Historisches Foto

Welche Hofschaft wird heute gesucht?

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Welche Mini-Hofschaft suchen wir?

Das markante Rondell am Zentralpunkt verknüpfen zahlreiche Leser mit vielen Geschäften und Erinnerungen.

Von Andreas Weber

Remscheid. Da gab es nicht viel zu überlegen. Die Antwort beim Bilderrätsel fiel leicht. „Es handelt sich um den Johann-Vaillant-Platz im Südbezirk am Zentralpunkt“, schrieb Hans Ulrich Budde. Seine markante Form mit der Geschäftszeile unten und zwei Hochhäusern hinter den Geschäften dürfte jeder Remscheider kennen. Wolfgang Palenga zählt auf, welche Namen bei ihm haften geblieben sind: Moden Marjan, Apotheke Nitzsche, Optik Fey, Modeschatulle Küppermann, Lotto-Toto-Zeitschriften, Edeka, Blumengeschäft und Bankfilialen von Commerzbank, Dresdner und Volksbank.

Helga Wolf fällt noch das Café Lahme ein, bedauert aber vor allem, dass die 1964 eröffnete Modeschatulle von Frau Küppermann, die später von ihrer Tochter Heidemarie Hartmann fortgeführt wurde, geschlossen wurde. Erinnerungen steuert Thorsten Wolf bei. Dazu zählt Optik Fey: „Dort habe ich meine erste Brille erhalten, ein rahmenloses Modell, aber aus heutiger Sicht mit riesigen Gläsern. So dachte ich, dass ich alles besser sehen könnte.“ Dem Blumengeschäft sei seine Familie lange treu geblieben.

Der Zentralpunkt im Südbezirk mit seiner in Halbmond-Form angeordneten Geschäftswelt.

„Auch der Brautstrauß für meine Frau und das Blumenbouquet für das Hochzeitsauto wurden dort mit schönen sommerlichen Blumen in Orange und Gelb bereitgestellt.“ Und Elias war sein Stammfriseur. „Hier freute ich mich immer, den aktuellen RGA zu lesen“, meint Groß. Der Platz löste bei Dieter Prill und seiner Frau Diskussionen aus: „Wenn ich mich recht erinnere, war in dem damaligen Dreieck Burger-, Bismarck- und Lenneper Straße eine kleine Kneipe. Meine Frau meint: Nö, das war eine Metzgerei.“ Eine schlechte Erfahrung verbindet Prill mit den Straßenbahnschienen in diesem Bereich: „Als Jugendlicher habe ich mich beim Abbiegen mit dem Rad der Länge nach hingelegt. Ich bin in den Schienen hängengeblieben.“ Das Rondell mit dem Hochhaus im Hintergrund lässt Thomas Groß zurückdenken: „Meine damalige Freundin, die heute noch eine gute Bekannte von mir ist, wohnte zu meiner Jugendzeit bei ihren Eltern auf Berghausen. Zu dieser Zeit gab es keinen Nachtexpress. Wenn ich mich abends auf den Heimweg machte, musste ich immer den Berg rauf bis zum Zentralpunkt, um den Bus zu erreichen.“ Vieles habe sich am Vaillant-Platz verändert, bemerkt Carmen Vogt: „Die Bäckerei Steinbrink ist zentraler gelegen, der Platz wurde saniert, aber in der alten Bauart erhalten.“ Politisch wird bis heute um eine dringend notwendige Attraktivitätssteigerung gerungen.

Dem Namensgeber widmete sich Roland Benscheid:

Rondell mit markanter Architektur: der Johann-Vaillant-Platz, benannt nach dem Gründer der Heizungsfirma (1851 - 1920).

„Johann Vaillant, der Gründer des an der Berghauser Straße ansässigen Familienunternehmens Vaillant machte sich 1874 als Kupferschläger und Pumpenmacher in Remscheid selbstständig. Das große Betriebsgelände an der Berghauser Straße wurde 1897 bezogen. Zuvor meldete er ein Patent für die Erfindung eines Badeofens als ‘geschlossenes System’ an.“

Helmut Schucht erinnert an einen exzellenten Fußballer

Heinz-Jürgen Schmitz findet den Knotenpunkt, früher im Volksmund Handweiser genannt, wenig aufregend: „Über diesen Platz gibt es nicht viel Interessantes zu berichten.“ Schmitz nennt die bis zum Abriss 1960 vom Apotheker Kerker geführte Central-Apotheke. „Danach musste die aus der Gründerzeit stammende Villa Arnz Bauvorhaben weichen.“

Helmut Schucht erinnert sich, dass der Mitinhaber der Modeschatulle, Helmfried Hartmann ein exzellenter Fußballer bei der SpVg. Remscheid war. Weitere richtige Zuschriften erreichten den RGA von Sabine Müller, Ulrich Hager, Ernst Erdmann, Heike Schneider, Horst Rohleff und Bardo Reinke.

Das neue Rätsel: Welche Hofschaft wird heute gesucht?

Aus dem städtischen Geschäftsleben mit viel Straßenverkehr raus ins Grüne, da wo Remscheid seine wahren Stärken entfaltet. Welche Mini-Hofschaft suchen wir? Der Teich ist übrigens im Lauf der Jahrzehnte deutlich kleiner geworden. Schicken Sie uns die Lösung des RGA-Rätsels bis zum Donnerstag, 17. Dezember, per E-Mail oder auch per Briefpost, gerne mit Ihren persönlichen Anekdoten angereichert, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42853 Remscheid. redaktion@rga-online.de

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