinweis. Wenn Sie wissen, um welche Straße es sich handelt,

schicken Sie uns Ihre Antwort bis Donnerstag, 4. Juni, per E-Mail oder Post, gerne verbunden mit Ihren persönlichen Anekdoten, an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid. Repro: RK

redaktion@rga-online.de

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