Historisches Foto

Welche beiden Straßen zeigt unser heutiges Rätselfoto?

Dieser Blick von oben ist aus einer Perspektive gewählt, die Schüler und Lehrer einnehmen. 
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Dieser Blick von oben ist aus einer Perspektive gewählt, die Schüler und Lehrer einnehmen. 
  • Andreas Weber
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An das Gebäude in Hölterfeld und die Skulptur erinnerten sich in der vergangenen Woche nicht nur Ex-Schüler – Zuletzt diente die Schule als Unterbringungsstätte für Flüchtlinge.

Remscheid. Dieser Blick von oben ist aus einer Perspektive gewählt, die Schüler und Lehrer einnehmen. Welche beiden Straßen zeigt unser heutiges Rätselfoto, das aus dem Jahr 1974 stammt? Und von welcher Schule wurde das Bild aufgenommen? Schicken Sie Ihre Lösung bis Donnerstag, 2. September, gerne verbunden auch mit Ihren persönlichen Anekdoten an: RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid; E-Mail: redaktion@rga.de

Das historische Foto der vergangenen Woche

Irgendwie sehen sich doch viele Schulgebäude ähnlich. Nur so ist es zu erklären, dass beim RGA diesmal so viele unterschiedliche Lösungen eingingen. Albert-Schweitzer-Realschule, AES, Rosenhügel, Grundschule am Stadion, Hauptschule Wilhelmstraße und Hauptschule Bökerhöhe stimmten nicht. Es war die Schule Hölterfeld, die erkannt werden sollte. „Ein schönes Suchbild“, befand Ralf Hesse.

An das Gebäude in Hölterfeld und die Skulptur erinnerten sich in der vergangenen Woche nicht nur Ex-Schüler 

Leichtes Spiel für den Hastener: „Für einen in der Edelhoffstraße Großgewordenen, ist die Schule Hölterfeld selbstverständlich sofort zu erkennen, war sie von Mitte 1960 bis zum Abschluss ‘meine’ Schule mit vielen Erinnerungen. Selbst einen der Schüler kann ich erkennen, da er im gleichen Wohnhaus wie ich groß geworden ist.“ Das Foto entstand auf dem Hof an der Skulptur von Heinrich Neumann.

Abstrakte Plastik von Heinrich Neumann sorgte für Diskussionen

Karl-Horst Eisele-Feuersenger hat die Hauptschule ab der 5. bis zu 9. Klasse 1973 besucht. An seinen Klassenlehrer in den letzten Jahren erinnert er sich gerne, mit einer Einschränkung: „Herr Kamps war ein sehr netter, menschlicher Lehrer, der später Rektor der Schule wurde. Was ich ihm ‘übel’ genommen habe, war, dass ich bei ihm im Sport immer nur ein gut oder befriedigend erhalten habe. Bei unserem eigentlichen Sportlehrer immer ein sehr gut oder gut. Es lag vielleicht daran, dass mein Sport immer Fußball war, er aber Basketball bevorzugte.“ Eisele-Feuersenger erinnert sich auch, dass es Lehrermobbing gab sowie einen schlimmen Unfall, bei dem die Beine eines Schülers von einem Schulbus überrollt wurden.

„Ich kann nur sagen, es war eine sehr schöne Zeit“, blickt Marko Becker zurück. Michael Boehl erlangte dort 1972 seinen Abschluss. Zu diesem Zeitpunkt trug die Hauptschule noch den Namen Hölterfeld. Seit Jahren steht das Gebäude, das zwischenzeitlich Teile der VHS und ab 2016 vorübergehend Flüchtlinge beherbergte, leer. „Die Schule ist nach der letzten Nutzung arg vernachlässigt worden“, findet Boehl.

Zuletzt diente die Schule als Unterbringungsstätte für Flüchtlinge.

Die Hauptschule Hölterfeld, die stellvertretend für den Niedergang der vielen Hauptschulen steht, hat eine lange Historie hinter sich. Heinz-Jürgen Schmitz hat einige Eckdaten in seiner Zuschrift gebündelt: „Die alte Vorgängerschule stand 1730 auf dem Fürberg. Da diese nicht mehr für den Schulbetrieb geeignet war, entschloss man sich zu einem Neubau auf dem Hölterfeld. Dieser wurde im Frühjahr 1875 fertiggestellt.

1885 erfolgte ein Anbau und 1905 eine weitere Aufstockung. 1949/1950 war die Schule in einem schlechten Zustand. Deshalb entschloss man sich zu einem Neubau für 1,275 Millionen D-Mark. Die Grundsteinlegung erfolgte 1961, die Bauabnahme zum 1. November 1963, und ab dem 5. Dezember 1963 startete der Schulbetrieb. Damals war das Gebäude ein Schmuckstück.“

Die von Heinrich Neumann geschaffene abstrakte Plastik auf dem Schulhof habe jedoch für heftige Diskussionen gesorgt. „Im Zuge der Schulreform wurde Hölterfeld 1968/68 zur Hauptschule erklärt. Danach erlebte die Schule eine wechselhafte Geschichte. Nachdem der Betrieb in den 80er-Jahren eingestellt wurde, fand ein Wechsel nach Kremenholl an die Tersteegenstraße statt“, führt Schmitz aus. Helmut Schucht schreibt zur geografischen Einordnung: „Erreichbar ist die Hauptschule von der Edelhoff- in die Unterhölterfelder Straße in Richtung Holz, eine der vielen Hofschaft in Hasten.“

Weitere richtige Antworten schickten Heike Schneider und Bülent Cavumirza.

Obwohl sie auf die AES getippt hatte, schrieb die 17-jährige Melisa Akbas Bemerkenswertes: „Ich würde alles tun, um einmal in den früheren Jahren zur Schule zu gehen. Gerade die 70er wären wahrscheinlich genau meine Zeit gewesen. Ich interessiere mich sehr für die verschiedenen Jahre und finde es schön zu sehen, wie sehr sich Jugendliche der diversen Schulen über die Jahre verändert haben.“

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